Neueröffnung am Lotter Kreisel Pizzeria-Ristorante „Latina“ ergänzt Gastroangebot


Lotte. Seit einiger Zeit ist im ehemaligen Alt-Lotter Café „Alte Tankstelle“ wieder Licht an. Dort hat Mahmut Coban seine „Latina“, Pizzeria und Ristorante, eröffnet. Er freut sich, wieder in Alt-Lotte zu sein – und hat noch einige Pläne zur Attraktivitätssteigerung der Gastronomie-Szene am Flotte-Lotten-Kreisel.

Seit dem Jahr 1996 ist Mahmut Coban in Deutschland. „Ich bin gleich nach Alt-Lotte gezogen in den Außenbereich. In Velpe habe ich fünf Jahre lang Fußball gespielt“, berichtet der Kurde, der sich mit seiner freundlichen Art schnell einen Freundes- und Bekanntenkreis aufgebaut hat.

Von 2006 bis 2010 war er Chef der Pizzeria „Roma“ an der Bahnhofstraße. Es folgten Stationen in Osnabrück und Stuttgart. „Die Pizzeria in Stuttgart hat mein Bruder übernommen“, sagt Coban.

Als er hörte, dass die „Alte Tankstelle“ zu verkaufen war, stand sein Entschluss fest: „Ich wollte wieder nach Alt-Lotte zurück. Der Ort hat mir gefehlt.“ Fast ein Jahr lang habe es gedauert, bis die Finanzierung geregelt war, denn: „Es ist für Selbstständige schwierig, Kredite von Banken zu bekommen.“ Im vergangenen Jahr war es für Coban so weit: „Ich habe Mitte November die Schlüssel von Familie Horstmann bekommen.“

Umgehend begann Mahmut Coban mit der Renovierung. Das dunkle Rot auf den unteren Wänden behielt er bei und schuf ansonsten eine helle Atmosphäre. Hochwertiges Mobiliar und 72 bequeme Stühle laden zum Verweilen ein. Die Speisekarte ergänzt das bestehende Angebot in Alt-Lotte.

„Wir haben Gyros-Gerichte auf der Karte, aber auch Vorspeisen, Pizzen, Salat- und Nudelvariationen. Wer Schnitzel, Brat- und Currywurst mit Pommes mag, bekommt auch das. Den Spieß steckt unser Gyros-Meister Cemal Kaplan selbst“, sagt Coban.

Nun steht ein Kunde vorm Tresen und möchte drei Teigrohlinge. „Die Kinder wollen Stockbrot backen“, erklärt er. Lächelnd reicht der Wirt sie hinüber – als Geschenk. Erfreut nimmt der Vater die Rohlinge an und versichert mit seiner Frau zum Pizzaessen zu kommen – prima Werbung für eine nette Geste.

In der nächsten Woche zieht Mahmut Coban mit seiner Familie in die Wohnung über dem Restaurant ein und erfüllt sich einen lange gehegten Wunsch. Ein weiterer wurde mit der Namensgebung wahr. „Ich habe in der Strandstadt Latina Urlaub gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich den Namen gewählt habe“, erklärt der Gastronom.

Nur mit einer Tafel und dem Schriftzug: „Wir haben geöffnet“, startete Coban kurz vor Weihnachten. Das lockte sofort nicht nur Neugierige, sondern auch Bekannte an.

Derart gute Resonanz erfreut auch das aufmerksame Service-Team, zu dem Neffe Mehmet Coban, Buket Karamukoglu und Elena Gammel gehören. „Zurzeit haben wir fünf Servicekräfte. Im Sommer werden es mehr sein“, blickt Mahmut Coban voraus.

Er möchte in die Remise eine Theke einbauen. Der Außenbereich soll gepflastert werden und Platz für 130 Gäste bieten. „Wir werden hier etwas Schönes schaffen, denn es ist der Ortseingang“, betont der Wirt und kündigt an, dass er zur Fußball-WM eine Großleinwand aufbauen möchte. Dann geht auch draußen wieder Licht an – diesmal bei „Latina“.


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