Strandgefühl und warmes Wetter Erfolgreiche sechste Beachparty am Botterbusch in Lotte

Von Jannik Zeiser


Lotte. Die Rahmenbedingungen stimmten: Bei fast tropischen Temperaturen stieg am Freitag die sechste Beachparty am Botterbusch als Auftakt zum Schützenfestwochenende. Überwiegend friedlich feierten 1200 Besucher aus naher und weiterer Umgebung im Strandambiente.

Offiziell hatte das Team vom Schützenbund Botterbusch um Organisator Daniel Glindhaus die Pforten schon um 21 Uhr geöffnet, erfahrene Partygänger ließen sich um diese Zeit natürlich noch nicht blicken. „Das scheint jedes Jahr etwas später zu werden“, sagte Glindhaus.

Er hatte außerdem noch eine weitere Entwicklung über die Jahre festgestellt: „Das Publikum wird tendenziell älter.“ Bei den Anfängen der Strandfete seien fast ausschließlich junge Leute zugegen gewesen. Inzwischen feierten auch viele Menschen von 30 Jahren und älter mit.

Den größten Andrang am Einlass gab es gegen 23 Uhr – kein Problem jedoch für die freiwilligen Helfer und das Security-Team. Taschen- und Ausweiskontrollen liefen reibungslos ab. Die Botterbuscher Schützen überließen bei der sechsten Auflage ihrer Party nichts dem Zufall: „Wir konnten dank unserer Erfahrung vieles verbessern und optimieren“, war sich Glindhaus sicher. Ebenso griffen die Organisatoren auf Altbewährtes zurück, wie die Partymusik vom DJ-Team „Desire“. „Wir sind seit der ersten Beachparty dabei“, erzählte Achim Mack, der mit seinem DJ-Kollegen Jörg Spellmeyer auflegt. Die beiden schwören auf „handgemachte“ Musik: Keine kompakte Musiksammlung auf der Festplatte, sondern Kisten voller CDs, die sie händisch in das Abspielgerät legen. „Sonst hat man ja kaum noch was zu tun.“

Für das DRK gab es kaum etwas zu tun

Wieder unterstützend vor Ort waren einige Ehrenamtliche vom DRK, um bei etwaigen Notfällen schnell erste Hilfe leisten zu können. Viel zu tun gab es für sie glücklicherweise nicht, wie Glindhaus im Nachhinein feststellte. Nur eine junge Frau habe offenbar einen Schwächeanfall erlitten und musste versorgt werden. Auch der Sicherheitsdienst war nicht allzu oft gefordert. „Es gab zwei Kleinigkeiten, wo Leute aneinandergeraten sind. Da musste dann eingegriffen werden.“ Für Glindhaus bestätigt sich somit, dass ein guter Sicherheitsdienst mit ausreichend Personal vor Ort unerlässlich ist: „Das ist zwar ein großer Kostenfaktor, aber ohne geht es nicht.“

Die überwiegende Zahl an Gästen feierte friedlich und zeigte sich begeistert von einer gelungenen Party. Einige hatten sogar lange Anreisezeiten auf sich genommen. „Wir kommen aus Sassenberg und sind knapp eine Stunde hergefahren“, erzählten die Freunde Thomas und Patrick. Die beiden feierten zum ersten Mal am Botterbusch, auf Empfehlung von Freunden. Ihr Zwischenfazit: „Gute Musik und coole Leute.“ Nicht ganz so weit gefahren war Jannik aus Westerkappeln. Für den 22-Jährigen und seine Freunde ist die Botterbuscher Party ein Highlight: „Es hat immer Spaß gemacht und es sollte die Beachparty auch weiterhin geben.“

Diesbezüglich gibt Organisator Glindhaus in seinem Resümee Grund zur Hoffnung. Man werde noch darüber diskutieren, aber er sei zuversichtlich, dass es auch 2016 eine Beachparty geben könne. „Der Aufbau ist zwar immer eine Tortur, aber wenn man sieht, wie viele Leute kommen und feiern, dann stimmt der Lohn.“ Daneben entscheide natürlich auch das Wetter über Erfolg und Misserfolg. Diesmal lief es glatt – Regen fiel erst gegen Ende der Feier.