Radwegverbindung Hollage-Halen Bahnübergang in Halen kein Hindernis für Radweg

Wollen die Radwegverbindung zwischen Hollage und Halen möglich machen: Dirk Havermeyer und Volker Holtmeyer (Radwegeinitiative), Markus Pieper (Europaabgeordneter), Dennis Schmitz (DB Netz AG), Werner Lübberink (NRW-Bahnchef) und Torben Schaaf (DB Netz AG).Wollen die Radwegverbindung zwischen Hollage und Halen möglich machen: Dirk Havermeyer und Volker Holtmeyer (Radwegeinitiative), Markus Pieper (Europaabgeordneter), Dennis Schmitz (DB Netz AG), Werner Lübberink (NRW-Bahnchef) und Torben Schaaf (DB Netz AG).

Lotte/Wallenhorst. Gute Nachrichten für die Radwegeverbindung zwischen Hollage und Halen: Der Bahnübergang auf Steinfurter Seite stellt prinzipiell kein Hindernis dar. Dies signalisierten Vertreter der Deutschen Bahn bei einem Besuch des NRW-Bahnchefs Werner Lübberink in Halen.

Lübberink war auf Einladung des Europaabgeordneten Markus Pieper (CDU) nach Lotte gekommen und hat dort unter anderem den Bahnübergang an der Hollager Straße in Halen in Augenschein genommen. Hier soll nach Wunsch von Bürgern und Politikern aus Lotte und Wallenhorst ein Radweg beide Gemeinden verbinden und Radfahrern damit Sicherheit vor dem motorisierten Verkehr auf der engen Straße verschaffen.

Eine Reihe von Problemen

Markus Pieper fasste für seinen Gast die Schwierigkeiten des Vorhabens zusammen: Der Radweg kreuzt von Halen gesehen zunächst die Bahnschienen, dann die Hase, die Landesgrenze nach Niedersachsen und schließlich den Osnabrücker Stichkanal. Einerseits wird das Projekt dadurch zu einer äußerst kostspieligen Angelegenheit, andererseits bereitet die Abstimmung über die Ländergrenze hinweg zusätzliche Schwierigkeiten.

Bahn ist grundsätzlich offen für das Vorhaben

„Da kommen ja alle klassischen Probleme zusammen“, sagte Lübberink schmunzelnd. Am Bahnübergang, so der Konzernbevollmächtigte, solle es jedoch nicht scheitern: „Wir werden uns da nicht sperren.“ Torben Schaaf, Leiter in der Produktionsplanung und -steuerung bei der DB Netz AG, gab vor Ort eine erste Einschätzung ab: „Wir haben es hier mit einer Anlage aus den Achtzigerjahren zu tun, die seitens der Bahn aufgrund ihres technischen Zustandes noch nicht zur Erneuerung anstehen würde. Jedoch sind wir als Kreuzungspartner immer offen für Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an höhengleichen Kreuzungen.“

Der Kreis Steinfurt als Baulastträger der Straße müsse mit dem Umbauwunsch auf die Netz AG zukommen, damit im nächsten Schritt die Vorplanungen beginnen können; ein Kollege in Hannover sei im Weiteren zuständig. Das sei bisher noch nicht geschehen: „An uns ist das Anliegen noch nicht offiziell herangetragen worden.“ Die reine Bau- und Planungszeit liege zwischen 3 und 5 Jahren. Die Kosten für die Kreuzung würden voraussichtlich gedrittelt: Bund, Bahn und Kreis hätten jeweils einen Anteil zu tragen.

Prozess soll nun in Gang kommen

Am Bahnübergang muss es also nicht scheitern, sofern der Prozess politisch und bürokratisch in Gang kommt – „eine gute Nachricht“, freuten sich Dirk Havermeyer und Volker Holtmeyer von der Radwegeinitiative „Bürgerradweg Hollage-Halen“. Havermeyer betonte: „Wir müssen jetzt das Signal geben, dass es schnell weitergehen soll und realisiert werden kann.“ Der Kreis Steinfurt habe ja bereits Planungskosten in Höhe von 25000 Euro im Haushalt angesetzt. Als nächsten Schritt will Markus Pieper gemeinsam mit der Radwegeinitiative einen Brief an Landrat Klaus Effing formulieren, damit der Prozess möglichst schnell voranschreitet. „Es gibt zwar sehr viele Probleme auf einmal, aber das soll uns nicht aufhalten“, betonte Pieper.


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