Noah-Kita im Gefühle-Dschungel Kindertheater in Lotte über Freude, Angst und Langeweile

Von Ursula Holtgrewe

„Zeigt mal Angst“, fordert Klaus Foitzik die Kleinen der Noah-Kita auf. Das klappt prima. Foto: Ursula Holtgrewe„Zeigt mal Angst“, fordert Klaus Foitzik die Kleinen der Noah-Kita auf. Das klappt prima. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Wenn Klaus Foitzik einlädt zur „Reise durch den Dschungel der Gefühle“, schlüpft er in die Rolle des „kleinen Klaus“ und ist mit seinem Publikum auf Augenhöhe. Klar reisten auch die Kleinen aus dem Alt-Lotter Familienzentrum evangelische Noah-Kita gespannt mit und unterstützten den „kleinen Klaus“ im Gemeindehaus „Arche“.

Mit tollen Liedern sowie unterhaltsamer Comedy und Mitmachtheater zog Klaus Foitzik die Register seines Könnens. Manchmal half ihm auch seine Kuschel-Ente „Pudding“. Dann wurde die „Arche“ zum Kinderzimmer.

„Was gibt es für Gefühle?“, fragte er und erhielt prompt die Antwort: „Liebe“. Ja, stimmte er zu, das sei ebenso ein Gefühl wie Trauer, Angst und Fröhlichsein.

Lachen macht Mut

Der erste Besuch war in der Stadt „Spaß“ am Fluss „Freude“. „Lachen macht Mut“, sagte der Liedermacher und amüsierte sein Publikum mit einer Menge quatschigem Quatsch. Ums Weinen ging es beim „Tränensee“ im Jammertal. Im Anschluss hatte Klaus sehr viel „Laaangeweile“, was Blues-Takte treffend untermalten.

Es bedurfte nur weniger Gesten und Mimik, schon waren alle in einem anderen Gefühls-Land. Schreckensgeweitete Augen und passende Gesichtszüge zeigte Foitzik im Land „Schrecklingsgrausen“. „Oh, da gibt es Monster und Geister in der Zitterburg“, fürchtete er sich. Mut gab es aus dem Publikum: „Ich bin Geisterjäger.“

Gegen seine Angst setzte sich der „kleine Klaus“ eine Löwenmaske auf. Weil sein Gebrüll nicht ausreichte zum Mutmachen, unterstützten ihn die Kinder lautstark.

Wut-Kiste mit Kissen

Im Dschungel der Gefühle gibt es auch das Sauer-Land und den Vulkan „Wut“. Wenn der ausbricht, wackelt die Erde. „Bei einem Wutausbruch macht man manchmal etwas, was man eigentlich gar nicht will“, wusste der „kleine Klaus“ ganz genau. Sein Trick: In einer Wut-Kiste sind ein Kissen und ein Ballon, an denen er die Wut auslässt. „Ein Kissen zu hauen ist viel besser als andere Kinder“, erklärte er dem Nachwuchs.

Gespür für Kinder

Es war ein ganz besonderer Auftritt, denn der Akteur begeisterte mit untrüglichem Gespür für Kinder in der „Arche“ zum insgesamt 1000. Mal mit einem vergnüglichen Programm – auch die Erwachsenen.

Den Kindern der Noah-Kita machte der Ausflug, den die Bohnenkamp-Stiftung ermöglichte sicht- und hörbar großen Spaß. Klar ist auch, dass die Kinder sich nicht verlaufen werden, denn sie kennen ja das Lied: „Im Dschungel der Gefühle, da kenne ich mich aus. Ich gehe meiner Wege und finde stets nach Haus.“

Mehr Nachrichten aus Lotte lesen Sie auf unserem Ortsportal.