Offene Tür bei Feuerwehr Lotte Unfallrettung, Explosion und Raucheinsatz vorgeführt

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Lotte.Es krachte und knallte gewaltig beim programmgespickten Tag der offenen Tür, den der Löschzug Alt-Lotte ausrichtete. Unterhaltsames und Informatives boten die Blauröcke auf der gesperrten Bahnhofstraße rund um das Gerätehaus.

„Wir haben etwa 30 Helfer, die uns unterstützen“, betonte Löschzugführer Marc Czichowski, dass freiwillige Feuerwehr ohne die Familien nicht funktioniert. Weiterhin waren die Awo-Kita und die Kinderlandeinrichtung dabei mit Aktionen für Kinder. Das örtliche DRK , das seinen Infostand aufgebaut hatte, ließ sich spontan in die Unfallrettungsübungen einbinden. Bei dieser stellten Kameraden des Löschzugs Wersen ihre Professionalität unter anderem mit der Rettungsschere unter Beweis.

Das Szenario moderierte Daniel Glindhaus, damit die Publikumsschar die Arbeitsabfolge nachvollziehen konnte. Eine Radfahrerin ignorierte das unübersehbare Geschehen und fuhr mitten hindurch und schien das mit Blaulicht und Signal herannahende Einsatzfahrzeug aufs Korn nehmen zu wollen. „So etwas passiert auch in der Realität“, kommentierte ein Feuerwehrmann die Ignoranz.

Den Rettungseinsatz, bei dem zerschnittene Pkw-Türen krachten, verursachte bei einigen Kindern besorgte Gesichter. Als die Helfer den Mimen Emily Schubert unversehrt aus dem Unfallwagen gerettet hatten, war allseits Erleichterung spürbar.

Kurz darauf knallte es auf der Wiese neben der Volksbank: Stefan Pieper und Daniel Glindhaus demonstrierten, was bei einer Fett- beziehungsweise Spraydosenexplosion geschieht und wie die Feuerwehr löscht.

Hautnah erlebten die Besucher einen Raucheinsatz live mit. Carsten Hose moderierte. Thomas Döhlemeyer schlüpfte bei sommerlich warmen Temperaturen in die Einsatzschutzkleidung und legte sich den Atemschutz an. In der Waschhalle im Gerätehaus gab es mithilfe einer Nebelmaschine dicke Luft. Döhlemeyer kroch, einen Löschschlauch in den Händen, hinein und an den Zuschauern vorbei. „Im Ernstfall gehen wir immer zu zweit rein und kommen zu zweit wieder raus“, betonte Hose. Ein wenig beklemmend war das neblige Szenario schon. Alle waren daher froh, wieder im Sonnenschein zu stehen.

Auf der Wiese ging es bei den Wasserspielen nass zu. Dort konnten auch ganz Kleine das Löschen üben – spontane Wasserschlachten inbegriffen. Dort zeigte auch Jeannette Kutz mit der Sportfreunde-Gruppe „Kreativer Kindertanz“ was sie drauf haben. „Einen Tanz extra für die Feuerwehr haben wir gestern noch tüchtig geübt“, berichtete die Trainerin. Klar gab es herzlichen Applaus.

Informationen über richtige Kindersitze gab es wiederum im Gerätehaus. Die Autobahnpolizei war dort leider nur kurz vor Ort. Gleichwohl hielten es die Besucher lange aus, versorgten sich an Kuchenbüffet, Grill- und Getränkestand.

„Wir sind sehr zufrieden, wie der Tag der offenen Tür gelaufen ist und danken allen, die uns unterstützt haben“, sagte Marc Czichowski mittlerweile sehr entspannt. Letzter interner Programmpunkt war das Aufräumen. Czichowski freute sich bereits da auf die Abkühlung nach dem Sprung in den Familienpool, andere auf eine erfrischende Dusche.


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