Kommentar zum Ehrenamt Keine Selbstbedienungsmentalität im Lotter Rat

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Lottes Kämmerer Jörg Risse muss sich wegen der Aufwandsentschädigungen für die Ratsmitglieder keine Sorgen um die Gemeindefinanzen machen. Foto: Angelika HitzkeLottes Kämmerer Jörg Risse muss sich wegen der Aufwandsentschädigungen für die Ratsmitglieder keine Sorgen um die Gemeindefinanzen machen. Foto: Angelika Hitzke

Lotte. Das Bundesverfassungsgericht entlässt die Abgeordneten von Land- und Bundestag nicht aus der Verantwortung, über ihre eigenen Diäten zu beschließen. Gleiches müssen Lottes Ratsmitglieder. Schon deshalb ist der Vorwurf der Selbstbedienung unberechtigt.

„Die genehmigen sich selbst einen Stundenlohn von 2500 Euro.“ Wer diesen Vorwurf erhebt, sorgt für Empörung über die Selbstbedienungsmentalität von Politikern und macht eine sachliche Diskussion nahezu unmöglich. Die Aussage entspricht aber nicht der Wahrheit, stellt bestenfalls ein alternatives Faktum nach Trumpschem Vorbild dar.

Populär ist nahezu jede Attacke auf unsere Politiker, durchdacht aber in den seltensten Fällen. Wenn die Bundeskanzlerin den Bruchteil eines Dax-Managergehaltes erhält, die Bezüge von Abgeordneten seit Jahrzehnten deutlich geringer ansteigen als die Löhne und junge, vielversprechende Köpfe deshalb eine politische Karriere ausschlagen, dann muss das Demokraten alarmieren.

Egal, wie der Lotter Rat im März entscheidet, kein Ratsmitglied wird dadurch reich und die Gemeinde Lotte nicht arm werden. Die Anpassung der Aufwandsentschädigungen taugt überhaupt nicht zum Skandal.


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