Ohne jede Ladehemmung Lotte will am Samstag in Parderborn weiter punkten

Stürmerfreuden: Jaroslaw Lindner hofft, dass es für Lotte beim SC Parderborn wieder viel zu jubeln gibt. Foto: MrugallaStürmerfreuden: Jaroslaw Lindner hofft, dass es für Lotte beim SC Parderborn wieder viel zu jubeln gibt. Foto: Mrugalla

Lotte. Mit neuem Schwung und Selbstvertrauen können die Sportfreunde Lotte am Samstag nachmittag zum Nachbarn SC Paderborn reisen. Nach dem Zwickau-Sieg soll nun in Ostwestfalen der zweite Sieg in Folge her (Samstag, 14 Uhr, Benteler-Arena).

Der 2:1-Heimerfolg gegen Zwickau spülte die Köpfe der Sportfreunde Spieler wieder frei. Der Glaube sowie die Zuversicht sind zurückgekehrt und sollen sich nun auch in Paderborn mit weiteren drei Punkten auszahlen.

Möglich sei das allemal, denn der Auftritt gegen Zwickau sollte Mut gemacht haben, sagt Lottes Flügelstürmer Jaroslaw Lindner. „Gegen Zwickau hatten wir alles in die Partei hereingelegt und es lief besser als zuvor. Wir konnten uns gute Chancen herausspielen und haben am Ende auch zu Recht gewonnen.“

Erfolgserlebnis

Das dem Erfolgserlebnis aber ein hartes Stück Arbeit vorausging, bestreitet Lindner nicht. „Bevor wir jubeln konnten, mussten wir wieder mal das schlucken, was uns in den letzten Wochen oft widerfahren war. Denn wir mussten ja diesem 0:1 hinterherlaufen und auch gegen Zwickau war es wieder ein Gegentreffer, der absolut vermeidbar war. Aber wir haben uns da nicht hängen lassen, haben weiter geackert und konnten sogar vor der Pause noch den Ausgleich erzielen. Das war extrem wichtig für uns, denn das ließ noch alle Chancen offen. In der zweiten Halbzeit kam Zwickau zu keinem richtigen Torschuss mehr und unserer Torwart Benedikt Fernandez musste nur noch einen Ball halten.“ Und weil Moritz Heyer schließlich noch das 2:1 erzielte, stand mit den Sportfreunden auch der verdiente Sieger fest.

Gerede von der Torflaute

Das einem Stürmer wie Jaroslaw Lindner in den vergangenen Wochen das Gerede von der Lotter Torflaute nicht gefallen hat, sollte klar sein. Der 28-Jährige hat aber einen Erklärungsansatz, warum die nötigen Tore nicht fielen: „Wir haben in den vergangenen Wochen einfach sehr viele Spiele gehabt und meistens auch noch unter der Woche gespielt. Das war schon sehr anstrengend und kann an die Substanz gehen.“ Selbst Bayern München habe im Monat schließlich nicht so oft gespielt wie Lotte: „Trotzdem haben wir alles versucht, um das Gerede von der Erfolglosigkeit zu beenden. Ich hoffe, dass Zwickau die Wende zum Besseren war und wir jetzt wieder öfter gewinnen.“

„Es gibt immer mal Wochen, wo es nicht läuft“

Auch sonst gibt es viele Stimmen in der Mannschaft, die jetzt auf bessere Zeiten in den noch verbleibenen Spielen hoffen. „Es gibt immer mal Wochen, wo es nicht läuft. Aber jetzt haben wir nach den zuvor sieben sieglosen Spielen in Folge hoffentlich den Bock umgestoßen und nun geht es auch wieder nach vorne“, so der 1,75 Meter große Angreifer.

Und das es tatsächlich so ist, können die Sportfreunde-Kicker am besten am Samstagnachmittag in Paderborn unter Beweis stellen. Auch beim Abstiegskandidaten wollen sie sich nicht hinten einigeln, sondern selbstbewusst vorne ihre Chancen suchen. „Wir müssen weiter unsere Punkte sammeln. Vergangene Woche hat Paderborn noch sein Spiel mit 0:4 verloren. Auch wenn wir in punkto Klassenerhalt eigentlich gerettet sein dürften, wollen wir weitermachen und weiter jedes Spiel gewinnen“, sagt der vierfache Saisontorschütze, der mit insgesamt 31 Pflichtspielen ein echter Dauerbrenner im Team ist.

Durchatmen und auch mal die kleinen Wehwehchen pflegen

In die Karten spielen könnte die ganz normale Trainingswoche nach den vielen englischen Wochen zuvor. Endlich konnten alle Spieler mal etwas durchatmen und auch mal ihre kleinen Wehwehchen pflegen lassen. „So eine normale Trainingswoche haben wir ja gar nicht mehr gekannt. Das ist schön, wenn man wieder in einen normalen Rhythmus ist und auch mal wieder etwas mehr Zeit für die Familie hat“.

Das es in Paderborn einen heißen Tanz geben wird, dürfte nicht nur Jaroslaw Lindner klar sein. Schließlich hatte Lotte im Hinspiel die Paderborner mit 6:0 aus dem Stadion gefegt. „Klar, das macht die Aufgabe jetzt nicht leichter. Wir werden jedenfalls wieder alles reinwerfen und sehen, wozu es reicht“.


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