DRK bietet Training an Selbstständig leben soll geübt werden

Von Erna Berg

Freuen sich über das Interesse am neuen Selbstständigkeitstraining (stehend, hinten von links): DRK-Geschäftsführer Olaf Wienbrack, Bärbel Janning, Nicole Raffius und Kathrin Isken. Foto: Erna BergFreuen sich über das Interesse am neuen Selbstständigkeitstraining (stehend, hinten von links): DRK-Geschäftsführer Olaf Wienbrack, Bärbel Janning, Nicole Raffius und Kathrin Isken. Foto: Erna Berg

Lotte. „Das Datum steht fest. Am 3. Februar beginnt das Selbstständigkeitstraining für Menschen mit geistiger Behinderung im Wersener DRK-Heim an der Bringenburg“, gaben Nicole Raffius und Kathrin Isken am Mittwochabend bekannt. Die weiteren Treffen werden jeweils am ersten Dienstag im Monat von 17.30 bis 19.30 Uhr stattfinden.

Fünf interessierte Angehörige waren der Einladung des DRK-Ortsvereins Wersen-Büren gefolgt. Sie ließen sich von der Leiterin des DRK-Wohnprojekts, Raffius, und Betreuerin Isken beraten.

Während die „Mikados“, eine Freizeitgruppe für junge Menschen mit und ohne Behinderung, einen spannenden Bingoabend mit Leiterin Bärbel Janning und ihren Unterstützern verbrachten, führten die Mütter oder Schwestern der künftigen Trainingsgruppe (die Teilnehmer sind zwischen 21 und 45 Jahre alt), intensive Gespräche. Sie erfuhren, dass nicht in erster Linie das betreute Wohnen im Vordergrund stehe, sondern die Förderung der Selbstständigkeit das erstrebte Ziel sei. Das setze häufig sogar die Angehörigen in Erstaunen, sagte Nicole Raffius.

Anhand einer Mappe, die Betreuer und Bewohner einer Wohngemeinschaft in Ibbenbüren gestaltet hatten, informierten die Mitarbeiterinnen des DRK-Kreisverbandes über die vielfältigen Themen der Trainingsabende: Mülltrennung, Ernährung, Geld, Haushaltsführung, Körperpflege, Tagesplanung, Straßenverkehr, Freundschaften, eigene Wünsche, Handeln in Notfallsituationen. „Was kann ich gut, was nicht so gut?“ sind Fragen der Selbsteinschätzung.

Da das Selbstständigkeitstraining in die frühen Abendstunden fällt, werden die Klienten und Betreuer zusammen ein Abendessen zubereiten – also ein genussvoller Einstieg in das Übungsprogramm.

Sollte sich irgendwann eine Gruppe herauskristallisieren, die eine betreute Wohngemeinschaft bilden möchte, bekommt das Thema „Ausziehen“ Raum. Denn irgendwann sind auch die Eltern oder betreuenden Angehörigen nicht mehr jung und auch überfordert. Dann muss man loslassen. Wissen sie ihre erwachsenen Kinder gut betreut, dann fällt es auch viel leichter. Zum Treffen am 3. Februar sind weitere Interessierte herzlich eingeladen, sich ein Bild über das Selbstständigkeitstraining zu machen.


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