Vom Überwinden und Unterlaufen Radwegprojekt von Lotte nach Osterberg nimmt Fahrt auf

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Bald mehr Platz für Radler? Mit dem sechsspurigen Ausbau des Lotter Kreuzes wird auch die Autobahn-Brücke über die Lengericher Straße neu gebaut. Foto: Frank WiebrockBald mehr Platz für Radler? Mit dem sechsspurigen Ausbau des Lotter Kreuzes wird auch die Autobahn-Brücke über die Lengericher Straße neu gebaut. Foto: Frank Wiebrock

Lotte. Der Plan des Vereins „Wir für Osterberg“, einen Radweg von Alt-Lotte in Richtung Tecklenburg zu bauen, nimmt Fahrt auf: Der Verkehrs- und Umweltausschuss hat sich mit einer aktuellen Machbarkeitsstudie für das Projekt beschäftigt.

Der Wunsch, die Ortsteile der Gemeinde Lotte durch ein gut ausgebautes Radwegenetz miteinander zu verbinden, ist alt – und mit den Bürgerradwegen durch die Deewege und an der Achmerstraße bereits ein Stück weit realisiert. Die Etappe Alt-Lotte/Osterberg steht allerdings noch aus. Und das schon ziemlich lange: Im August 2015 hatte der Verein Wir für Osterberg der Gemeinde seine Mithilfe beim Bau eines Radweges entlang der Lengericher Straße angeboten und auf baldigen Baubeginn gedrängt.

Zwei neue Autobahn-Brücken

Nicht zuletzt wegen des geplanten sechsspurigen Ausbaus des Lotter Kreuzes, in dessen Zuge auch die beiden Brücken, die die Lengericher Straße über die A 30 und unter der A 1 herführen, komplett erneuert werden, hat auch das Projekt Radweg Alt-Lotte/Osterberg wieder Fahrt aufgenommen. Frank Diederich vom Ingenieurbüro D.S.L. in Westerkappeln hat den Ausschussmitgliedern die Ergebnisse seiner Machbarkeitsstudie vorgestellt.

„Eine Herzensangelegenheit“

„Der Radweg von Osterberg nach Alt-Lotte ist eine Herzensangelegenheit“, betonte Frank Diederich auch die überregionale Bedeutung des Projekts. Der Landesbetrieb Straßen NRW unterstütze das Vorhaben grundsätzlich und habe bereits signalisiert, dass auch die Pläne für eine Weiterführung des Radweges von Leeden bis nach Tecklenburg auf einem guten Weg seien. Und – noch eine gute Nachricht konnte Diederich den Ausschussmitgliedern nach Erstellung der Machbarkeitsstudie präsentieren: Ein durchgehend 2,50 Meter breiter Radweg Alt-Lotte/Osterberg sei durchaus zu realisieren.

Kosten durch Eigenleistung minimieren

Mit Kosten von geschätzten 175 Euro pro laufenden Meter – ohne Fördermittel und Eigenleistung veranschlagt – ergeben sich laut Diedrich Gesamtkosten von rund 760 000 Euro. „Das liegt im normalen Bereich“, urteilte der Ingenieur. Zumal das Engagement der Osterberger bekanntlich hoch sei – und durch die zu erwartende Eigenleistung die Kosten weiter minimiert würden.

Suche nach sicheren Lösungen

Allerdings gibt es auf der etwa 4,35 Kilometer langen Strecke einige Knackpunkte, die es – je nach Hindernis – entweder zu überwinden, zu unterlaufen, zu durchbrechen oder weitläufig zu umgehen gilt. Neben den Querungen über die A 30 und unter der A 1 hindurch müssen die Radler auch den Osterberger Mühlenbach und die felsige Böschung gleich zu Baubeginn hinter dem zentralen Kreisel passieren. Auch der Kreuzungsbereich an der Lengericher Straße/Münsterstraße/Hasberger Straße erfordert eine sichere Lösung.

Gespräch mit dem Landesbetrieb

„Anfang März ist ein Gespräch mit dem Landesbetrieb Straßen geplant“, teilte Bauamtsleiterin Astrid Hickmann den Mitgliedern des Verkehrs- und Umweltausschusses mit. Dabei werde auch der geplante Radweg ein Thema sein. Über die Ergebnisse des Gesprächs werde sie dann am 4. April in der nächsten Sitzung des Gremiums ausführlich informieren. Als weitere Schritte in Richtung Realisierung des Radwegs stehen dann eine Informationsveranstaltung für die Bürger, das Beantragen von Fördermitteln sowie die Kontaktaufnahme zu dem einen oder anderen Anlieger wegen eines möglichen Grunderwerbs für die Trasse an.


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