Auch Ältere überzeugt Urlaubsfeeling am Botterbuscher Sandstrand

Von Astrid Springer


Lotte. „Klotzen, nicht kleckern!“, das dachten sich die Botterbuscher Schützen bereits zur ersten Beachparty, die traditionell am Freitagabend vor dem Schützenwochenende stattfindet. Für das imaginäre Strandfeeling zur vierten Beach-Party „Quattro“ ließen sie in diesem Jahr knapp vierzig Tonnen Sand vor dem Festzelt entladen. Strandkörbe, Liegen und diverse Sonnenschirme rundeten das Ambiente ab.

„Mit einer schlichten Zeltdisco lockt man heute keine Maus mehr hinterm Ofen vor“, ist Daniel Glindhaus überzeugt. Er hatte mit drei weiteren Jungschützen vor vier Jahren die Idee von der Strand-Party ausbaldowert. Vom Verein bekamen sie grünes Licht, und seither organisieren Marcel Cord, Daniel Glindhaus sowie Florian und Nils Lamping zusammen das Event.

Und damit lagen sie offenbar goldrichtig, denn die Cocktails am Botterbuscher Strand entwickeln sich seither zum breiten Erfolgsrezept. Inzwischen hat sich die Botterbuscher Beach-Party herumgesprochen, und zu den unzähligen jungen Leuten aus der Region, die jedes Jahr von Osnabrück bis Recke, aus Leeden, Ledde, Lengerich oder Laggenbeck anreisen, gesellten sich am Freitagabend zunehmend auch Gäste der Elterngeneration.

„Wir haben gehört, dass es hier gut ist“, bestätigt Frank Laumeier aus Westerkappeln, der direkt vom Spielfeld mit den alten Herren aus Velpe hier einlief, mit von der Partie Ralf Najorka, Lars Mutert und Ingo Kühn. Die Organisatoren freut das, ihnen kann es nur recht sein.

Wir haben uns heute auf insgesamt 1400 Besucher eingestellt, so Marcel Cord, der in zwei großen Kühlwagen 1500 Liter Bier nebst aller erdenklichen Cocktailzutaten vorhält. Möglich ist das durch eine Kooperation mit Martina Cord, die das Catering für das eigentliche Fest der Botterbuscher Schützen übernimmt.

Einen Wermutstropfen müssen die Organisatoren allerdings schlucken, denn durch die Größe der Festivität können sie auf einen professionelles Sicherheits-Team nicht mehr verzichten, „Wir können und wollen Agressionen nicht selbst schlichten.“ Das habe die Erfahrung der ersten Jahre gelehrt. Bis auf Weiteres verlief denn auch alles friedlich, und noch nach Mitternacht warteten unzählige Gäste an der Kasse auf ihren Einlass, um bei Tanzmusik, Cocktails und Strandfeeling bis in die frühen Morgenstunden zu feiern.

Im Verlauf der Nacht kam es dann aber doch noch zu Ausschreitungen. Das Security-Team konnte die Störenfriede zum Glück schnell ausmachen und der Polizei übergeben. Daraus wird das Organisations-Team Konsequenzen ziehen, „Das Security-Team wird vergrößert, und das Verlassen des Platzes wird künftig mit dem Verlust des Eintritts einhergehen“, so Glindhaus. Damit soll das billige und damit häufig unmäßige Trinken im Gebüsch unterbunden werden. Darüber hinaus wird eine persönliche Eingangskontrolle stattfinden. „Die können sich gerne hauen, aber bitte nicht da, wo wir feiern wollen“, stellt der Schütze klar.

Von der Stimmung her haben wir aber eine Super-Party gehabt“, resümiert er und verspricht: „Wir werden die Botterbuscher Beach-Party im nächsten Jahr ganz sicher wieder feiern!“ Worauf sich die insgesamt rund 1500 Gäste bereits jetzt freuen dürften.