Angebot an Flüchtlinge Kampfsportler des TuS Lotte räumen alte Sporthalle

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Lotte . Ab dem 1. Dezember steht die alte Lotter Turnhalle nicht mehr dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Die Kampfsportler des TuS Lotte waren am Montagabend die letzten Nutzer ihrer „KSG-13-Arena“. Doch trotz Wehmut klagten sie nicht, sondern erledigten erst den Umzug und kämpften dann noch einmal.

„Das ist ja typisch“, stellte Übungsleiter („K-autsch“) Heinz Klingbeil fest, „wenn es Bier gibt, kommen 13, heute zum Arbeiten kommen 17 Kampfsportler.“ Entsprechend fröhlich wurden Medizin-, Hand- und Fußbälle in Säcke verpackt, die Kampfsportmatten zusammengelegt, Hanteln und anderes Material in Kisten verstaut und die geleerten Schränke aus der Halle geschoben.

Martin Steinmann hatte einen Lieferwagen zur Verfügung gestellt, mit dem das TuS-eigene Material in zwei Fuhren zum Vereinsheim transportiert wurde. Derweil kümmerten sich Karl-Heinz Hagedorn und Bierwart Bernhard Nikolay um Feinheiten: Sie schraubten in der Umkleide die Ehrenschilder der KSG-13-Funktionsträger ab. Wie auf Stichwort stieß nun auch Vize-Übungsleiter Eckhard Erfmann, „der Schleifer“, hinzu, nach mehrwöchiger Kur bis auf Haut und Knochen abgespeckt, wie seine Sportkameraden nicht ganz wahrheitsgemäß feststellten.

Nach einstündigem Einsatz gab es noch eine verkürzte Übungseinheit und dann das obligatorische Bier in der Umkleide. Dabei entstand die Idee, neben dem Abgrillen am letzten Montag vor den Weihnachtsferien und dem Angrillen am Montag danach noch ein „Sondergrillen“ gemeinsam mit den Flüchtlingen zu veranstalten. „Dann erfahren die gleich, dass hier nicht alle bierernst, dafür einige auch ein wenig verrückt sind“, begrüßte das Stephan Schwert. Der Flüchtlingsbetreuer der Gemeinde könnte dies, auch was die Art der Speisen und Getränke betrifft, organisieren.

Ob die KSG 13 wie erhofft ihre Aktivitäten am kommenden Montag in der SFL-Halle im Stadion fortsetzen kann, erfährt Vereinsvize und Kampfsportler Günter Fischer am Donnerstag vom Gemeindesportverband, der die Hallenbelegung regelt. „Schleusi“ war es auch, der am Montag als Letzter wehmütig das Licht ausmachte.


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