Viel los in Lotter Jugendtreffs Bansen, Sit In und Westside halten Rückschau

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Lotte. Die Lotter Jugendtreffs Bansen, Sit In und Westside blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Was ist 2016 alles passiert in der Lotter Jugendarbeit?

Ursula Tschauder und Bianca Feist freuen sich nun sehr über zwei freie Wochen um die Jahreswende. „Das war wieder ein sehr ereignisreiches Jahr“, sind sich die Alt-Lotter Jugendpflegerinnen vom Jugendtreff Bansen einig. Insgesamt sei alles erfolgreich verlaufen; alle Angebote haben stattgefunden und die Nachfrage ist überaus groß. „Es gibt kaum kleine Aktionen, bei denen nur eine von uns als Betreuerin dabei sein muss. Bei Fahrten müssen sehr oft Busse gemietet werden“, so Tschauder. Als Beispiel nennt sie eine kürzliche Fahrt ins Nettebad, bei der glatt fünfzig Kinder mitgekommen sind. Die hohe Nachfrage sei zwar erfreulich, bringe jedoch auch mehr Aufwand mit sich. Tschauder, die in diesem Jahr für ihr 25. Dienstjubiläum geehrt wurde , hat in ihrer Zeit im Lotter Treff eine stetige Veränderung wahrgenommen. So sei das Publikum des Bansen über die Jahre jünger geworden und nehme die Betreuer tendenziell mehr in Anspruch.

Müllsammeln auf der Kippe

Die jährliche Müllsammelaktion im März, die in Alt-Lotte vom Bansen betreut wird, stand in diesem Jahr zunächst unter keinem guten Stern. Tschauder und Feist hatten ähnlich wie in den Vorjahren im Vorfeld mit einem Mangel an Betreuungspersonal zu kämpfen. „Es haben sich einfach zu wenige Eltern und Vereine engagiert“, blicken sie zurück. Letztendlich fanden sich jedoch einige ehrenamtliche Betreuer und Teilnehmer, darunter etwa Detlef Salomos Konfirmandengruppe.

Neuzugänge im Bansen-Team

Beim Sommerferienprogramm konnten die Jugendpflegerinnen auf Unterstützung vom syrischen Praktikanten Danial Sakka und der FSJlerin Christin Seidel setzen. Fast alle Bansen-Aktionen aus dem Ferienspaß fanden statt und waren gut besucht.

Nach den Ferien kamen außerdem Daniel Szabo als europäischer Freiwilliger sowie Eileen Bögel als weitere FSJlerin hinzu. Zusammen mit Betreuerin Doris Fulbrecht sind die jungen Freiwilligen eine Entlastung und Hilfe für die beiden Jugendpflegerinnen.

Neue Gerätehütte

Seit dem Sommer steht eine weitere Neuheit im Garten des Jugendtreffs: ein hölzernes Gerätehaus . Fußbälle, Tore, Spielsachen, Sitzgelegenheiten und der Grill müssen nun nicht mehr auf dem Dachboden des Treffs gelagert werden.

Bemerkenswerte Aktionen waren für Tschauder und Feist in diesem Jahr etwa die Produktion eines eigenen Hörspiels mit den Treffbesuchern, das bei Radio RST ausgestrahlt wurde. Eingeführt wurden auch regelmäßige Fahrten ins Kino, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

„Kulturrucksack“ gut angelaufen

Positiv berichten Ursula Tschauder und Bianca Feist über den „Kulturrucksack NRW“, ein Landesprojekt, das die Finanzierung einzelner Aktionen ermöglicht. Dadurch konnte der Treff beispielsweise Airbrush-Workshops kostengünstig anbieten. Bis zum 9. Januar hat der Bansen noch geschlossen, dann geht es weiter.

Das Jahr im Sit In

Auch der Wersener Jugendtreff Sit In hat ein turbulentes Jahr hinter sich, berichtet Treffleiter Robert Budde. Wie Ursula Tschauder ist auch er in diesem Jahr für 25 Jahre Jugendarbeit geehrt worden . Im Januar nahm der Treff einen Schülerpraktikanten chinesischer Herkunft vom Krüger-Internat auf. „Das war eine tolle Erfahrung“, so Budde. Der junge Mann habe die Jugendarbeit im Sit In sehr höflich und hilfreich unterstützt und habe dabei zunehmend Spaß am Umgang mit den Jugendlichen gewonnen.

