Stadt, Land, Fluss und Baggerseen Lotter Radtour führt an fünf Wassermühlen vorbei

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Lotte. Eine rund 30 Kilometer lange Radtour, für die es (noch) keine Karte gibt, die aber besonders für Wasser- und Mühlenfans reizvoll ist, schlagen wir heute als Ausflug in und um Lotte vor. Start und Ziel ist am Bistro „Le Journal“ in Büren.

Von dort sind es nur ein paar Meter bis zur Bergstraße, der man zunächst in Richtung Wersen folgt. Ab der neuen Wohnsiedlung Bergstraße Nord radelt man auf dem 2008 fertiggestellten ersten Abschnitt des ersten Bürgerradwegs in der Gemeinde Lotte bis zur Einmündung Achmerstraße.

In diese dann rechts einbiegen, unter der Autobahn her und an der Zentralkläranlage Wersen vorbei radeln, in Höhe Saunapak Fasanenhof/American Restaurant Tennessee Mountain (Vorsicht beim Überqueren der Achmerstraße) links ab in die Straße Mühlengrund. Nach etwa 300 Metern geht es rechts hinunter zur Düte und zur idyllischen Mühle Bohle .

Lernort

In der über 300 Jahre alten Mühle (Mühlenstandort sogar seit dem 13./14. Jahrhundert) wurde das Mahlen von Getreide 1968 eingestellt, jedoch die Sägemühle noch bis 1975 betrieben, dann stand auch hier das Wasserrad still. Der Verein Mühle Bohle kümmert sich um die Restaurierung dieses denkmalgeschützten Kleinods, das inzwischen auch anerkannter außerschulischer Lernort ist.

Am anderen Düte-Ufer geht es die Böschung wieder hinauf zur Straße „Zur Kupfermühle“. Dieser Straße nach links folgen, den Friedhof rechts liegen lassen und weiter geradeaus über die jetzt „Gänsehügel“ heißende Straße bis zur Halener Straße fahren, diese überqueren und auf dem Hunterorther Eschweg geradeaus, bis links die Straße „Auf der Lage“ abzweigt. Über „Auf der Lage“ bis zur Westerkappelner Straße, diese in Höhe des Wersener Schulzentrums überqueren und „Am Herrengarten“ sofort links in den Alten Mühlenweg einbiegen. Dieser überquert dann die Poststraße und führt zunächst an der Mühle Tüchter, dann an der Mühle Kluth vorbei. Die Mühle Tüchter ist eine ehemalige Kornmühle (stillgelegt Ende der 50-er Jahre des 20. Jahrhunderts) und seit 1865 im Besitz der Familie Tüchter.

Benachbarte Mühlen

Bei der denkmalgeschützten ehemaligen Wassermühle Kluth (früher Wienkenhöver) handelt es sich um einen zweigeschossigen Bruchsteinbau. Die Bokel- und Ölmühle (bis 1908), danach Getreidemühle, musste sich mit der benachbarten Mühle Tüchter das Wasserangebot der aufgestauten Düte teilen, eine in dieser Art wohl einmalige Situation in Westfalen.

Der Weg mündet in die Straße An der Bringenburg. Diese überqueren und geradeaus der Straße „Zum Attersee“ folgen. Am Nord- und Ostufer des durch Sandabbau beim Bau der Autobahn 1 entstandenen Attersees (Campingplatz, Badestrand, Restaurant) entlangradeln, die Autobahn unterqueren und durch das Gewerbegebiet am Hotel Busch in Atter vorbei bis zur Straße Eikesberg. Rechts den Eikesberg hoch, die Schienen überqueren und dann links in den Waldweg zum Gut Leye.

Das Gut befindet sich seit 1680 im Besitz der Familie Ostman von der Leye und gehört zu einer Reihe von Herrensitzen, die der Stadtadel von Osnabrück um die Stadt gebaut hatte. Wenn man das Gut links liegen lässt und sich auf der asphaltierten Straße „Gut Leye“ links hält, kann man eine mehrere Hundert Meter lange Schussfahrt bergab bis zur alten Wersener Landstraße genießen.

Bis zum Barenteich

Dort rechts halten, am Hotel-Restaurant Hackmann vorbei die Landwehrstraße überqueren, gegenüber vom Hotel-Restaurant Kohlbrecher durch den Tunnel unter der Landestraße hindurch auf den Rubbenbruchweg, rechts über die Holzbrücke und parallel zum Eversburger Landwehrgraben durch den Wald zum Barenteich .

