Knapp 100 Gäste im Gemeindehaus Neuauflage der „Längsten Kaffeetafel“ in der Arche

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Lotte. Die „Längste Kaffeetafel Lottes“ konnte in diesem Jahr nicht vor der Alt-Lotter Dorfkirche Kirche aufgebaut werden – zu unbeständig war das Wetter an diesem Wochenende. Stattdessen verlegte die Kirchengemeinde das Event ins Gemeindehaus Arche, die Plätze füllten sich dort jedoch ebenfalls mit vielen Besuchern.

Vor zwei Jahren lief alles genau nach Plan: Über 200 Gäste hatten 2015 die „Längste Kaffeetafel Lotte“ besucht; das sommerliche Wetter erlaubte damals ein stimmungsvolles Treffen auf der Lindenallee an der Westseite der Kirche. Für 2017, das 500. Jubiläumsjahr der Reformation, wollte die Kirchengemeinde eine Neuauflage veranstalten. Das XXL-Kaffeekränzchen startete diesmal jedoch unter erschwerten Bedingungen. So entschied man sich, die Veranstaltung auf Samstag um einen Tag vorzuverlegen – Grund waren Sicherheitsbedenken wegen des Heimspiels der Sportfreunde Lotte am Sonntag. Darüber hinaus erwies sich zudem das Wetter als zu unbeständig, um die Tische unter freiem Himmel zu decken. Das Gemeindehaus wurde stattdessen als Ausweichort genutzt.

Das Beste daraus gemacht

„Wir haben hier für 96 Gäste gedeckt“, erzählte Mitorganisatorin Iris Pfordt. Dass sie die Kaffeetafel diesmal nicht draußen aufbauen konnten, fand sie zwar schade, zeigte sich jedoch entschlossen, das Beste aus der Lage zu machen. Anstatt einer durchgehenden Tischreihe teilten die Ehrenamtlichen die „Längste Tafel“ auf drei Reihen auf, sodass der Platz im Gemeindesaal optimal genutzt war.

Der Posaunenchor trat in etwas kleinerer Besetzung auf als ursprünglich vorgesehen, nicht alle eingeplanten Musiker hatten am Ausweichtermin Zeit. Im geschlossenen Raum machte das aber gar nichts aus. „Draußen wären wir gerne in größerer Runde aufgetreten, aber in der Arche war es so genau richtig“, bemerkte Pfordt. Ihr Lotter Posaunenchor hatte Unterstützung der Wersener Kollegen sowie weiterer Blechbläser bekommen. Eine Stunde lang unterhielt das Ensemble mit einer Auswahl an Volksliedern, darunter „Ännchen von Tharau“, „Im schönsten Wiesengrunde“ und „Heidenröslein“.

Fast alle Plätze belegt

Zur Kaffeezeit waren dann fast alle Plätze belegt. „Ein Glück“ befanden die Organisatoren. Kirchenchor, Presbyterium und weitere Helfer hatten schließlich eine beachtliche Menge an Kuchen gebacken. Anthea Lamping und Philip Middelberg gehörten zu den Jüngeren unter den Besuchern. „Den Posaunenchor haben wir zwar leider verpasst, aber der Kuchen war super“, so ihr Resümee. Auch einige Flüchtlinge waren zur Kaffeetafel gekommen. „Die Leute sind sehr nett und die Musik gefällt mir“, sagte Zulhaider Turi aus Pakistan. In seiner Heimat werde bei solchen Anlässen eher Tee und Kekse gereicht, berichtete er.

Trotz der erschwerten Startbedingungen zogen die Veranstalter schließlich ein positives Fazit. Es seien zahlreiche Gäste gekommen, viele hätten zudem einen Beitrag in der Spendendose für Hilfsprojekte der Diakonie hinterlassen. Beim nächsten Mal, so die Hoffnung, kann die „Längste Kaffeetafel“ sich wieder unter freiem Himmel entfalten.


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