Erlös aus Lichterflohmarkt Lotter Hauptschüler unterstützen Seniorenhilfe

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Treff im Sit In: Mit Alexandra Loreck, Günter Büter, Laura Wermeier, Chiara Dixon, Achim Jacob, Gisela Klekamp-Lange, Manfred Illmann, Robert Budde und Aileen Gewohn (von links) treffen sich Spender und Empfänger. Foto: Erna BergTreff im Sit In: Mit Alexandra Loreck, Günter Büter, Laura Wermeier, Chiara Dixon, Achim Jacob, Gisela Klekamp-Lange, Manfred Illmann, Robert Budde und Aileen Gewohn (von links) treffen sich Spender und Empfänger. Foto: Erna Berg

Lotte. Beim Lichterflohmarkt in der Gemeinschaftshauptschule in Wersen im vergangenen Jahr blieb ein dickes Plus von 400 Euro übrig, das die Organisatoren jetzt zur Hälfte dem Verein „Hand in Hand – Seniorenhilfe Lotte/Westerkappeln“ spendeten. Die andere Hälfte soll den Schülern zugute kommen.

Der Verein begann sein erstes Geschäftsjahr mit einem dicken Minus, weil die Versicherung, die eine Haftpflicht- und Dienstreisevollkaskoversicherung für die Hilfeleistenden enthält, sehr teuer ist. Seit Mittwoch haben sich die roten Zahlen verbessert.

Dafür sorgte die erfolgreiche Kooperation von Gemeinschaftshauptschule und Schülercafé des Jugendtreffs „Sit In“. Im November hatten Lehrerin Alexandra Loreck, Schulsozialarbeiter Günter Büter und Jugendpfleger Robert Budde, seine Kollegin Lisa Runde und FSJlerin Aileen Gewohn zusammen mit Schülern einen Lichterflohmarkt organisiert und versprochen, den Erlös einem sozialen Zweck zugutekommen zu lassen.

Mit einem vielfältigen Angebot von Apfelsaft bis Kinderkleidung wurde der erfreuliche Erlös erwirtschaftet. Nun dürfen sich sogar zwei Empfänger freuen. Eine Spende in Höhe von 200 Euro nahmen die Vorstandsmitglieder Achim Jacob, Gisela Klekamp-Lange und Manfred Illmann voller Freude entgegen: „Gerade jetzt in der Gründungsphase können wir das Geld gut gebrauchen“, bedankte sich Jacob.

Der Verein „Hand in Hand“ bietet keine Pflegeleistungen und will auch keine Konkurrenz zu Handwerksbetrieben sein, sondern er unterstützt Menschen, die Hilfe suchen. Die Hilfeleistungen können kleine Reparaturen, Begleitung bei Behördengängen, beim Einkaufen oder zum Bahnhof sein, Fahrten zum Arzt, Hilfe bei der Gartenarbeit oder auch Gesellschaft.

„Es kann kurzzeitige Haushaltshilfe geleistet werden, zum Beispiel, wenn jemand aus dem Krankenhaus kommt und noch nicht so fit ist oder wir bieten Betreuung, wenn ein Pflegender mal für kurze Zeit seinen betreuten Angehörigen verlassen muss“, erklärten die drei. „Aber wir stellen immer wieder fest, dass es älteren Menschen schwer fällt um Hilfe zu bitten oder angebotene anzunehmen, sie haben immer alles alleine geschafft, da ist es nicht so einfach, sich plötzlich helfen zu lassen“, sagte Gisela Klekamp-Lange.

Die beiden GHS-Schülerinnen Laura Wermeier und Chiara Dixon können sich gut vorstellen, auch mal hilfesuchende Menschen zum Arzt zu begleiten oder ihnen zu Hause zu helfen. Das hörte Achim Jacob gerne: „Wir haben auch keine Altersgrenzen nach unten“, betonte er erfreut.

Die anderen 200 Euro werden in die Berlinreise zur politischen Bildung im Juni investiert. „Da haben dann die Schüler, die sich ehrenamtlich engagieren, etwas davon“, erklärte Alexandra Loreck.


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