Ulrich Schwabe ins Amt gewählt Verein Lotter Bürgerradweg mit neuem Vorsitzenden

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Alle für einen, nämlich den Radweg-Lückenschluss: Alte und neue Vorstände aus Halen, Wersen und Büren werden aktiv für den Bürgerradweg vom Halener Mühlenkamp zur Bürener Bergstraße. Foto: Ursula HoltgreweAlle für einen, nämlich den Radweg-Lückenschluss: Alte und neue Vorstände aus Halen, Wersen und Büren werden aktiv für den Bürgerradweg vom Halener Mühlenkamp zur Bürener Bergstraße. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Der Kreis des Lotter Bürgerradwegs Halen-Wersen-Büren schließt sich. Nach der Jahresversammlung in den Wersener Ratsstuben steht fest: Der neue Vereinsvorstandsvorsitzende heißt Ulrich Schwabe. Er war seinerzeit der Initiator der ersten Bürgerinitiative für den Bürener „Regenbogenradweg“. Außerdem werden die ehrenamtlichen Radwegebauer für den Lückenschluss zwischen Halen und Wersen auf rund 1,2 Kilometern voraussichtlich im kommenden Sommer aktiv.

Das Protokoll der Versammlung 2013, das Schriftführer Wilhelm Melcher letztmals vortrug, bewies: Die Bürgerinitiative hat beachtliches geleistet und Planungen realisiert. Noch deutlicher wurde das beim verbalen Zeitraffer des scheidenden Vorsitzenden Dirk Havermeyer über arbeitsreiche Monate und Spontaneinsätze. „Am 24. Oktober haben wir mit einer gelungenen Veranstaltung den Radweg an der Achmerstraße eröffnet“, erinnerte er. Aber: „Der Radweg nach Hollage lässt immer noch auf sich warten.“

Kassenwart Lutz Noack verdeutlichte, dass beispielsweise für 6800 Euro Diesel verbraucht wurden und die Baggerstunden mit 9460 Euro zu Buche schlugen. Insgesamt standen rund 20000 Euro auf der Soll-Seite. Demgegenüber kamen durch Beiträge von 114 Mitgliedern rund 3000 Euro in die Kasse plus unverzichtbare Spenden und weitere Zuwendungen, ohne die der Verein handlungsunfähig geworden wäre.

„670 Euro beträgt der derzeitige Kassenstand. Das zeigt, welche Möglichkeiten wir haben“, sagte Noack ironisch. Schmunzelnd ergänzte Kassenprüfer Werner Schwentker: „Auf dem Sparbuch sind noch 2,12 Euro. Wenn es weitergehen soll, dann muss sich finanziell erheblich was tun. Andererseits: Wenn man sieht, was ihr für die Ausgaben gemacht habt, dann ist das beachtlich.“

Der Vorstand trat geschlossen zurück. Dirk Havermeyer resümierte eine bereichernde Zeit: „Es hat mir viel Spaß gemacht. Ich werde die Initiative weiterhin unterstützen mit Tat- und Maschinenkraft.“ Bürgermeister Rainer Lammers leitete die Wahl. „Mein Dank als Bürgermeister gilt den umfangreichen Tätigkeiten. Wenn wir die Initiative nicht gehabt hätten, hätten wir die Radwege nicht. Ihr habt Schwung und Bewegung hineingebracht“, anerkannte Lammers. Es fehle noch der Lückenschluss an der Achmerstraße zwischen der Mündung Mühlengrund bis zur Bergstraße. Die Brücke über die Düte baue der Kreis.

„Wir werden unsere Bemühungen für den Radweg nach Hollage nicht aufgeben. Kontakt mit Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp habe ich aufgenommen. Im Haushalt wird Geld für den Weiterbau des Radwegs am Hansaring in Alt-Lotte eingestellt. Wenn die Initiative weitermacht, dann werden wir auch dafür Geld einstellen“, betonte Lottes Bürgermeister.

Weiter geht es jedenfalls. Kassenwart Lutz Noack bleibt im Amt. Uli Schwabe – „Ich will es noch mal versuchen“ – erhält Unterstützung von ehemaligen Mitstreitern. Wolfgang Hopp löst als Schwabes Vertreter Hartmut Meyer ab. Als Schriftführer folgt Jürgen Feist dem Wersener Wilhelm Melcher. Dieser blieb als einziger „Quoten-Wersener“ in der Initiative, denn er ist nun Beisitzer. In diesem Amt blieb Oliver Braatz, er ist zuständig fürs Internet. Unterstützende Beisitzer: Bärbel Köhler (Kassenwartin), Gerd Sies (Schriftführer); weitere sind Bernhard Finger, Uwe Beiderwellen und Frank Schwegmann.

Sollte es im Sommer 2015 weitergehen, müsste der Kreis den Trassenverlauf festlegen, Verhandlungen mit den Anliegern müssten abgeschlossen sein – und vor allem: Geld muss in die Kasse. „Wenn wir das im Frühjahr alles stehen haben, können wir loslegen“, gab sich Schwabe optimistisch. Das gefiel Stefan Franke hörbar gut: „Dass du das sagst, Uli, finde ich klasse.“ Der Halener Hartmut Meyer betonte gegenüber den Bürenern und dem Wersener: „Wir wollen das gemeinsam in die Hände nehmen und das Projekt als Team fortsetzen.“


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