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Bunter Karneval der Landfrauen Haus Hehwerth – die Alt-Lotter Jeckenhochburg

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Lotte. „Hello Again“ hätte am Sonntag das Motto des ersten karnevalistischen Frühschoppens der Alt-Lotter Landfrauen im Haus Hehwerth heißen können. In der Narrhalle sang auch ein Howard Carpendale-Double.

Als Bürgermeister Rainer Lammers dann kurz nach 11.11 Uhr eintraf, startete die Landfrauenvorsitzende Ilse Lange in den konfettibunten Tag. Sie sowie die Vorstandsdamen Brigitte Mohr und Gabriela Würfel waren als historische Marktfrauen in Holzschuhen im bunt dekorierten Haus Hehwerth unterwegs.

Lokalkolorit in der Bütt

Ilse Lange begrüßte auch die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek im Flower-Power-Kostüm. Die Landfrau vertiefte in der Bütt verschiedentlich die Lachfalten der Zuhörer. Lokalkolorit griff sie mit dem Brückenbau über die Gleise am Lotter Bahnhof auf: „Es gibt bald ein großes Brückenfest – so haben wir’s vernommen, damit sich Wersen und Lotte endlich näher kommen.“ Auch favorisierte sie einen Rathausbau in Alt-Lotte, denn die Gemeinde sei nicht länger durch den Autobahnstau bekannt, sondern: „Jetzt haben wir die Sportfreunde, die machen uns richtig bekannt.“

Träume vom Ruhestand

Nun betrat Margaretha Grünen die Bütt. Auch nach ihrem Wegzug von Lotte nach Frankfurt blieb sie den Landfrauen treu und bereicherte zurückliegende Veranstaltungen in Lottes „Guter Stube“. In der Wahlheimat Frankfurt ist sie aktive Karnevalistin im Verein „Die fidelen Eckenheimer“ – und ließ für die Landfrauen sogar den Karnevalsumzug durch die Bankenstadt sausen.

Wunderbar waren die Vorstellungen, wie sie von der Firma verabschiedet und daheim das Rentenalter beginnen würde. Wie schön wäre es doch, wenn ihr Mann sie nach ihrer langen Berufstätigkeit hofieren und jeden Wunsch von den Augen ablesen würde. Von wegen. Sie wird ganz formell nach Hause geschickt. Nun ist ihr Mann der Chef. „Ich darf machen, was er will“, klagte die Rentnerin.

„Howie“ erobert die Herzen mit samtweicher Stimme

Als Ilse Lange einen Sänger mit weicher erotischer Stimme ankündigte, war klar: Howard Carpendale (Thomas Holst) eroberte umgehend die Herzen des Publikums. Die Besucher standen auf, klatschten, sangen textsicher auch „Alice“, Ti amo“ und „Das schöne Mädchen“ mit. Er begrüßte viele per Handschlag und mit englischem Zungenschlag herzlich.

Besonders hatte es ihm die Ehrenvorsitzende Annemarie Hahner, als Burgfräulein verkleidet, angetan. Mit „Griechischer Wein“ trug Howie eine gesangliche Hommage an Udo Jürgens vor und gab die Zugabe „Hello Again“ – bereits abreisefertig umgekleidet.

Sekt in der Hand

Viel geübt für ihre Gesangsbeiträge zur Musik von Heiner Diekamp, der zum Mitsingen und Schunkeln einlud, hatten auch die Landfrauen Ilse Lange, Brigitte Mohr und Gabriela Würfel. Zu heißen Sambarhythmen hieß es: „Karneval auf dem Land mit dem Sekt in der Hand.“ Und gefeiert wird dann von Lotte bis zum Zuckerhut.

Damit alle die vergnüglichen fast fünf Stunden durchhalten konnten gab es herzhafte „Narren-Nahrung“ von Cords Catering. Pia Bovenschulte hielt mit Übersicht die Servicefäden in den Händen.

Sich krank zu lachen ist gesund

Einmal mehr spitzen alle in der Landfrauen-Narrhalla die Ohren, als Oberschwester Helga von Station 3 ihre Mini-Bühne betrat. „Vielen Dank für die freundliche Empfängnis“, sagte sie, als der erste Applaus beendet war. Zotig erotisch berichtete sie aus Berufs- und Privatleben.

Sie war sicher: „Der liebe Gott war kein Ingenieur. Wer kommt auf die bescheuerte Idee, das Abwasser mitten durchs Vergnügungsviertel laufen zu lassen.“ Ihr Tipp zum Schluss: „Nichts ist gesünder, als sich ab und zu krank zu lachen.“

Facility-Trio: Die „Geschwister Dust“

Nun, bei den „Geschwistern Dust“ lebten die Alt-Lotter Jecken anschließen weiterhin richtig gesund. Das musikalische Facility-Trio lästerte über die letztlich unverzichtbaren Männer ab. Aber auch die Schwestern nahmen sich auf die Schippe. Eine hatte sich bei einer Beisetzung danebenbenommen. „Das macht man nicht. Man wirft die Blumen nicht nach hinten, um zu gucken, wer als nächstes drankommt.“

Und so schwappten die Frohsinnswogen bei den Landfrauen einmal mehr hoch durchs Haus Hehwerth. Angesichts der Männer, die berufstätige Frauen begleiteten, waren die Organisatorinnen bestätigt, eine Karnevalsfeier am Sonntag auszurichten.


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