Dort rechts und nach rund 20 Metern gleich wieder links radeln. Nach rund 100 Metern mündet der Landwehrgraben in den Rubbenbruchsee. Auf dessen Uferweg links herum die Mini-Golfanlage und das Café-Restaurant am Rubbenbruchsee (schöne Terrasse, Tretbootverleih) passieren und dem Ostuferweg bis in Höhe Spielplatz und Insel folgen. Dort links und nach rund 50 Metern wieder rechts am Reiterhof vorbei die Straße am Heger Holz immer geradeaus (nicht der links abknickenden gleichnamigen Autostraße folgen!) bergauf fahren bis hinter die neu errichteten Gebäude des Klinikums Osnabrück .

Ins Zentrum

Dem Weg an der Rückseite des Klinikgeländes folgen, immer geradeaus über den erst schmalen, ungepflasterten Weg Trotzenburg und nach dem Überqueren des Lotter Kirchwegs löchrig asphaltierten gleichnamigen Weg zuerst bergauf und zwischen Tennisplatz und Heger Friedhof dann wieder bergab bis zur Rheiner Landstraße fahren.

Diese am besten an der Fußgänger-Bedarfsampel überqueren, links hinunter und die erste Straße wieder rechts in die Ernst-Sievers-Straße.

Die führt sachte, aber stetig bergab am Sportpark Illoshöh e vorbei, überquert die Rückertstraße, wird nach der Überquerung des Kirchenkamps zur verkehrsberuhigten Katharinenstraße (Fahrradstraße) und geleitet den Radler immer geradeaus über mehrere Kilometer direkt ins Zentrum der Stadt.

Am Feiertempel vorbei

Den Heger-Tor-Wall überqueren, vor der Katharinenkirche rechts über die Straße Am Struckmannshof und den Neuen Graben hinweg vor der Osnabrückhalle links zum Schloss und an dessen Rückseite vorbei durch den Schlossgarten und hinter der Mensa links hoch den kleinen Weg zur Ritterstraße, über diese dann zur Schloßstraße radeln. Dieser nach links bis zur Kolpingstraße und nach deren Überqueren geradeaus dem Fuß- und Radweg zur Johannisstraße folgen.

An der Johanniskirche über die Johannisfreiheit am alten Trakt des Marienhospitals vorbei und über die Kreuzung Pottgraben/Kollegienwall in die Heinrich-Heine-Straße fahren. Rechts liegt direkt an der Hase das Alando-Palais (früher Pottgrabenbad), links die Neue Mühle (ehemals griechisches Restaurant, jetzt gutbürgerlich-mediterrane Küche). Hinter dem Wehr und der Brücke geht es links auf den Haseuferweg.

Haseuferweg

Dem Fluss und dem Haseuferweg über Schlagvorder Straße, Wittekindstraße und Öwer de Hase hinweg folgen bis zur Georgstraße. Dort rechts abbiegen und nach rund 100 Metern wieder links in die Möserstraße. Vor dem Haarmannsbrunnen rechts in die Schillerstraße und (am besten über den Zebrastreifen) sofort wieder links auf den Herrenteichswall. Diesem an Kirche und Schule vorbei folgen bis zum Erich-Maria-Remarque-Ring.

Weiterlesen: Niedrigwasser bringt Müll in der Hase zum Vorschein.

Auf dessen linker Seite auf dem Radweg bleiben und nach wenigen Metern links über die Brücke an der Pernickelmühle die Hase überqueren. Auf der Mühlenstraße zur Hasestraße fahren, dort rechts abbiegen und gegenüber dem Hasetorkino links in die Straße Vitihof abbiegen. An der Ampelkreuzung mit dem Wall (hier: Hasemauer) geradeaus in die Stüvestraße fahren.

An der Wachsbleiche rechts abbiegen, hinter der Bahn sofort links hoch (steile Böschung) wieder auf den Haseuferweg. Dieser Abschnitt endet nach rund einem Kilometer an der Römereschstraße, die man überquert, um geradeaus die Kiefernstraße hochzufahren, bevor es (ausgeschildert) rechts zwischen Gewerbebetrieb und Gelände der Kläranlage wieder auf den Haseuferweg geht.

Landesgrenze überqueren

Diesem über Klöcknerstraße, Dornierstraße und Hafenringstraße hinweg folgen bis zur Von-Kerssenbrock-Allee. An deren Ende links ab über „Die Eversburg“, den beschrankten Bahnübergang und die Bergstraße hinweg zum Ausgangspunkt an der Landwehrstraße. Die bildet hier die Grenze zwischen Stadt Osnabrück und Gemeinde Lotte und zugleich zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.


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