Ehrenamtlich engagiert Lotter Ärztin Gerbrun Hose gestorben

Von Ursula Holtgrewe

Gerbrun Hose, hier im Juli 2005, kurz bevor sie die Praxis übertrug. Foto: HoltgreweGerbrun Hose, hier im Juli 2005, kurz bevor sie die Praxis übertrug. Foto: Holtgrewe

Lotte. Unerwartet ist am Montag in Alt-Lotte Dr. Gerbrun Hose im Alter von 74 Jahren gestorben.

Vor 46 Jahren begann sie als Landärztin zu arbeiten. Die damals 28-jährige zierliche und energische junge Frau ließ sich nicht durch anfängliche Patienten-Skepsis entmutigen. Mit Fachkunde, Freundlichkeit und der Gabe, zuhören zu können, erwarb sich die Ärztin schnell Respekt und Wertschätzung. „Frau Doktor“, wie sie genannt wurde, war damals auch in Gaste, Velpe und Leeden unterwegs.

Nach der Praxisübergabe hörte die Kontaktpflege zu ihrer „Praxisfamilie“ keineswegs auf. Was vielen Patienten und deren Angehörigen half, war, dass die Medizinerin stets Hoffnung verbreitete. „Ich find an allem etwas Gutes. Das habe ich wohl in die Wiege gelegt bekommen“, sagte sie kurz vorm Unruhestand vor neun Jahren. In den folgenden Jahren engagierte sich Gerbrun Hose beispielsweise bei der Tumorbegleitung von Jugendlichen und deren Familien, und das nicht nur in der Region. Regelmäßig besuchte sie Bewohner im Seniorenzentrum „Zwei Eichen“. In der Bürgerstiftung Lotte gehörte sie seit der Gründung zum Stiftungsrat. Sie wird nicht nur Angehörigen und Freunden fehlen.