Gesundheitsamt eingeschaltet Magen-Darm grassiert an Kindergärten in Westerkappeln

Von Katja Niemeyer

In Westerkappeln grassiert ein Magen-Darm-Virus. Archivbild: David Ebener/dpaIn Westerkappeln grassiert ein Magen-Darm-Virus. Archivbild: David Ebener/dpa

Ein Magen-Darm-Virus hat in Westerkappelner Kindergärten zahlreiche Kinder und Erzieher außer Gefecht gesetzt. Das Gesundheitsamt wurde eingeschaltet. Der Verdacht auf Noro-Viren besteht.

Westerkappeln. In den Westerkappelner Kindertageseinrichtungen hat ein Magen-Darm-Virus zahlreiche Erzieher und Kinder außer Gefecht gesetzt. Ob es sich dabei um den gefürchteten Norovirus handelt, sei noch offen, erklärt Kirsten Weßling, Sprecherin des Kreises Steinfurt. Eine Aufseherin des Gesundheitsamtes stattete den betroffenen Einrichtungen gestern einen Besuch ab, um sich ein Bild von der Lage zu machen und über verstärkte Hygienemaßnahmen zu informieren.

Übelkeit und Durchfälle

Erzieher und Kinder klagen über Übelkeit und teils starke Durchfälle. „Das ist schon sehr heftig“, berichtet Anja Peters, Leiterin des Kindergartens Am Kapellenweg. Sechs von 16 Erzieherinnen hätten sich krank gemeldet. Auch zahlreiche Kinder habe es erwischt. Die Einrichtung ist zwar nicht geschlossen, der für heute geplante Vorlesetag fällt aber dem Magen-Darm-Virus zum Opfer.

Kind zu Hause lassen

In einem Aushang werden die Eltern über die aktuelle Viruswelle informiert. „Ihnen wird geraten, ihr Kind zu Hause zu lassen“, erläutert Christine Fernkorn, Sprecherin des Kirchenkreises Tecklenburg als Träger der Einrichtung Am Kapellenweg.

Besonders betroffen ist außerdem der St.-Barbara-Kindergarten.

Von insgesamt 13 Erzieherinnen seien drei erkrankt, berichtet Pater George Shaji von der Kirchengemeinde St. Margaretha. Sie ist Trägerin der Einrichtung am Hollenbergs Hügel. Auch zahlreiche Kinder klagten über Magen-Darm-Beschwerden. Die ersten Fälle seien bereits kurz nach dem St.-Martinsumzug vor knapp einer Woche aufgetreten, berichtet der Geistliche.

Verdacht auf Noro-Viren

Und auch im Anne-Frank-Kindergarten ist die Krankheit ausgebrochen – „wenn auch nicht so stark wie in den anderen Einrichtungen“, sagt Weßling. Vereinzelte Fälle vermeldet überdies die AWO-Kindertagesstätte Am Königsteich. Laut Stefanie Heitkamp, stellvertretende Leiterin der Einrichtung, sind zwei von 25 Erzieherinnen erkrankt.

Weil der Verdacht auf Noro-Viren besteht, seien die Hausärzte angehalten, entsprechende Proben zu nehmen, so Weßling. Ergebnisse lägen wohl in den kommenden Tagen vor. Die Erzieherinnen appellieren unterdessen an die Eltern, ihre Kinder bei den ersten Anzeichen zu Hause zu lassen und erst dann wieder zur Kita zu schicken, wenn sie mindestens zwei Tage symptomfrei sind.


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