Am Samstag heißt der Gast Meppen Regionalduell in Lotte – Keine Angst vor der Kulisse

Gegen die Rot-Weißen aus Erfurt spielte Kevin Freiberger kraftvoll nach vorn. Für die Heimbilanz und die Lotter Seele wäre ein Sieg gegen die blau-weißen Nachbarn aus Meppen dringend nötig. Foto: Manfred MrugallaGegen die Rot-Weißen aus Erfurt spielte Kevin Freiberger kraftvoll nach vorn. Für die Heimbilanz und die Lotter Seele wäre ein Sieg gegen die blau-weißen Nachbarn aus Meppen dringend nötig. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Eine große Kulisse erwarten die Sportfreunde Lotte am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den SV Meppen. Ausgerechnet gegen die überraschen starken Emsländer will der neue SFL-Trainer Andreas Golombek im Lokalduell seinen ersten Heimsieg feiern (14 Uhr, Frimo-Stadion).

Mehr als 5000 Zuschauer dürften es sicherlich schon werden, die sich am Samstag das Duell gegen den überraschend starken Aufsteiger ansehen werden. Allerdings wird es ein Auswärtsspiel im eigenen Stadion, weil mehr Meppener als Lotter Zuschauer im Stadion sein werden.

Keine Angst vor der Kulisse

„Kein Problem“ werden da die Spieler der Sportfreunde sagen. Schließlich sind sie große Kulissen mittlerweile gewöhnt. Und auch die Tatsache, viele Gästefans gegen sich zu haben, schreckt sicherlich keinen im Lager der Sportfreunde noch ab. „Wer beispielsweise Mannheim oder Magdeburg erlebt hat, der hat bereits Erfahrung mit so einer Situation“, sagt Angreifer Kevin Freiberger. Für seine Mannschaft gilt es, alles dafür zu tun, um den Einstand von Neu-Trainer Andreas Golombek nicht zu einer Blamage verkommen zu lassen.

Trainerdiskussion nervt

Der 28-jährige Flügelstürmer gilt aufgrund seiner Erfahrung als jemand, der die Mannschaft gerade auch in prekären Situationen mitziehen kann. Und als jemand, der auch mal für die ganz wichtigen Tore gut ist. So wie am zweiten Spieltag beim wichtigen Punktgewinn in Zwickau. Aber eben auch am letzten Spieltag als Gast bei Rot-Weiß Erfurt, als dem 1,79 m großen Flügelspieler nach Rückstand der zwischenzeitliche 2.2-Ausgleich gelang. „Der Sieg dort war sehr wichtig, weil zuvor die ewige Trainerdiskussion auch genervt hat. Jetzt beginnt unter Andreas Golombek eine völlig neue Zeitrechnung und wir wollen dem Coach zeigen, was wir können. Das hat in Erfurt schon gut geklappt und soll nun natürlich gegen den SV Meppen seine Fortsetzung finden“.

Ende einer Durststrecke

Für Freiberger ging in Erfurt auch eine lange Leidenszeit zu Ende. Schließlich hatte der gebürtige Essener zwischenzeitlich in zwölf Ligaspielen kein Tor erzielen können, aber dennoch immer wieder auf dem Platz gestanden. „Dieses ganze Gerede, wann ich denn wieder mal treffen würde, hat mich noch nie belastet. Es ist klar, dass man irgendwann das Glück wieder auf seiner Seite hat und dann wieder einen rein macht. Letztlich ist es sowieso egal, wer die Dinger verwertet. Wichtiger ist vielmehr, dass wir oft vorne in die Box kommen, uns Chancen erspielen und dann einen machen. Daran gilt es immer zu arbeiten und dann ist es auch zweitrangig, wer den Ball letztlich ins Tor drückt“.

Perfektes Gespann

Unter dem neuen Trainer Andreas Golombek sollte die Mannschaft jetzt endlich wieder kontinuierlich das abrufen können, was sie immer stark gemacht hat. Der mannschaftliche Zusammenhalt ist genau das, was jetzt gefragt ist. „Der Druck ist nach wie vor da. Der 12. Platz darf keinen zufriedenstellen, schließlich sind es nur vier Punkte bis zur Abstiegszone. Wir müssen bis zum Winter weiter punkten, um in der Tabelle nicht wieder unten rein zu rutschen. Der neue Trainer Andreas Golombek hat eine ruhige, unaufgeregte Art. Er ist ein cooler Typ, dabei gradlinig und sagt immer das, was er gerade denkt. Ich denke, dass wir da alle gut mit klarkommen. In Kombination mit Joe Laumann ist es eine perfekte Konstellation, um wieder in die Spur zu kommen. Und dann wird man sehen, welche Rolle wir in dieser Saison spielen können“.

Bilanz aufhübschen

Die SFL-Statistik ist übrigens in der Tat verbesserungswürdig. Vor dem Erfurt-Spiel setzte es unter Ex-Trainer Marc Fascher noch drei Niederlagen in Folge. Zu Hause holte Lotte bislang nur drei Siege, kassierte aber bereits vier Niederlagen. Insgesamt stehen lediglich fünf Saisonsiege zu Buche. Zeit also, gerade im Duell der beiden Klubs mit den Vereinsfarben Blau-Weiß die noch dürftige Bilanz etwas aufzuhübschen.


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