„Neuer Trainer – neues Glück“ Sportfreunde-Lotte-Mittelfeldspieler Deniz Cicek im Interview

Durfte im Pokal wieder mitkicken: Deniz Cicek (links, hier in einem Spiel gegen Uerdingen) hat seine Aufstellung gerechtfertigt und zwei Tore geschossen. Foto: Manfred MrugallaDurfte im Pokal wieder mitkicken: Deniz Cicek (links, hier in einem Spiel gegen Uerdingen) hat seine Aufstellung gerechtfertigt und zwei Tore geschossen. Foto: Manfred Mrugalla

VREDEN/LOTTE. Souverän haben die Sportfreunde Lotte den Einzug ins Viertelfinale des Fußball-Verbandspokals geschafft. Das 4:0 beim Westfalenligisten SpVgg. Vreden fiel standesgemäß aus, meinte auch SFL-Mittelfeldspieler Deniz Cicek.

Herr Cicek, mit zwei erzielten Toren kann man Sie ja als Spieler des Tages bezeichnen, oder?

Ja, das kann man vielleicht so sagen. Wichtiger war aber unser Weiterkommen. Es lief sowohl bei mir wie auch insgesamt bei der ganzen Mannschaft recht gut.

Wie sind Ihre beiden Treffer denn zustande gekommen?

Beim ersten gab es die Flanke von Bernd Rosinger in die Mitte. Ich stand am zweiten Pfosten und habe den Ball dann reingeköpft. Beim zweiten Tor kam ein langer Ball von Kevin Pires-Rodrigues auf meine linke Seite. Den Ball habe ich mitgenommen und dann aus zwölf Metern ins rechte Eck getroffen.

Wie würden Sie das Spiel insgesamt einschätzen?

Pokalspiele sind ja nie einfach, weil man seiner Favoritenrolle immer gerecht werden muss. Wir hatten in Vreden unsere Ordnung, und dadurch ist Vreden eigentlich nie richtig gefährlich geworden. Außer wenn wir mal einen individuellen Fehler im Spiel hatten.

Ein paar Worte zu Ihnen: Sie kamen in der Liga zuletzt nicht auf sehr viel Einsatzzeiten, standen dafür in Vreden aber in der Startelf.

Das hat mir auf jeden Fall sehr gutgetan. Henning Grieneisen hat das auch extra gemacht, damit ich wieder das Gefühl für 90 Minuten Spielzeit bekomme.

Im Sommer haben Sie eine gute Vorbereitung gespielt, waren dann auch bei den ersten vier Spielen mit dabei, wurden danach aber nicht mehr berücksichtigt. Aus welchen Gründen eigentlich, denn verletzt waren Sie ja nicht?

Die Gründe wurden mir leider nicht mitgeteilt, daher kann ich dazu nichts sagen. Aber der Trainer wird schon seine Gründe gehabt haben, die er mir persönlich aber nicht gesagt hat.

Wie hat denn bei Ihrem Comeback das Zusammenspiel mit Ihren Teamkollegen schon wieder geklappt?

Das hat sehr gut geklappt, da gab es keine Probleme. Ich habe ja auf der linken Seite gespielt und hatte Marco Hansmann hinter mir, mit dem ich mich auch sonst gut verstehe. Aber auch ansonsten klappte es mit dem Rest der Mannschaft in puncto Spielverständnis doch ganz gut.

Jetzt hoffen Sie doch sicher, dass Sie wieder öfter spielen werden, nicht wahr?

Es war jedenfalls schön, dass ich mir Selbstvertrauen holen konnte. Ich bleibe aber bescheiden und stelle nun keine Ansprüche. Nach dem Spiel hat Trainer Henning Grieneisen mich schon kurz gelobt. Wichtig ist für mich aber, dass ich ihm vertrauen kann, und alles andere wird sich schon zeigen. Wie sagt man so schön – neuer Trainer, neues Glück.


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