Bürgermeister für Verbindung Gemeinsam für den Radweg Halen-Hollage

Möchten nicht im Regen stehen gelassen werden: Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp, CDU-Landtagsabgeordneter Clemens Lammerskitten und Lottes Bürgermeister Rainer Lammers am Bahnhof in Halen. Foto: Jannik ZeiserMöchten nicht im Regen stehen gelassen werden: Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp, CDU-Landtagsabgeordneter Clemens Lammerskitten und Lottes Bürgermeister Rainer Lammers am Bahnhof in Halen. Foto: Jannik Zeiser

Lotte. Im Grunde sind sich alle einig: Der Radweg zwischen Halen und Hollage soll kommen. Diesen Wunsch haben Bürger und Politiker länderübergreifend schon oft zum Ausdruck gebracht. Noch vor Weihnachten trafen sich im Lotter Rathaus Bürgermeister Rainer Lammers, Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp und der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Clemens Lammerskitten, um einmal mehr zu bekräftigen, dass das Projekt zwar ruht, aber nicht gestorben ist.

Damit dem guten Willen bald Taten folgen können, sei es nötig, dass beide beteiligten Seiten eine endgültige Planung ins Auge fassen, erklärte Lammers. Dadurch, dass der Radweg nämlich grenzübergreifend Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verbinden soll, ist die Angelegenheit von der planerischen Seite recht kompliziert.

„Projekte, bei denen mehrere Gebiete beteiligt sind, haben oft Bremsen eingebaut. Länderübergreifend, wie in diesem Fall, wird es noch schwieriger“, beschrieb Lammerskitten die Situation. In Zeiten der weltweiten Vernetzung durch das Internet dürfe die Landesgrenze nicht das Ende aller Dinge sein, betonte Otto Steinkamp , der seit November das Bürgermeisteramt in Wallenhorst bekleidet.

Schwierigkeiten bereiten unter anderem verschiedene Finanzierungskonzepte auf westfälischer und niedersächsischer Seite. „Der Radweg kostet viel Geld, und beide Seiten müssen zeitgleich loslegen“, so Steinkamp. Dies erfordere eine gute Absprache. Zudem kommt noch ein weiteres Problem hinzu: Auf westfälischer Seite hat man es mit einer Kreisstraße zu tun, die jenseits der Grenze zu einer Landesstraße wird. Für beide Straßenklassen gibt es unterschiedliche Auflagen, die beim Radwegbau erfüllt werden wollen.

Lammers war sich indessen sicher, dass in diesem Fall eine Bürgerradwegeinitiative nicht viel ausrichten könne, wenngleich sich das Konzept andernorts bewährt habe: „Hierbei sind die Hürden auf der Strecke zu groß.“ Ein Bahnübergang und zwei Brücken müssten überwunden werden – Herausforderungen, die für eine Radwegeinitiative schwerlich zu meistern seien.

Diesen Hindernissen zum Trotz betonten die drei Politiker die Vorteile der Radwegverbindung zwischen Hollage und Halen. So habe Halen mit der Nordwestbahn eine schnelle Verbindung nach Osnabrück, die gut genutzt werde. „Ich sehe häufiger Autos mit Osnabrücker Kennzeichen am Halener Bahnhof stehen“, erzählte Lammers.

Um Halen als Mobilitätspunkt attraktiv zu machen, seien erst kürzlich zehn neue Parkplätze dort gebaut worden. Auch Fahrradfahrern aus Wallenhorst soll der Weg zum Halener Bahnhof entsprechend gefahrlos offen stehen. Otto Steinkamp betonte, dass die Wallenhorster Bürger ein großes Interesse an dieser Verbindung hätten. Der Radweg sei im Wahlkampf ein wichtiges Thema gewesen.

Landrat ins Boot holen

Als nächsten Schritt wolle man mit dem Anliegen beim Landkreis Osnabrück vorstellig werden und das Thema dort auf die Tagesordnung bringen, blickt Lammerskitten voraus. Für ihn als Wallenhorster steht der Radweg schon lange weit oben auf der Prioritätenliste. Es gelte nun, auch auf der Prioritätenliste des Landkreises aufzurücken und die richtigen Leute zur richtigen Zeit an einen Tisch zu bringen, betonte Steinkamp ebenso.

Bürgermeister Rainer Lammers kündigte an, Landrat Thomas Kubendorff ins Boot zu holen und ihn über den neuesten Stand zu informieren. Er habe bereits signalisiert, dass ihm das Projekt am Herzen liege.


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