Blaue Flecken für den Guten Zweck Benefizboxen in Lotte

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Lotte. „Man müsste mal was für krebskranke Kinder machen“, dachten sich Armin Sünnewie und sein Neffe Lennard Najorka. Herausgekommen ist eine Benefizveranstaltung in der Alt-Lotter Turnhalle unter dem Motto „Kampf gegen Krebs“.

Dafür sind der 52-Jährige und der 22-Jährige am Samstagabend zum ersten Mal in ihren Leben in einen Boxring gestiegen – der zwar kein echter war, aber daran erinnerte. Geboren sei die Idee auf einer Familienfeier. Durch den Erfolg von Stefan Raabs „Promiboxen“ waren sie zuversichtlich, dass so eine Veranstaltung genügend Leute anlockt.

Boxen und mehr

Neben dem Boxkampf gab es zudem noch ein weiteres Rahmenprogramm. Die Tanzschule Reinebold zeigte Darbietungen ihrer Stepptanzgruppe und die Cheerleader der Sportfreunde Lotte demonstrierten, wie man mit Pompoms ordentlich Stimmung macht. Die angekündigten Karate- und Hip-Hop-Vorführungen mussten aus gesundheitlichen Gründen leider ausfallen.

Nichtsdestotrotz waren die Besucherbänke fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die Lotteraner haben diese erstmalige Veranstaltung gut angenommen. Auch Hans Heina war vollauf zufrieden: „Das ist eine super Veranstaltung, es ist für die gute Sache und stärkt die Ortsgemeinschaft“, sagte der 47-Jährige. Zudem fand er gut, dass auch mal eine andere Sportart als Fußball vorgestellt wurde.

Höhepunkt des Abends war dann der Boxkampf zwischen Onkel und Neffe. „Wir hatten eine kurze Einweisung, aber sonst war das wie ein Sprung ins kalte Wasser“, sagte Sünnewie. Der 52-Jährige und der 22-Jährige hatten sich vorgenommen, mindestens vier Runden a zwei Minuten im Ring zu überstehen. Am Ende waren es dann fünf Runden und ein „glorreiches Unentschieden“, wie Sünnewie sagte.

Erlös für Kinderhospizdienst

Das Publikum hat sich nicht nur gut unterhalten gefühlt, sondern hat auch kräftig gespendet. Für jede gegessene Wurst und jedes getrunkene Bier wurde eine bestimmte Summe gespendet. Zudem konnte man noch den einen oder anderen Euro in die aufgestellten Spendenboxen werfen. Nach Abzug aller Kosten kam eine Spendensumme von 702,50 Euro raus. Bekommen soll das Geld der ambulante Kinderhospizdienst Osnabrück , der vom Osnabrücker Hospizverein getragen und hauptsächlich von Ehrenamtlichen betrieben wird.

Sünnewie dankte den vielen Helfern und Sponsoren, die diese Veranstaltung ermöglicht hätten. Ohne die Unterstützung der Bäckerei Remke, der Ton- und Lichttechnikfirma „Atlantis“ und dem Getränkehändler Miete wäre diese Summe wahrscheinlich nicht zustande gekommen.

Durch die positive Resonanz denken er und sein Neffe bereits an eine Fortsetzung nach. Diese würde dann im Februar nächsten Jahres stattfinden und müsste ohne Boxen auskommen, so Sünnewie. Dafür gibt’s dann auch keine blauen Flecke.


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