Joseph Laumann stellt sich vor Des Lotter Trainers neue rechte Hand

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Den 1. FC Köln so richtig einseifen, das würde Joseph Laumann bei seinem Debüt als Kotrainer der Sportfreunde Lotte an der Seite von Ismail Atalan am Samstag sicherlich viel Freude bereiten. Foto: MrugallaDen 1. FC Köln so richtig einseifen, das würde Joseph Laumann bei seinem Debüt als Kotrainer der Sportfreunde Lotte an der Seite von Ismail Atalan am Samstag sicherlich viel Freude bereiten. Foto: Mrugalla

Lotte. Die Sportfreunde Lotte fiebern dem ersten Regionalligaspiel des Jahres entgegen. Zu Gast ist am Samstag (14 Uhr, Sportpark am Lotter Kreuz) der Bundesliganachwuchs des 1. FC Köln. Neben dem Einstand vom neuen Coach Ismail Atalan wird auch sein Kotrainer Joseph Laumann die Verantwortung tragen.

Für diese neue Tätigkeit gab Joseph Laumann sogar seine Spielerkarriere auf, die er bis Dezember noch als Stürmer beim Oberligisten SC Roland Beckum innehatte. Für den 31-Jährigen, den alle nur „Joe“ rufen“, ist also derzeit alles Neuland. „Es ist eine spannende Zeit für mich. Ich wollte immer ins Trainergeschäft einsteigen, hatte diese Gedanken in den letzten zwei Jahren intensiviert, und nun habe ich die Möglichkeit dazu. Ich freue mich sehr darüber und bin froh, dass sich die Sportfreunde trotz einiger anderer Kandidaten für mich entschieden haben. Da ist für mich sofort klar gewesen, dass die Karriere als Spieler beendet war.“ Immerhin brachte er es als Aktiver auf 209 Einsätze in der Oberliga, NRW-Liga und Regionalliga.

Joseph Laumann ist somit in der Fußballbranche kein Unbekannter. Er hat in der Vergangenheit bei Vereinen wie dem FC Schalke 04, Rot-Weiß Ahlen, VfB Lübeck, Rot-Weiß Erfurt und den Sportfreunden Siegen gespielt. Vor seiner letzten Station in Beckum war er sogar im Ausland aktiv bei Vereinen in Zypern und Vietnam. SFL-Pressesprecher Alfons Manikowski musste bei der gestrigen Vorstellung Laumanns etwas schmunzeln. „Der Joe hat mal in Erkenschwick einen Ball aus fünfzig Metern mit Vollspann in den Winkel gesetzt. Das war schon ein Hammer“.

Der gebürtige Marokkaner hat sich mittlerweile in Lotte gut eingelebt. „Ich bin positiv überrascht über die guten Bedingungen hier. Und auch von der Mannschaft, mit der die Zusammenarbeit jeden Tag sehr viel Spaß macht. Ich lerne jeden Tag dazu, und mit dem Cheftrainer Ismail Atalan verbindet mich dieselbe Fußballphilosophie. Wir lieben beide den Fußball, wollen als Mannschaft immer in Ballbesitz kommen und attackieren daher den Gegner sehr früh. In der über vierwöchigen Vorbereitung wurde gut und viel trainiert. Es gab aber auch genügend Ruhepausen, weil das Training gut dosiert wurde. Auch das gemeinsame Essen mit Mannschaft und Trainerteam war für uns eine Selbstverständlichkeit, damit wir uns alle besser kennenlernen.“

Doch seine neue Tätigkeit will er nicht nur als das Aufstellen von Hütchen auf dem Trainingsplatz verstanden wissen. „Ich bin auch zuständig für das Scouting und die Videoanalyse der Spiele. Ich beobachte zudem den jeweiligen Gegner und zeige dessen Stärken und Schwächen auf. Die Kölner habe ich zum Beispiel zweimal gesehen, damit wir wissen, was auf uns zukommt.“

Eine Wohnung hat Laumann in Lotte aber noch nicht in Aussicht. „Ich wohne noch im westfälischen Hagen. Daher fahre ich fast täglich die rund 130 km, aber damit komme ich gut klar. Wenn es bei den Sportfreunden eine längere Zusammenarbeit gibt, wird sich das vielleicht ändern“, sagt der Ex-Spieler, der wie Ismail Atalan einen Vertrag bis zum Saisonende besitzt.

Dass Joe Laumann aber noch als Spieler einspringen würde, wenn in Lotte personell mal Not am Mann sei, wollte er nicht bestätigen. „Ich stehe gar nicht auf der Spielberechtigungsliste. Nein, aber wir haben genug gute Leute hier. Zwar stimmt es, dass mein Spielerpass noch gültig ist, aber den werde ich wohl nicht mehr benötigen“, lacht er und hofft auch so auf einen gelungenen Einstand gegen Köln.


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