8300 Pfeiler zur Stabilisierung Bauarbeiten an der A1-Dütebrücke im Zeitplan

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Lotte. Die Bodenstabiliesierungsarbeiten auf der Baustelle unter der A-1-Brücke, die über die Düte in Atter an der Grenze zur Gemeinde Lotte führt, sind in vollem Gange. 8300 sogenannte CSV-Bohrpfähle werden derzeit gesetzt. Sie sollen das Erdreich unterhalb der Autobahnbrücke stabilisieren. Ob dies gelingt, wird nun ein Belastungstest zeigen.

13 Meter tiefe und 15 Zentimeter breite Löcher bohrt ein Spezialgerät in den Boden unterhalb der Brücke und füllt in einem Arbeitsgang ein trockenes Kies-Sand-Zementgemisch ein. „Aus dem umliegenden Erdreich zieht die Verbindung dann Flüssigkeit und festigt sich. Fertig sind die Pfähle“, erklärt Bauingenieur Martin Oberhaus von der Straßenmeisterei Westerkappeln. Er betreut das Bauprojekt und weiß und die Notwendigkeit der Maßnahme.

Brücke hält erhöhtem Verkehrsaufkommen nicht stand

Nachdem die Autobahnbrücke zwischen Atter und Wersen 2006 auf sechs Fahrstreifen erweitert worden war , habe sie dem hohen Verkehrsaufkommen nicht mehr standhalten können. „Die Brücke ist abgängig, wie man so schön sagt, und muss erneuert werden“, erklärt er. Grundsätzlich sei dies kein Problem. Der Neubau einer Brücke fände in der Regel so statt, dass erst eine Fahrbahnhälfte und dann die andere abgerissen und erneurt werde. Dabei trage sich das Brückenkonstrukt durchgehend selber.

Gerüst muss Brückenlast tragen

Dies sei bei der Düte-Brücke wegen ihrer speziellen Bauweise jedoch nicht der Fall. „Hier müssen wir die Brückenlast über ein Gerüst abfangen.“ Dazu sei es notwendig, den weichen Düteboden unterhalb der Brücke zu stabilisieren. Sonst könne das Gerüst die Last Brücke nicht tragen.

Erste Tests laufen

8300 Pfähle werden in genau berechneten Abständen gesetzt. Jeder Bohrgang wird dabei exakt beobachtet und dokumentiert. Die ersten fertigen Pfähle werden jetzt mit 100 Kilonewton pro Quadratmeter testweise belastet. „Dazu haben wir große Sandsäcke gefüllt und auf einer Holzkonstruktion aufgeschichtet“, so Oberhaus. Sechs Wochen werden die Pfähle und das umliegende Erdreich diesem Druck ausgesetzt. „Dann wird ein Bodengutachter entscheiden, ob alles den Anforderungen entspricht.“ Sind die Ergebnisse der Bodenstabilisierung in Ordnung, kann der Abbruch der Autobahnbrücke starten.


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