Rauchmelder schlägt Alarm Keine Verletzten bei Brand in Lotter Hotel Knüppe

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Die rund 70 Jahre alte Gaststättentür im Hotel Knüppe muss wohl ersetzt werden. Am Sonntag rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz aus, Qualm stieg aus dem Thekenbereich hervor. Foto: Ursula HoltgreweDie rund 70 Jahre alte Gaststättentür im Hotel Knüppe muss wohl ersetzt werden. Am Sonntag rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz aus, Qualm stieg aus dem Thekenbereich hervor. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Kurz vor 23 Uhr wurde am Sonntagabend die Freiwillige Feuerwehr Alt-Lotte zu einem Brand im Hotel Knüppe gerufen. Verletzt wurde niemand. Ein Rauchmelder hatte die Eigentümer gewarnt, sie wählten die Notrufnummer 112.

Noch am Montagvormittag steckte ihnen der Schreck in den Knochen, als sie das Geschehen Revue passieren ließen: Die Gaststätten- und Hotelbetreiber Doris Knüppe und Christian Rösmann hatten es sich in der Wohnung über der Gaststätte gerade gemütlich gemacht und wollten die Wiederholung des Münster-Tatorts sehen. Daraus wurde nichts. Reale Action gab es wenig später im eigenen Haus.

„Erst haben wir gedacht, das Piepen gehört zum Krimi“, erinnert sich Doris Knüppe. „Eine fertige Geschirrspülmaschine war es auch nicht. Als ich dann die Tür zum Zwischenflur aufgemacht habe, war alles klar. Der Qualm war bereits von unten heraufgezogen und hatte den Rauchmelder in Gang gesetzt“, ergänzt Christian Rösmann. In den Gastraum hinunter zu gehen habe sich nun keiner von beiden mehr getraut.

Die Feuerwehr erhielt die Einsatz-Alarmierung um 22.56 Uhr. Da das Gerätehaus keine 100 Meter entfernt ist, waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr, ebenso wie die Kollegen der Polizei und des Rettungsdienstes, schnell vor Ort. Sicherheitshalber wurde auch der Löschzug Wersen alarmiert. Mit schwerem Atemschutzgerät ausgestattet, drangen die Feuerwehrleute durch Gaststätten- und Terrassentür ins Gebäude ein, mussten aber letztlich kein Feuer im eigentlichen Sinn löschen.

„Der Qualm kam aus dem Thekenbereich“, berichtet Rösmann. Er und seine Frau hätten von der Feuerwehr Rettungshauben übergezogen bekommen und seien ins Freie geführt worden. Zurückblickend sei alles glimpflich ausgegangen, denn der Qualm habe sich schnell gelegt. Das Wichtigste sei, dass beide unversehrt geblieben sind, betont er. Die Ursache des aufsteigenden Qualmes war am Montagabend noch nicht zweifelsfrei geklärt.

Am Tag nach dem Alarm machten sich beide bereits Gedanken um das Zweitwichtigste. „Schade ist, dass unsere rund 70 Jahre alte Gaststättentür wohl ersetzt werden muss“, resümiert Doris Knüppe. Der Qualm sei zudem auch in Saal und Frühstücksraum eingedrungen. „Aber das Hotel ist nicht in Mitleidenschaft gezogen worden“, ließ sie Erleichterung erkennen. „Der Rauchmelder hat Schlimmeres verhindert. So ein Ding kann Leben retten.“


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