DRK-Projekt fördert Gesundheit „Body+Grips“ für Schüler der GHS Wersen

Von Erna Berg

„Wie isst man ausgewogen und gesund?“ – Das erarbeiteten sich die Jugendlichen mit der Ernährungspyramide. Foto: Berg„Wie isst man ausgewogen und gesund?“ – Das erarbeiteten sich die Jugendlichen mit der Ernährungspyramide. Foto: Berg

Lotte. „Keinen Grips im Kopf haben“ ist eine wohlbekannte Redensart. Grips steht für Durchblick, Intelligenz, Erkenntnisvermögen, Weitsicht und Verstand. Das Projekt „Body+Grips-Mobil“ des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe und der IKK-classic hat ganz viel mit diesen positiven Fähigkeiten zu tun. In dieser Woche besuchten die Mitarbeiterinnen Marie Heiderich und Birgit Leder die Gemeinschaftshauptschule in Wersen, um den sechsten und siebten Klassen viel Wichtiges zum Thema „ganzheitliche Gesundheitsförderung“ mit auf den Weg zu geben.

Früh am Morgen halfen die Schüler der 10b den DRK-Mitarbeiterinnen, 15 Stationen für fünf Themenbereiche in der Turnhalle aufzubauen und sich dann als Moderatoren auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Beim praktischen Mini-Fitnestest des „Bewegungsquiz“ erkannten einige Schüler mehr oder weniger schnell, dass ein dreiminütiger Lauf ziemlich anstrengend sein kann. Auf die Frage, was denn mehr Kalorien verbrauche – zwei Stunden Zimmer aufräumen oder zwei Stunden Hip-Hop tanzen – stöhnte ein Sechstklässler seine persönliche Wahrnehmung raus: „Zimmer aufräumen natürlich!“.

Mit hilfreichen Tipps der Leiter stellten die Schüler eine Ernährungspyramide auf oder ein gesundes Tagesmenü zusammen. Bei Station „Ich und du“, soziales Miteinander, wurde es sehr persönlich. Auf einem gezogenen Kärtchen stand zum Beispiel: „Beschreibe, wie sich Traurigkeit anfühlt oder sage, was du nicht gut kannst.“ Beim praktischen Teil versuchten vier Mitschüler einen Schüler auf einem hölzernen A mit Hilfe von Seilen zum Stehen oder sogar zum Bewegen zu bringen. Absprache und Teamarbeit waren gefragt.

In der Suchtlandschaft kannten sich Lena, Lara, Louisa und Anita schon gut aus: „Rauchen, Computer, Alkohol, Medikamente, Fernsehen, Handy und Essstörungen“, fiel ihnen spontan zum Thema ein. Mit Hilfe von Pantomime oder Zeichnen versuchten Schüler bei Station „Suchtaktivity“ Süchte darzustellen, die die Mitschüler zu erraten versuchten. Viele Entscheidungen waren bei der „Alkohol-Story“ zu treffen. Bis zum Filmriss oder glücklichen Ende schrieben die Schüler das Drehbuch selbst.

Die „Beziehungsgalerie“ hatte sich mit Verhütungssafe in die geschützten Umkleideräume zurück gezogen. Die Moderatorinnen Arina und Saranda anerkannten, dass sogar die Sechstklässler schon gut aufgeklärt waren. Beim „Zweiten Blick“ charakterisierten die Schüler die Personen auf Extrem-Fotos und waren schließlich total überrascht, dass auf allen Fotos ein und dieselbe Person zu sehen war, nur anders gestylt.

Die Klassenlehrerinnen und Rotkreuz-Mitarbeiterinnen waren sehr angetan von der Konzentration, Motivation und dem Interesse, dass die Klassen an diesen beiden Tagen offenbarten.