Lotte wíll Steuer herumreißen Heimspiel gegen Spitzenreiter Duisburg am Sonntag

Da half aller Einsatz nicht: Auch bei Andre Dej (im gelben Trikot) war beim 0:3 gegen den VfL Osnabrück irgendwann die Luft raus. Im Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenführer Duisburg hofft er auf die alte Stärke der Sportfreunde. Foto: MrugallaDa half aller Einsatz nicht: Auch bei Andre Dej (im gelben Trikot) war beim 0:3 gegen den VfL Osnabrück irgendwann die Luft raus. Im Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenführer Duisburg hofft er auf die alte Stärke der Sportfreunde. Foto: Mrugalla

Lotte. Bei den Sportfreunden Lotte jagt momentan ein Spitzenspiel das andere. Nach dem Nachbarschaftsvergleich mit dem VfL Osnabrück gastiert nun am Sonntagnachmittag der Spitzenreiter MSV Duisburg am Lotter Kreuz (Anstoß 14 Uhr).

Spätestens dann muss die große Enttäuschung über das 0:3 beim VfL Osnabrück aus den Köpfen verschwunden sein. Fraglich ist nun, ob die desillusionierende Niederlage bei allen Beteiligten Nachwirkungen haben könnte oder der Fokus bereits wieder voll auf den Tabellenführer von der Wedau liegt.

Das Positive sehen

Keine Frage, dass die Niederlage in Osnabrück noch einige Zeit in den Köpfen der Sportfreunde herumgeisterte. Es gab keinen, der das Ergebnis am vergangenen Wochenende einfach so abstreifen und zur Tagesordnung übergehen konnte. Das war auch bei SFL-Mittelfeldspieler André Dej so, der aus der Osnabrück-Partie aber auch die positiven Aspekte hervorhob. „Wir hatten dort in den ersten 45 Minuten doch gar nicht so schlecht gespielt. Bis zum 0:1 war es sogar richtig gut von uns. Wir waren lauffreudig, hatten unsere Torchancen und hätten auch einen Treffer setzen können. Ich denke, das hatte jeder gesehen und ist uns ja auch von neutraler Seite bestätigt worden“, so der 24-Jährige.

Hätte, wäre, wenn...

Dass der Mannschaft auch der unglückliche 0:2 -Rückstand erst nicht viel anhaben konnte, hätten die weiteren Offensivbemühungen der Sportfreunde gezeigt, wie Dej betont: „Ich finde, dass alle auch nach dem Rückstand noch gut fünf Minuten ansehnlich weitergespielt hatten und sich keiner hängen ließ. Schließlich kann es immer mal passieren, dass man zwei Gegentore kassiert. Unser Ziel war danach natürlich der Anschlusstreffer kurz vor oder nach der Pause, der noch neue Kräfte freigesetzt hätte. Das Spiel wäre dann vielleicht noch anders gelaufen.“, meint Dej.

Nach drei Gegentreffern war die Luft raus

Doch dazu kam es nicht mehr und die Sportfreunde mussten eine schmerzliche 0:3-Niederlage hinnehmen. Nach der Pause konnte die Mannschaft keinen neuen Mut entwickeln, um den großen Nachbarn noch das ein oder andere Tor einzuschenken. „Wir müssen uns schon ankreiden lassen, dass wir in den zweiten 45 Minuten unsere Normalform nicht mehr erreicht haben. In der zweiten Halbzeit hatten wir nahezu alle 50:50-Bälle verloren und im Zusammenspiel die falschen Entscheidungen getroffen. Daher kamen wir auch nicht mehr für den Ehrentreffer infrage. Insofern muss man schon sagen, dass nach dem 0:3 jedes Aufbäumen fehlte, was eigentlich ungewöhnlich für uns ist, weil wir sonst immer bis zum Schluss alles geben“.

Auch André Dej selbst war mit sich unzufrieden, weil seine sonst gefürchteten Freistöße nicht so gefährlich auf das gegnerische Tor kamen, wie er es eigentlich kann. „Da nehme ich mich nicht aus und das wird hoffentlich im nächsten Spiel gegen den MSV wieder besser klappen“.

Beruhigungspille für die Winterpause

Die Chance zur Wiedergutmachung können die SFL-Kicker nun also am Sonntag nutzen. Mit einem Sieg gegen den Tabellenführer MSV Duisburg würde sich die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur bringen, was nach nur zwei Siegen aus den letzten acht Spielen auch gut für die Moral wäre. Gelingt jetzt mit dem Heimvorteil im Rücken wieder ein Sieg, käme man zwei Spieltage vor der Winterpause schon der 30er-Punkte-Marke sehr nahe. Und das hätte vor Saisonbeginn sicher so keiner gedacht.


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