Leinentaschen für die Regenbogenkita Kleine Lotter üben sich im Plastikverzicht

Nicht nur mehrfach, sondern auch vielseitig verwendbar, das haben die Kleinen sofort herausgefunden und die Erwachsenen Ursula Wilm-Chemnitz, Swena Lingnau, Rainer Lammers und Marc-Philipp Nikolay für gut befunden. Foto: Erna BergNicht nur mehrfach, sondern auch vielseitig verwendbar, das haben die Kleinen sofort herausgefunden und die Erwachsenen Ursula Wilm-Chemnitz, Swena Lingnau, Rainer Lammers und Marc-Philipp Nikolay für gut befunden. Foto: Erna Berg

Lotte. Die erste Lotter Aktion zum Kreis-Projekt „Plastiktütenfreier Kreis Steinfurt“ ist schon angelaufen und hat damit einen Schnellstart hingelegt. Alle Kinder im kommunalen Regenbogen-Kindergarten erhielten Leinentaschen mit dem neuen Gemeindelogo.

Bürgermeister Rainer Lammers, Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz und Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay überreichten den Kindern, die an diesem Tag nicht wegen Magen-und Darmgrippe zu Hause bleiben mussten, kleine Leinentaschen mit dem Logo „Mein Lotte“, entworfen von Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer.

Kinder als gutes Bespiel für Eltern

Als Einrichtungsleiterin Swena Lingnau den Kindern den Besuch vorstellte, freute sich Slavko ganz besonders doll, denn er dachte, mit „Herrn Nikolay“ sei der Nikolaus schon eine Woche vor seiner Zeit gekommen. „Wir haben euch kleine Stoffbeutel mitgebracht, die ihr häufig benutzen könnt. Wenn ihr mit euren Eltern mal einkaufen geht und sie nach einer Plastiktüte greifen, dann könnt ihr nein zu dieser Tüte sagen und darauf hinweisen, dass ihr doch eine eigene Stofftasche habt.“

Plastikfrei von Geburt an

Benjamin wusste schon ganz genau, warum man keine Plastiktüten verwenden soll: „Das ist nicht gut für die Umwelt!“, belehrte er die Erwachsenen und seine kleinen Kollegen. Etwas später fügte er hinzu: „Das hatte ich schon im Kopf, als ich geboren wurde!“

Umweltbildung von Kleinauf

Sie können noch nicht lesen, aber trotzdem lernen die Kinder schon früh, was für die Umwelt gut und was nicht so gut ist. „Umwelt ist ein regelmäßig wiederkehrendes Thema bei uns“, betonte Swena Lingnau. „Es fängt schon beim Frühstück an, das nicht in Plastiktüten, sondern in Butterbrotdosen mitgebracht werden soll. Im Kindergarten haben wir schon lange die gelbe Tonne. Auf dem Dach ist Fotovoltaik. Wir gehen regelmäßig in den Wald und achten darauf, was dort nicht hingehört. Wir sprechen darüber, wie lange es dauert, bis Plastikmüll sich zersetzt hat, dass Tiere im Wasser und auf dem Land durch den Müll gefährdet sind. Wir gehen mit kleinen Gruppen einkaufen und sehen dann häufig überflüssig oder mehrfach verpackte Sachen.“

Projekte mit der Gemeinde

Eine ganze Menge guter Nachrichten aus der Kita, über die sich die Umweltbeauftragte und der Klimaschutzmanager sehr freuten. Wilm-Chemnitz machte dem Kindergarten das Angebot, das Kompostwerk in Saerbeck zu besichtigen. Außerdem sah sie sich in den Räumen nach energetischem Verbesserungsbedarf um. Da Anfang nächsten Jahres aber erst einmal die Sanierung des Kindergartens bevorsteht, einigte man sich auf einen Energierundgang nach der Bauphase.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUD) unterstützt laut Nikolay das Projekt mit Fördermitteln. Bisher haben sich 23 von 24 Gemeinden entschlossen „plastiktütenfrei“ zu werden. Das kann nur gelingen, wenn Handel und Konsumenten die Aktion aktiv unterstützen. Die Regenbogenkinder haben es verstanden und tragen die großartige Idee vorbildlich mit ihren kleinen Taschen in die Familien und Geschäfte.


„Plastiktütenfreier Kreis Steinfurt“ ist ein Kooperationsprojekt des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit gemeinsam mit dem Umwelt- und Planungsamt, der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt mbH (EGST)  und der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH (WeSt) . Informationen sind unter www.kreis-steinfurt.de zu erhalten.

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