„Inspektor Energie“ zu Gast Informationen rund um Strom für Alt-Lotter Kinder

Von Ursula Holtgrewe


Lotte. Einen spannungsgeladenen Vormittag erlebten die „Wackelzähne“, die zukünftigen i-Männchen und-Mädchen des Familienzentrums Awo-Kita in Alt-Lotte. „Inspektor Energie“ war im Haus an der Bachstraße. Dort lernten die Kinder viel über Strom. Sie wissen nun: Leere Batterien und defekte Akkus gehören in Sammelboxen und nirgendwo sonst hin.

Das vermittelte der „Sammel-Sepp“ den aufmerksamen älteren Kita-Kindern in einem Puppenspiel: Kasper klaut Sepp eine Box mit unbrauchbaren Batterien und vergräbt sie im Garten der Großmutter. Mithilfe der Kinder löst „ Inspektor Energie “ den Fall und vermittelte: Batterien müssen in die grünen Boxen gelegt werden, die beispielsweise in jedem Supermarkt stehen. Grund: Batterien werden zentral sortiert und wiederverwertet.

Mit ihrer kindgerechten Präsentation erreichten Rainer Gutermann und Christian Siebert die volle Aufmerksamkeit der Kinder. „Nun wollen wir mal einen Schein werfen“, animierte Gutermann den Nachwuchs genau zu schauen. Zuvor hatten die Kinder eine Schalttafel komplettiert: Sie stöpselten Leitungen zusammen – rot zu rot und schwarz zu schwarz – durch die Strom aus Akkus, also aufladbaren Batterien floss. Hell leuchtete ein Pkw-Scheinwerfer. „Das sieht aus wie ein strahlendes Auge“, meinte ein Kind.

Nacheinander schlossen sie eine Hupe und dann noch einen Motor an der Tafel an. Das Licht wurde schwächer, weil die anderen Geräte gleichfalls Strom zogen. Etwas später steckten die kleinen Forscher die schwächelnden Akkus in ein Ladegerät, das mithilfe eines Solarkollektoren mit Strom versorgt wird.

Gut, dass die Sonne schien. Dann ging es etwas schneller, als wenn es bedeckt gewesen wäre. Patrick wusste genau, was ein Solarmodul ist: „Das ist eine Scheibe, wo Sonne drauf scheint. Die mache daraus Strom.“

Spannend wurde es, als jedes Kind einen Propeller in der Hand hielt, der mit einem kleinen Solarmodul verbunden war. Die Flügel drehten sich draußen ganz schnell. „Jetzt dreht es sich langsamer“, stellte Nora fest, als sie in den Schatten ging. Finn, Henry, Tim und alle anderen „Wackelzähne“ waren fasziniert.

Sie alle sind nun „Energie-Inspektoren“. Zumindest steht das auf den Urkunden. Zudem erhielt jedes Kind eine kleine grüne Sammelbox, in der es alte Batterien egal welcher Form hineinlegen kann.

Rainer Gutermann mahnte auch, dass Strom nicht nur nützlich, sondern auch gefährlich sein kann: „Der aus der Steckdose ist 100mal stärker als der in Batterien und kann sehr verletzen.“

Rund 70 Auftritte absolvieren Gutermann und Christian Siebert sowie deren Kollegen jedes Jahr. „Wir sind sicher, dass etwas hängen bleibt und, dass die Kinder ihr Wissen über das richtige Entsorgen von Batterien auch an die Eltern weitergeben“, sagte Siebert.


Der Inspektor tourt im dritten Jahr durch Deutschland mit seinen faszinierenden Experimenten, durch die Kinder Technik im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“ können. Das Konzept entwickelte das Institut für innovative Bildungskonzepte ( www.iibk.eu ). „Inspektor Energie“ wird unterstützt vom bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber und dem Umweltbundesamt. Das Projekt wird finanziert von der Stiftung GRS Batterien, gegründet im Jahr 1998. Die Stiftung übernimmt die Rücknahme und umweltgerechtes Recycling. Sie hat flächendeckend mehr als 170000 Rückgabestellen eingerichtet, davon 140000 im Handel.