Vereinsgründung im Februar „Hand in Hand“: Vortrag beim VdK Westerkappeln

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„Hand in Hand – Seniorenhilfe Lotte/Westerkappeln“ ist für alle Senioren sinnvoll. Davon sind (von links) Michael Beckmann, Bodo Wermeier, Achim Jacob und Gerd Weglage überzeugt. Foto: Ursula Holtgrewe„Hand in Hand – Seniorenhilfe Lotte/Westerkappeln“ ist für alle Senioren sinnvoll. Davon sind (von links) Michael Beckmann, Bodo Wermeier, Achim Jacob und Gerd Weglage überzeugt. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Erst Kaffeetrinken und Klönen, dann ein Vortrag zu „Hand in Hand – Seniorenhilfe Lotte-Westerkappeln“ – das war ganz im Sinne der Lotter und Westerkappelner Mitglieder im Sozialverband VdK Westerkappeln. Deutlich wurde, dass sich auch fitte Senioren gedanklich mit der Situation befassen, wie es zuhause weitergehen soll, wenn die Fitness ein wenig nachlässt. Die „Hand in Hand“-Vereinsgründung soll im Februar geschehen.

Der VdK-Vorsitzende Gerd Weglage freute sich über die wieder große Resonanz bei der sozialpolitischen Informationsveranstaltung im Saal des Hotels Knüppe. „Einmal im Jahr treffen wir uns in Lotte“, erklärte Weglage. Damit werde man den Mitgliedern aus der Nachbargemeinde gerecht, zumal mit Bodo Wermeier sein Vertreter aus Alt-Lotte komme.

Seniorenhilfe bietet Hilfestellungen an

Als Referenten und Aktive im Vereinsgründungsteam galt die Aufmerksamkeit dem Alt-Lotter Michael Beckmann und dem Westerkappelner Achim Jacob. Anhand belastbarer Zahlen verdeutlichten sie zunehmende Altersarmut insbesondere bei alleinstehenden Frauen. „Unser Wunsch als Verein ist es, dass jeder so lange wie möglich in seiner vertrauten Umgebung leben können soll“, sagte Achim Jacob. Der Verein werde dann tätig, wenn Hilfestellungen aus dem direkten Umfeld nicht mehr möglich seien.

Keine Pflegeleistungen

Wege zu Arzt, Einkauf und Bahnhof, Unterstützung im Haushalt, kleine Reparaturen, Hilfe bei Behördengängen oder einfach nur Gesellschaft leisten und mehr kann der Verein „Hand in Hand“ übernehmen. „Wir wollen und können keine Pflegeleistungen ausführen“, stellte Jacob klar.

Bis zu 2400 Euro ohne Rentenbeeinträchtigung

Die Leistungen der Vereinsmitglieder sind nicht kostenfrei. Ein Grund ist, dass die meisten Menschen nicht bereit sind, über Jahre kostenlos zu arbeiten. Zudem könnten manche Helfer das Zubrot zur Rente gut gebrauchen. „Rentner können im Rahmen der Übungsleiterpauschale von 2400 Euro im Jahr dazuverdienen, ohne dass die Rente beeinträchtigt wird“, erklärte Achim Jacob.

Geld oder Stundenkonto

Vorgesehen ist, dass entweder ausgezahlt wird oder der Helfende ein Stundenkonto anspart , das er später für Hilfestellungen selbst in Anspruch nimmt. Der Wert des Stundenkontos wird vom Vorstand verwaltet und kann jederzeit übertragen werden.

Derzeit überlegt der Vorbereitungskreis, ein Stundensalär von 7 Euro plus 1,40 Euro als Verwaltungspauschale anzusetzen. Allerdings werden endgültige Beträge erst von Teilnehmern der Gründungsversammlung festgelegt. Eine Frage von Helmut Markus beantwortete Jacob so: „Die Übungsleiterpauschale wirkt sich nicht auf Krankenkassenbeiträge aus.“

Infos im Alleinstehendentreff erbeten 

Im VdK-Kreis hörte auch Ingrid Borgmeier mit großem Interesse zu und stellte Fragen. Sie gründete vor gut sieben Jahren den „Sonntagstreff für Alleinstehende“ im Alt-Lotter Gemeindehaus „Arche“. Etwa 65 Personen kommen jedes Mal zu den monatlichen Treffen.

Achim Jacob bestärkte sie: „Auch wer nur Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich an die Seniorenhilfe wenden.“ Man müsse aber Mitglied sein. „Wir überlegen den Jahresbeitrag auf 30 Euro festzulegen, weil wir für die Helfer eine umfassende Versicherung abschließen müssen.“ Die Einladung, „Hand in Hand“ beim Alleinstehendentreff vorzustellen, nahm Michael Beckmann sofort an: „Ich komme gern zu Ihnen.“

Seniorenhilfe sucht Unterstützer

Derzeit gibt es 44 Helfer und drei Hilfesuchende, die schriftlich verbindlich angemeldet haben. „Wir brauchen noch mehr Personen, die unser Vereinsleben unterstützen, denn wir stellen uns vor, in jedem Ortsteil ein Gremium zu haben, das ansprechbar ist und organisiert“, motivierte Beckmann, bei der Seniorenhilfe mitzumachen.


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