Verkehrs- und Umweltausschuss Knappe Mehrheit in Lotte für breiten Ausbau

(Noch) mehr Platz: Die Straße „Zum Attersee“ soll nun von 4,80 Meter Breite auf 6,50 Meter ausgebaut werden. Ursprünglich war eine Verbreiterung auf 5,75 Meter vorgesehen. Die 75 Zentimeter mehr schlagen mit 60000 Euro höheren Kosten zu Buche. Archivfoto: Angelika Hitzke(Noch) mehr Platz: Die Straße „Zum Attersee“ soll nun von 4,80 Meter Breite auf 6,50 Meter ausgebaut werden. Ursprünglich war eine Verbreiterung auf 5,75 Meter vorgesehen. Die 75 Zentimeter mehr schlagen mit 60000 Euro höheren Kosten zu Buche. Archivfoto: Angelika Hitzke

Lotte. Die Straße „Zum Attersee“ wird bald 6,50 Meter breit sein, entschied der Verkehrs- und Umweltausschuss in jüngster Sitzung und auch am Hansaring soll sich etwas tun: Der zweite Abschnitt des Radwegs wird Ende Oktober fertig.

Anfang März forderten CDU und FDP neue Pläne zum Straßenausbau „Zum Attersee“. Hintergrund: Aus Sicht der beiden Fraktionen sei das große Defizit der letzten Planungsschritte die Beschränkung der Straßenbreite auf 5,75 Meter. Dabei werde der landwirtschaftliche Verkehr nicht genügend berücksichtigt. Momentan ist der Weg 4,80 Meter breit.

60000 Euro mehr

Die neue Planung weißt nun eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern auf. Damit werde dem von CDU und FDP geforderten Anspruch der besseren und sicheren Durchfahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge entsprochen. Die Verwaltung muss für diese zusätzliche Breite selber in die Kasse greifen. Die zusätzlichen 75 Zentimeter schlagen mit Mehrkosten von rund 60000 Euro zu Buche. „Da es sich hier um eine Wohnstraße handelt, rate ich von einem noch größeren Straßenquerschnitt ab“, betonte Daniel Kloth von der Ingenieurgemeinschaft Flick während der Ausschusssitzung. Ebenfalls empfahl der Fachmann verkehrsberuhigende Elemente zu berücksichtigen. „Der Einbau von Aufpflasterungen ist dringend notwendig, damit nachher keine Rennstrecke aus der neu angelegten Straße wird“, sagte er. Zur Erinnerung: Eine sieben Meter breite Straße schwebte zuletzt CDU und FDP vor - hiervon riet Kloth schon in der vergangenen Sitzung ab.

Kritische Stimmen

Stefan Franke von den Grünen äußerste sich kritisch zur neuen Planung: „Wir erweitern hier eine Straße nach Bauchgefühl und verlassen uns nicht auf den Rat der Fachleute. Wo soll das in Zukunft hinführen? Wo wird es mit der Straßenbreite zu Ende sein?“ Werner Birkhan (SPD) meinte: „Für eine unnötige Straßenverbreitung 60000 auszugeben ist unverantwortlich.“ Werner Schwentker von der CDU ist da ganz anderer Meinung: „Mit den letzen beiden Entwürfen waren wir nicht einverstanden. Jetzt haben wir hier eine komplette Straße.“

Knappes Ergebnis

Die Entscheidung im Ausschuss fiel knapp aus. CDU (vier Sitze), FDP (ein Sitz) stimmte geschlossen für die Verbreiterung der Straße. Diedrich Hesse und Stefan Franke von den Grünen stellten sich geteilt auf: Hesse sagte „Ja“, Franke „Nein“ - wie auch die SPD-Fraktion (vier Sitze). Damit ist es entschieden: Die Ausführungsplanung für die Straße „zum Attersee“ mit 6,50 Metern Fahrbahrbreite und Aufpflasterungen zur Verkehrsberuhigung kann erarbeitet werden.

Zweiter Bauabschnitt des Radweges am Hansaring

Seit 2013 ist der erste Bauabschnitt des Radweges am Hansaring fertig. Von der Einmündung am Riegeweg bis zum Botterbusch-Kreisel kann sicher geradelt werden. Jetzt geht es darum, den Radweg mindestens bis zur Einmündung der Cappelner Straße fortzuführen. Eigentlich sollte dieses Stück 2016 schon fertig werden. Jedoch habe sich die Flächensicherung als sehr schwierig erwiesen, erklärte die Verwaltung. Nun seien die Planung soweit, dass das Projekt ausgeschrieben werden könne. Einstimmig brachte der Ausschuss dies auf den Weg und hielt dabei fest: Ende Oktober 2017 soll der Radweg fertig sein.


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