Highspeed-Internet ab 27. Mai Vier neue Knotenpunkte für Westerkappeln und Wersen

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Ein Mann hält seine Hand vor einen Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpaEin Mann hält seine Hand vor einen Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpa

Lotte/Westerkappeln. Zum Problem „zu langsames Highspeed-Internet in Wersen“ informiert Unitymedia (UM) über Umfang und Zeitpunkt der Kapazitätserweiterung im Glasfasernetz. Auf der Facebook-Seite „Lotte und wir“ beklagen User den bisherigen Umgang von UM mit Störmeldungen.

Zum Thema „Highspeed-Internet in Wersen“ konnte Unitymedia-Pressesprecher Olaf Winter am Montag mitteilen, dass die Umstellung auf die neue Netzinfrastruktur für den 27. Mai geplant ist.

Wie berichtet, hängen derzeit in Wersen wohl zu viele Haushalte an den Verteilerknotenpunkten. Sowohl Werner Schwentker, als auch Thomas Schulte von der Wersener IT-Firma Bits & Bites hatten darauf hingewiesen, dass der Kabelanbieter zurzeit an einem weiteren Glasfaserknotenpunkt arbeite.

„Tatsächlich überplanen und entlasten wir im Rahmen einer Baumaßnahme eine bestehende Glasfaserzuführung von unserem zentralen Technikstandort ins Gebiet Ibbenbüren, sodass wir im Münsterland für zukünftige Erweiterungen optimal vorbereitet sind“, schreibt Winter in einer E-Mail an die WT-Redaktion.

„Ergänzend nehmen wir in Westernkappeln einen sogenannten Node Split vor. Das heißt, wir teilen den alten Node-Bereich in fünf kleinere Cluster. Dies führt zu einer erheblichen Kapazitätserweiterung“, erläutert er.

Dazu habe Unitymedia (UM) nach langwierigen Verhandlungen mehr als 60 Kilometer Glasfaserstrecke bei einem regionalen Carrier angemietet und vier neue Faserknotenpunkte (Nodes) errichtet. Über diese Knotenpunkte würden die Unitymedia-Kunden im Bereich Westernkappeln ebenso wie in Wersen künftig versorgt. „Für die Kapazitätserweiterung in Westernkappeln investiert Unitymedia rund 350000 Euro in sein Netz. Nach erfolgreicher Aktivierung der Glasfasern wird Unitymedia mit seiner Technik aus der Telekom-Location in Westerkappeln ausziehen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Von unserer Seite sind alle Vorbereitungen für die Umschaltung abgeschlossen. Bis Ende März bindet der lokale Energieversorger die neuen Standorte neu an sein Stromnetz an. Danach ist die Umstellung auf die neue Netzinfrastruktur für den 27.05.2016 geplant. Sollten die verbleibenden Arbeiten ohne Unterbrechung erfolgen, könnte dieser Termin sogar auf Ende April vorgezogen werden,“ betont Winter in seiner Mail.

Kunden schildern Erfahrungen

Auf der Facebook-Seite „Lotte und wir“ haben sich inzwischen noch weitere User, darunter auch einer aus Halen, gemeldet, die übereinstimmend angeben, seit etwa einem Jahr als Unitymedia-Kunden zu Spitzenzeiten Probleme mit extremer Verlangsamung des Highspeed-Internets zu haben. Auch wenn die hoffentlich mit der beschriebenen Clustererweiterung ein Ende haben dürften, ärgern sich die beiden Nutzer darüber, wie Unitymedia mit den Störungsmeldungen umgeht.

„Am Freitag war der erste Techniker (unabhängige Firma) da und hatte viele Paketverluste und ,schlechte Werte‘ festgestellt. Er hat daraufhin einen ausführlichen Bericht zurück an UM geschrieben und gesagt, dass sich ein Techniker von UM die Werte des Knotenpunktes genauer angucken muss und diese mit meinen Vergleichen müsse. Nun kam heute der 2. Techniker (diesmal direkt von Unitymedia), der noch mal Messungen vorgenommen hat und auch nicht ganz zufrieden war, was meine Fritzbox 6360 noch ausgibt. Ich werde nun in den nächsten Tagen nach Absprache mit Unitymedia eine 6490 testen. Diese soll über mehr Kanäle auf unterschiedlichen Frequenzen gleichzeitig laufen (vorher 4 im Downstream, mit der neuen bis zu 24, wobei Unitymedia nur 16 gleichzeitig zulässt) in der Hoffnung, dass sich die unterschiedlichen Kanäle bei Auslastungen zu Spitzenzeiten besser ausgleichen können.“, schildert der Halener seine Erfahrungen.

Der andere Kunde klagt: „Nach jeder eröffneten Störmeldung kommt es immer wieder zum gleichen Prozedere: Ein Hinweis auf eventuelles Eigenverschulden durch falsche Konfiguration, die Bitte, das Modem stromlos zu schalten, gefolgt von der Aussage, dass dann ein Techniker raus kommt und sich die Sache vor Ort ansehen muss und der Hinweis, dass ich die Kosten für den Technikereinsatz bei Eigenverschulden selber tragen muss.“

So habe er im Jahr 2015 sechs bis sieben Technikereinsätze gehabt, ohne dass ihm eine konkrete Ursache mitgeteilt worden sei, postet er und betont: „Was mich am meisten ärgert, ist, dass Unitymedia seinem Kunden gegenüber nicht offensiv mit diesem Problem umgeht und die Kosten für die eingeschränkte Leistung anpasst, sondern den Kunden in eine Endlosschleife von Störmeldungen zwingt, um zumindest eine Gutschrift für die nicht erbrachte Leistung zu erhalten.“


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