Entsandt für zwei Jahre Pfarrerin Kükenshöner neu in Wersen und Büren

Von Renate Lammers

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Pfarrerin Christine Kükenshöner hat ihren Entsendungsdienst in der Bürener und Wersener Kirchengemeinde angetreten und freut sich auf ihre Aufgaben. Foto: Renate LammersPfarrerin Christine Kükenshöner hat ihren Entsendungsdienst in der Bürener und Wersener Kirchengemeinde angetreten und freut sich auf ihre Aufgaben. Foto: Renate Lammers

LOTTE. „Ich fühle mich hier wie zu Hause“, sagt Christine Kükenshöner über ihren neuen Wirkungskreis und freut sich über die ihr übertragene Aufgabe. Die junge Frau ist Pfarrerin auf Entsendungsdienst. Sie wird in den nächsten zwei Jahren in den Kirchengemeinden Wersen sowie Büren Pastorin Jutta Kiquio und Pastor Jörg Oberbeckmann im Pfarrdienst unterstützen.

Christine Kükenshöner kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe der ostwestfälischen Kleinstadt Vlotho, deshalb hatte sie sich auch sofort heimisch gefühlt, als sie ihren Kirchendienst in der Gemeinde Lotte antrat. Der Berufswunsch nach dem Abitur war eigentlich Schauspielerin. Ihre Eltern waren daher eher verwundert, als ihre Tochter sich für ein Theologiestudium eingeschrieben hatte. „Ich wollte aber einen Beruf ergreifen, bei dem es eher um das Wahrhaftige als um das Rollenspiel geht“, begeistert sich die junge Pastorin für die Theologie. Es sei so spannend; die Auseinandersetzung mit Gott gehöre zu ihrem eigenen Leben, gesteht sie sich ein. „Als Pfarrerin kann ich den Beruf und das Privatleben kaum trennen“, erklärt sie ihre Lust darauf, auch andere Menschen neugierig auf Gott zu machen und eigene Erfahrungen in den Dienst mit einzubringen. Aber schon während ihrer ersten Examenszeit fing Christine Kükenshöner nebenher für die evangelische Zeitung an zu schreiben. Da nur ungefähr die Hälfte der Studierenden ins Vikariat übernommen wird, raten die Professoren an der Uni, rechtzeitig an Alternativen zu denken. Als Journalistin zu arbeiten konnte sich die junge Frau deshalb ebenso gut vorstellen und begann ein Volontariat bei der Zeitung. Als freie Mitarbeiterin berichtete sie über aktuelle Geschehnisse, später dann auch für die Leipziger Zeitung. Doch irgendwann besann sich Christine Kükenshöner auf ihr eigentliches Ziel und ging dann schließlich ins Vikariat, der praktischen Ausbildungszeit für Pfarrerinnen und Pfarrer, nach Bochum. Nun ist sie im Entsendungsdienst, also auf Probedienst in den Kirchengemeinden Büren und Wersen. Sie darf sich schon Pfarrerin nennen, ist aber noch nicht ordiniert. „Darüber entscheidet dann das hiesige Presbyterium im nächsten Jahr“, erklärt sie die Vorgehensweise. Ihr Schwerpunkt im Pfarrdienst in den beiden Kirchengemeinden liegt in der Konfirmandenarbeit. Doch auch die Vertretungen für Pastorin Jutta Kiquio und Pastor Jörg Oberbeckmann sind Teil ihrer Arbeit. Anfang Juni hat Christine Kükenshöner ihren Dienst nun angetreten. Derzeit besucht sie die verschiedenen kirchlichen Gruppen, um die Strukturen „ihrer“ Gemeinde besser kennenzulernen. Am Sonntag, 6. Juli wird Pfarrerin Christine Kükenshöner beim Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Wersener Dorfkirche und eine Stunde später in der Friedenskirche in Büren offiziell den Kirchengliedern und Besuchern vorgestellt.


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