Personalentscheidungen einmütig SPD Lotte kündigt harten Wahlkampf an

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Hermann Brandebusemeyer
              Foto: Erna BergHermann Brandebusemeyer Foto: Erna Berg

Lotte. Die Premiere einer gemeinsamen Mitgliederversammlung der SPD-Ortsvereine Lotte und Wersen verlief völlig harmonisch. Die Kandidatenlisten zur Kommunalwahl am 25. Mai und das Wahlprogramm wurden einmütig abgesegnet. Doch dann setzte Wersens Vorsitzender Hermann Brandebusemeyer in den Ratsstuben zu einem Schlusswort an, das zur Kampfansage wurde.

Die SPD befinde sich als stärkste Fraktion im Lotter Gemeinderat in Opposition zur „starren Koalition“ aus CDU, FDP und Grünen, dem sogenannten Jamaika-Bündnis , analysierte der stellvertretende Fraktionschef die Ausgangslage. In 30 Jahren habe er nie eine so schlechte Zusammenarbeit im Rat, geprägt von persönlichen Diffamierungen und Angriffen auf Bürgermeister Rainer Lammers und die SPD, erlebt.

Auch inhaltlich hinterlasse Jamaika „verbrannte Erde“, sodass die Wahlalternativen deutlicher als je zuvor zutage träten, sagte Brandebusemeyer. In Büren habe Jamaika die Grundschule auf einzügig reduzieren wollen, was die SPD verhindert habe. Auch für die gemeinsame Gesamtschule in Lotte und Westerkappeln habe das Dreierbündnis ständig neue Hindernisse errichtet.

Nachdem es misslungen sei, den Awo-Ortsverein Alt-Lotte aus seiner Begegnungsstätte zu drängen, habe Jamaika unter dem Vorwand, einen Jugendraum für Büren zu suchen, Gleiches bei der Awo Wersen mit der Elly-Heuss-Tagesstätte versucht. Doch die SPD stehe fest zu den wichtigen Angeboten, die Awo und DRK den Senioren in der Gemeinde machen.

Klar, so Brandebusemeyer, sei auch die Differenz bei Gewerbeansiedlung und Wirtschaftsförderung . Während Jamaika „ohne Rücksicht auf Verluste“ mehr Gewerbesteuern anstrebe und die unwirtschaftliche Einstellung eines Wirtschaftsförderers erzwungen habe, wolle die SPD vor allem den guten Bestand an Betrieben in Lotte pflegen, Arbeitsplätze sichern und nicht die gute Wohnsituation im Grünen gefährden.

Die Konsequenz ist für den Wersener unausweichlich: Die SPD müsse in einem in der Sache harten Wahlkampf ihre Positionen deutlich machen. Das Ziel könne nur die absolute Mehrheit im Rat sein. Brandebusemeyer: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mindestens 13 Sitze holen, was mit dem unseres Bürgermeisters reichen würde.“

Die Kampftruppe für dieses Unterfangen ist gegenüber 2009 nahezu unverändert. Lediglich für die aus beruflichen Gründen verzichtende Cornelia Wallenstein tritt in Wersen Thomas Hahn an. Die Kandidaten: Anja de Haan im Wahlbezirk 1 Awo-Kita Halen, Hermann Brandebusemeyer (2/Awo Halen), Thomas Hahn (3/Ratsstuben Wersen), Heike Laters (4/ DRK Bringenburg), Wilhelm Dierksen (5/Feuerwache Wersen), Helga Strübbe (6/ Regenbogenschule Büren), Manfred Garwels (7/Regenbogenkita Büren), Doris Wagner (8/Elly-Heuss-Tagesstätte), Martin Keller (9/Ev. Gemeindehaus Büren), Susanne Siemering (10/DRK Lotte), Thomas Giebel (11/Altes Rathaus Lotte), Maria Brockhaus (12/Haus Hehwerth) und Stefan Kunz (13/Schule Lotte/Urban).

Für den Kreistag wurde erneut Wilhelm Dierksen zum Lotter Kandidaten gekürt; Eva-Maria Mücker zu seiner Ersatzkandidatin.


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