Ruhestand nach 48 Jahren Mit der Kutsche von Frimo in Alt-Lotte nach Velpe

Von Ursula Holtgrewe

Mit einem „großen Bahnhof“ inklusive Kutschfahrt wurde Friedrich Stalljohann am letzten Arbeitstag überrascht. Foto: Ursula HoltgreweMit einem „großen Bahnhof“ inklusive Kutschfahrt wurde Friedrich Stalljohann am letzten Arbeitstag überrascht. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Ehefrau Ellen erfüllte Friedrich Stalljohann einen lange gehegten Wunsch: Nach 48 Berufsjahren konnte er mit einer Kutsche vom Alt-Lotter Arbeitgeber Frimo nach Westerkappeln-Velpe in den wohlverdienten Un-Ruhestand fahren. Mit einem „großen Bahnhof“ überraschten ihn Mutter, Kinder, Enkel, Geschwister und Freunde.

Die Lehre zum Landmaschinenmechaniker begann der damals 14-Jährige bei Priggemeyer in Westerkappeln-Seeste. Das war ihm nicht genug. Nach Abschluss der Abendrealschule arbeitete er in der väterlichen Schmiede Amelingmeyer und Stalljohann in Lada.

Betriebswirt im Handwerk

Nach der Prüfung zum Landmaschinenmechanikermeister arbeitete er bei der Raiffeisenzentralgenossenschaft in Osnabrück-Haste und erwarb anschließend die Titel „Betriebswirt im Handwerk“ und Werkzeugmachermeister.

In Alt-Lotte war er erst bei Elastogran angestellt. Seine Fachkunde war gefragt bei den Nachfolgern Heide“ und Frimo. Als Leiter der Ausbildungswerkstatt brachte er vielen jungen Menschen handwerkliches Rüstzeug bei. Am 1. September feierte Stalljohann bei Frimo sein 30-Jähriges.

Mehrere Hobbys

Ob „Friedel“ übermäßig viel Zeit für die vier Kinder und zwei Enkelinnen haben wird, stellte auch Ellen Stalljohann schmunzelnd infrage: „Mein Mann hat so einige weitere Hobbys: Freiwillige Feuerwehr Velpe, SC Velpe-Süd, Schützenverein Velpe und natürlich Traktoren aller Altersklassen.“

Dem Vernehmen nach war bereits der Feierabend von Friedrich Stalljohann am letzten Arbeitstag gut ausgefüllt. Im familiären Kreis gab es nämlich eine fröhliche Party.