Mitglieder fürs Weitermachen Kann sich die Bürgergemeinschaft Lotte erneuern?

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Sie bleiben vorerst Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Lotte, Rosemarie Wahl und Hans-Helmut Weymann. Foto: Ursula HoltgreweSie bleiben vorerst Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Lotte, Rosemarie Wahl und Hans-Helmut Weymann. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Mit dem Gedanken einer Auflösung wollten sich die Mitglieder der Bürgergemeinschaft Lotte beim Treffen im Alt-Lotter Hotel Knüppe nicht anfreunden. Bis zur nächsten Versammlung Ende 2016 soll ein neuer Vorstand gefunden sein. Falls nicht, deuten die Zeichen in Richtung Auflösung des Vereins.

Weil es nicht zu Neuwahlen des Vorstands kam, bleiben Hans-Helmut Weymann als Vorsitzender und seine Co Rosemarie Wahl zunächst im Amt. Auch Satzungsänderungen werden später diskutiert und darüber abgestimmt, wenn sicher ist, dass der Verein fortbesteht.

Nicht beschlussfähig für eine Auflösung

Eine Auflösung hätte ohnehin nicht beschlossen werden können, weil mit 16 Personen nicht die erforderlichen zwei Drittel der 55 Mitglieder anwesend waren. Beim nächsten Treffen wäre diese Quote dann nicht mehr erforderlich. Es genügt die Mehrheit von vier Fünftel der anwesenden Mitglieder.

Hans-Helmut Weymann entschuldigte sich dafür, dass es in den zurückliegenden zwei Jahren weder eine Jahresversammlung noch Veranstaltungen gegeben habe. Er sei beruflich und privat sehr eingebunden und habe bereits vor zwei Jahren den Vorstand wissen lassen, dass er den Vorsitz in andere Hände geben wolle, erklärte er.

Schwerpunkte: Politik, Wirtschaft und Kultur

Beim Rückblick in die Vereinshistorie erinnerte er an die Gründung im Jahr 1977/78 mit dem ersten Vorsitzenden Wilhelm Hummel und den politischen Themen Rathausstandort und Siedlungsschwerpunkt. Im Jahr 1990 übernahm der ehemalige Lotter Gemeindedirektor Heinrich Termath den Vorsitz. Hauptthema war die Wirtschaft, ergänzt mit einigen kulturellen Veranstaltungen.

Weymann folgte im Jahr 2000 und legte mit seinem Vorstandsteam durchaus erfolgreich kulturelle Veranstaltungen auf, wie Dielenjazz und -kabarett, Nachwuchsförderung sowie Sponsoring der Musiknacht der Interessengemeinschaft. „Die Veranstaltungen haben mir viel Freude gemacht und die, die da waren, haben viel Freude gehabt, darf ich wohl sagen“, sagte Weymann und erntete breite Zustimmung.

Mitgliederengagement für Fortbestand

Niemand fühle sich berufen den Vorsitz zu übernehmen. Heyko Hollander sagte, entweder bewerbe sich jemand direkt aus der Versammlung oder es bilde sich ein Team, das sich um die Personalien kümmern. Ulrich Harhues berichtete über eine vergleichbare Problematik in anderen Vereinen: „Die Bürgergemeinschaft kann nicht sang- und klanglos verschwinden. Ich würde das Buch nicht unbedingt schließen wollen.“ Friedhelm Lange sah es ebenso.

Nähe zu Osnabrück erschwert Lotter Kulturszenenaufbau

Udo Riepe wandte ein, dass es durch die Nähe zu Osnabrück schwer sei eine kulturelle Szene aufzubauen. Zudem vermisste er eine Homepage der Bürgergemeinschaft und weitere Präsenz im Internet. Eine Homepage habe sie entworfen, die aber nicht ins Netz gestellt worden sei, sagte Rosemarie Wahl und erinnerte an von ihr organisierte gut besuchte Klassikabende.

Helga Müller betonte, dass in Lotte etwas fehle ohne Kulturangebote: „Dann ist ,tote Hose‘ im Ort.“ Das dürfe nicht geschehen, denn: „Ich liebe mein Lotte.“

Gelingt Erneuerung der Bürgergemeinschaft Lotte?

Die Idee, mit anderen Vereinen zu kooperieren, stand im Raum, aber auch die, die Eigenständigkeit zu bewahren und mit neuem Vorstand neue Veranstaltungsideen zu gewinnen. Nun ist das selbst auferlegte Engagement von Vereinsmitgliedern gefragt, ob eine Erneuerung Bürgergemeinschaft gelingt.


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