Die Sehnsucht nach Licht Stimmungsvolle Waldweihnacht des VCP Westerkappeln

Von Annelene Starmann

Unter das Motto „Lichterpfad“ hat der VCP Westerkappeln in diesem Jahr seine Waldweihnacht gestellt. Foto: Annelen SteerUnter das Motto „Lichterpfad“ hat der VCP Westerkappeln in diesem Jahr seine Waldweihnacht gestellt. Foto: Annelen Steer

Westerkappeln. „Licht bedeutet Leben, Orientierung und Wärme“, sagte Pfadfinder Niklas Tüpker bei der Eröffnung der 12. Waldweihnacht des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Westerkappeln, Stamm Bonhoeffer. Das werden manche Besucher bereits beim gemeinsamen Gang zur Gottesdienstwiese auf dem Hof Büscher auf dem Gabelin bemerkt haben.

Der ganze Weg war mit Kerzen gesäumt, und auf dem Hof empfingen Feuerschalen und Fackeln die Besucher. Dass Menschen das Licht suchen, um darin Geborgenheit, Schutz und Freude zu finden, und Gott sich an Weihnachten auf den Weg zu den Menschen macht, um ihnen zu sagen, dass sie sich auf den Weg machen sollen, das war der Grundgedanke dieses Gottesdienstes unter dem Motto „Lichterpfad“.

Wie der Griesgram, der in der vorgelesenen Geschichte einst das Licht verabscheute und schließlich merkte, dass ohne Licht alles einsam, still und missmutig wurde, so stellte auch Pastor Olaf Maeder das Licht im Leben als notwendig dar. Menschen sehnen sich nach Licht, wie bereits bei der Lesung aus dem Buch Jesaja deutlich wurde. Früher stärker als heute, denn heute gehe es den Menschen viel besser. Doch nicht überall auf unserer Welt sei die Sehnsucht nach Licht schwach. Gerade in Krisengebieten wie in Afrika „warten die Menschen auf ein kleines Licht“, erklärte Maeder, der in diesem Jahr zum ersten Mal die Waldweihnacht zusammen mit den Pfadfindern gestaltete. „Ein Licht weist den Weg, der zur Hoffnung führt, erfüllt den Tag, dass es jeder spürt“, heißt es in einem der vielen Lieder, die an diesem Abend – wiederum begleitet durch Gitarrenspieler verschiedener Pfadfinderstämme – gesungen wurden.

Bewusst Licht schenken, das ist es, was die Gottesdienstbesucher in die Weihnachtszeit mitnahmen. Und das geht auf ganz unterschiedliche Weise. Vielleicht durch ein Geschenk, vielleicht auch einfach nur durch Beisammensein und Zuhören. Auch die Pfadfinder verschenken ein Licht, ihr Friedenslicht. Das konnten die Besucher an diesem vorweihnachtlichen Abend mitnehmen wie auch bei den verschiedenen Gottesdiensten an den Weihnachtstagen.

Pastor Olaf Maeder war vor seiner Premiere doch ein bisschen aufgeregt, hatte er den Gottesdienst doch bisweilen nur als Besucher begleitet. „Es ist ein ganz besonderes Bild vom Wagen zu sehen, wie alle Besucher in einem großen Halbkreis ihre Lichter anmachen, um mitzusingen“, beschreibt er seinen Blick als Prediger.

Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer war von der Atmosphäre und der wieder sehr großen Teilnehmerzahl beeindruckt. Auch die Quintessenz des Gottesdienstes fand sie gut: „Licht ist zum Verschenken da, das sollten wir auch leben.“ Wenn jeder Besucher mit diesem kleinen Vorhaben in die Feiertage gegangen ist, konnte es doch ein ganz erhellendes Weihnachten werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN