Kunstkreis lockt Besucher an Vielfalt bei Sommerkulturnacht in Alt-Lotte

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Lotte. Ein buntes Kulturpaket öffnete der Kunstkreis Lotte bei der fünften Sommerkulturnacht mit dem Motto „Open Air im Rosengarten“. Eine erfreulich große Gästeschar genoss die Vielfalt im Garten des Alt-Lotter Hotels Knüppe.

Bereits vor Veranstaltungsbeginn waren die meisten Plätze belegt. Später mussten weitere Sitzgelegenheiten hinzugestellt werden. Eine derartige Resonanz hatten sich die Kunstkreismitglieder gewünscht. Doris Knüppe zeigte am Grill, dass sie längst den Dreh heraus hat. Steaks und Würstchen mit Salatbeilagen fanden hungrige Abnehmer.

Cocktailbar als Magnet

Im Getränkepavillon gingen kühle Erfrischungen über die Theke. Die Cocktailbar des Kunstkreises war gleichfalls Magnet an einem sommerlichen Abend. Renate Bodi, Hildegard Brömlage und Gaby Menge hatten alle Hände voll zu tun. 13 wohlschmeckende Mixgetränke standen auf der Karte, auch alkoholfreie. „Wir sind fast wieder so weit, dass wir neue Kreationen verkaufen müssen“, beschrieb Gaby Menge geraume Zeit nach der Eröffnung schmunzelnd die Situation, dass nicht mehr alle Zutaten vorrätig waren.

Show an japanischen Trommeln

Nach dem musikalischen Auftakt mit den japanischen Trommlern der Gruppe Hoshidaiko hob Kunstkreispräsident Claus Weidner zur Begrüßung der Besucher aus der gesamten Gemeinde Lotte und sogar aus Frankfurt an. Er erklärte den Programmablauf: „Um 20 Uhr wird die Juan-Carlos-Band den Rosengarten rocken.“

Zuvor indes beeindruckte Hoshidaiko mit Show und Choreografie an den japanischen Trommeln. Disziplin, Konzentration und Koordination beeindruckten die Besucher, die teilweise auf dem Rasen Platz genommen hatten. Der Einladung an die Sommerkulturnachtgäste, das Trommeln selbst einmal zu probieren, konnte auch Claus Weidner nicht widerstehen.

Stimmungsvoller Abend

Nach und nach kamen weitere Besucher in den Rosengarten. An einem Tisch saß Gudrun Herr mit ihrer einstigen Chefin der GHS Wersen, Margret Meyer. Auch die beiden Frauen genossen den stimmungsvollen Abend. „Ich bin wegen der Trommeln hergekommen, wegen der netten Menschen, die ich hier treffen werde und weil ich Rezitationen mal live erleben wollte. Mit gefallen die tolle Atmosphäre im Garten und der Mix der Darbietungen“, erklärte Gudrun Herr. „Ja, es ist ein schöner Abend. Schade nur, dass Günter Gall und Claus Weidner nicht die Aufmerksamkeit aller bekommen haben“, resümierte Margret Meyer. Und sie freute sich über das Wiedersehen ehemaliger Eltern.

Günter Gall musiziert mit Kochlöffeln

Mit dem Besten aus 45 Jahren Literatur und Musik begeisterte Günter Gall das Publikum. „Es sind ein paar Jährchen mehr“, räumte Gall ein. Als 15-Jähriger wollte er unbedingt wie Elvis Presley sein. An die Tolle sei er schnell gekommen, aber auf die Gitarre habe er fleißig gespart, berichtete er – und griff in die Saiten für „Tutti Frutti“. Eine Hommage an seine Oma, die an ihrer Nähmaschine gern gesungen hat, brachte Gall zudem dar. „Sie hat mir das Spielen auf zwei Kochlöffeln beigebracht“, erklärte er und wechselte das Instrument. Das vertonte Lied von Erich Kästner „Mit dem Fahrrad über Land“ stimmte der Barde, nun an der Gitarre, überdies an. So manch einer mag sich beim besungenen Familienausflug mit Sehnsucht nach Bier und Kuchen wiedererkannt haben.

Claus Weidner rezitiert

Claus Weidner schloss ich Galls Programm als Rezitator an und traute sich vom französischen Dichter des Spätmittelalters, Francois Villon (1431 bis 1463), die „Ballade von den Lästerzungen“ vorzutragen. In derber, deftiger Sprache der Zeit erfuhren die Zuhörer, wo Lästerzungen schmoren sollen.

Juan-Carlos-Band rockt den Rosengarten

Nicht zu viel versprochen hatte Weidner, dass der Rosengarten gerockt wird. Die Juan-Carlos-Band startete mit „Don’t Think Twice“ von Genesis. Dem Bandleader sowie Drummer Peter Weissbarth und Karl-Heinz Krutzkamp am Bass war anzusehen, mit wie viel Liebe zu dem Genre sie Welthits aus den zurückliegenden Jahrzehnten spielten und dass sie eine musikalische Einheit bilden. Wenige Füße blieben still bei Reggae und Balladen: „No Woman No Cry“ und „I Shot The Sheriff“ (Bob Marley) sangen einige ebenso in Erinnerung an frühere Zeiten mit, wie die Texte von „Englishman In New York“ (Sting)  und „I Wanna Break Free“ (Queen). Da gab es für die Ersten kein Halten mehr; rasch war die Tanzfläche voll.

Überwältigende Resonanz

Bei der prima Stimmung fiel das Fazit von Claus Weidner überaus positiv aus: „Ich bin sehr begeistert von den Künstlern, die wir hergeholt haben. Die Besucherresonanz ist überwältigend. Ich finde es toll, dass die Sommerkulturnacht so gut angenommen wird.“ Zudem ergänzte er augenzwinkernd: „Auch ist die Cocktailbar eine gefährliche Ecke. Wer die versäumt, hat etwas versäumt.“ Und er muss warten, bis in zwei Jahren die sechste Sommerkulturnacht im Rosengarten des Hotels Knüppe beginnt.


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