Überraschung im Frühjahr

Überraschend ist zum April Buddes Kollegin Lisa Runde an das Osnabrücker Jugendzentrum Ziegenbrink gewechselt. Seiner Kollegin sei die Möglichkeit eines Ortswechsels nach Osnabrück sehr entgegengekommen, erzählt Budde; deshalb haben er und die Mediencooperative Steinfurt als Anstellungsträgerin dem selbstverständlich nicht im Weg stehen wollen. Dennoch sei die kurzfristige Programmplanung zunächst schwergefallen. Mit ehrenamtlicher Hilfe konnte das Sit-In-Team das Osterprogramm jedoch erfolgreich auf die Beine stellen.

Neue Kooperation mit Gesamtschule

Das Sit In ist seit diesem Sommer erstmals Nachbar der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln: Die Fünftklässler sind eingezogen. Als erster Schritt in Richtung einer Zusammenarbeit mit der Gesamtschule hat der Sit In einen zusätzlichen Tag für das Schülercafé eingeräumt. Einmal die Woche können die neuen Fünftklässler ihre Mittagspause im Jugendtreff verbringen.

Reibungsloses Sommerprogramm dank Teamarbeit

Das Sommerprogramm verlief auch im Sit In reibungslos – und das, obwohl Treffleiter Budde die Hälfte der Zeit mit einem Reha-Aufenthalt verbrachte. Die FSJler Aileen Gewohn und Kjell Barkhau konnten hier gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern sowie Jugendpfleger Mirko Harmel und dem Vorsitzenden des Gemeindejugendrings, Hans-Jürgen Fiedler, jedoch aushelfen.

Seit Oktober steht Dennis Heger als Nachfolger von Lisa Runde fest. „Er kommt bei den Besuchern super an“, so Budde. Die 14-Jährige Lisa-Marie Rehbock bietet seit November einmal wöchentlich ein Kreativangebot im Sit In an; sie absolviert damit das Schulprojekt „Sozial genial“. Auch das werde sehr gut angenommen, so Budde. Unterstützt wird sie von Cansu Adam, die unter anderem im Sit In ihr Anerkennungsjahr zur Erzieherin absolviert.

Gitarrenkurs für Flüchtlinge

Lothar Gustenberg hat im Treff einen Gitarrenkurs für Flüchtlinge ins Leben gerufen. Immer donnerstags treffen sich nun vier bis sechs Flüchtlinge. Das Angebot steht aber auch allen anderen zur Verfügung, betont der Treffleiter.

Was gibt es 2017?

Recht wenig Besucherresonanz erzielte allerdings der dritte Lichterflohmarkt im November in der Aula der Gemeinschaftshauptschule. Das gemeinnützige Projekt war gemeinsam mit Schulsozialarbeiter Günter Büter und GHS-Lehrerin Alexandra Loreck auf die Beine gestellt worden. Im kommenden Jahr wird es möglicherweise ein anderes Benefizprojekt geben.

Für 2017 plant Budde weitere Projekte mit dem Airbrush-Künstler Christian Anschütz. Unter anderem soll ein Pullover-Design für die Billardgruppe entstehen, deren Saison im Januar wieder losgeht. Ein neues Wandbild wird zudem künftig den Eingangsbereich verschönern. Auch über weitere Kooperationen mit der Gesamtschule denkt der Treffleiter nach.

Nach überstandener Durststrecke im Frühjahr habe sich alles recht gut entwickelt, so Budde. Darauf könne das Sit-In-Team durchaus stolz sein.

Rückblick des Bürener Treffs „Westside“

Ein Highlight von 2016 ist für Mirko Harmel vom Bürener Jugendtreff Westside das Hip-Hop-Konzert , das er im März in den Räumen des Treffs mit dem befreundeten Rapper „Sking“ organisiert hat.

Positiv ist auch ein Jugendaustausch in Belgien in Erinnerung geblieben: Jugendliche mit Förderbedarf hatten dort an einem Hip-Hop-Projekt teilgenommen und eine Woche lang Musik gemacht und eigene Texte geschrieben. „Das war unglaublich!“, so das Resümee des Jugendpflegers. Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, darunter Migranten-Kids oder Menschen mit Behinderung, seien bei diesem Projekt zusammengekommen – ein echtes EU-Vorzeigeprojekt.

Toller neuer Billardtisch

Seit Kurzem schmückt außerdem ein nagelneuer 9-Fuß-Billardtisch den Westside. „Kaum ein Jugendtreff hat so einen tollen Tisch.“

Generell sei er mit dem Jahr sehr gut zufrieden. Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde habe dazu beigetragen, dass sich der Bürener Treff als eine feste Anlaufstelle für Menschen in einer Altersspanne von acht Jahren bis Mitte Zwanzig etabliert habe.


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