25 Mal 25 in den Ratsstuben Bürgerstiftung Lotte lädt zum Benefizmenu


Lotte. Sportlich ging es zu beim jüngsten Benefizfuttern „25 mal 25“ in den Wersener Ratsstuben. Sogar mehr als 25 Gäste genossen für je 25 Euro ein Vier-Gänge-Menü zugunsten der Bürgerstiftung – auch diesmal mit unterhaltsamen kulturellen Zwischengängen. Viele Komplimente erhielt Gastkoch und Sportfreunde-Stadionsprecher Alfons Manikowski für sein „Herbstliches Elsass-Menü“, für das er unter anderem 16 Liter Wein verarbeitete.

Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock begrüßte besonders die CDU-Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek und SF-Trainer Ismael Atalan. Ihn begleitete eine Delegation des Fußball-Regionalligisten, die nun weiß, dass Diplom-Ökonom Alfons Manikowski auch versiert ist im Zubereiten kulinarischer Genüsse. Ratsstubenwirt Thomas Engel war der Ideengeber, dass 25 Personen für je 25 Euro ein Menü genießen können. Den Wareneinsatz abgezogen gibt er den Überschuss an die Bürgerstiftung weiter.

Kulinarischer Streifzug durchs Elsass

Als Amuse Gueule (Gruß aus der Küche) gab es Rote-Beete-Suppe mit Balsamico-Essig. Traditioneller Flammkuchen mit Speck und Zwiebel sowie eine vegetarische Variante mit Kürbis und Schafskäse erfreute als Vorspeise kulinarisch orientierte Gaumen. Mit Coq au Riesling (Hähnchenschenkel an Riesling), Spätzle und Blattsalat sowie köstlicher reduzierter Weißweinsoße erfreute Manikowski beim Hauptgericht. Tags zuvor eingelegte schmackhafte Poiré au vin rouge (Birne in Rotwein) mit Vanilleeis und Sahne gab es als Abschluss.

Kulturelle Zwischengänge

Mit kulturellen Intermezzi garnierten die Brüder Benjamin (Klavier) und Christian Pfordt (Gitarre, Posaune, Rezitationen) die Benefizveranstaltung. Die Kunst des ununterbrochenen Klavierspiels, bei dem Christian klavierspielend Bruder Benjamin ins Sakko half, erheiterte sehr. Ebenso die Textmischung von Kurt Tucholskys „Der Andere“ und Heinz Erhards „Immer wenn ich traurig bin“, die sich buchstäblich ergänzten. Ohne Zugabe durften die Brüder sich nicht verabschieden. Stiftungsratsvorsitzender Wolfgang Israel beschrieb die Beiträge als „Entertainment par excellence.“ (Weiterlesen: Im Jahr 2012 wurde die Bürgerstiftung aus der Taufe gehoben)

Demokratie und Freiheit erklären

„Es hat mir gut gemundet“, wandte sich Anja Karliczek an die Gästeschar. „Dass wir in diesen Tagen nicht nur Leib, sondern auch viel Seele brauchen, wird – so glaube ich – niemand bestreiten“, bezog sie sich auf die aktuelle Flüchtlingssituation. „Den Zusammenhang zwischen Demokratie und einem Leben in Freiheit zu erklären ist auch in unserem Land wieder sehr wichtig geworden“, hob sie heraus. Pegida und AfD zeigten, wie leicht es für eine laute Minderheit sei, in als unsicher gefühlten Zeiten Menschen für extreme Positionen zu mobilisieren.

Idee der Bürgerstiftung hinaustragen

Man müsse bei den Asylsuchenden exakt differenzieren, betonte die Bundestagsabgeordnete. „Wir dürfen den Menschen nur versprechen, was wir halten können“, ergänzte sie. Wortbrüchig zu sein zerstöre Vertrauen und sei fahrlässig. Handlungsschwerpunkte hätten sich durch die Flüchtlingssituation geändert. Einen wichtigen Beitrag leisteten Ehrenamtliche, die gestalten helfen, hob Anja Karliczek heraus.

„Wir haben wieder einen tollen Abend gehabt“, resümierte Stiftungsratsvorsitzender Wolfgang Israel. Durch das Festessen werde die Idee der Bürgerstiftung hinaus getragen.


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