Hilfe für Kinder in Not Bundesverdienstkreuz für John McGurk

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Geehrt für sein Engagement für Kinder wurde jetzt John McGurk (Mitte). Zu den ersten Gratulanten gehörten Ehefrau Katja und Landrat Thomas Kubendorff. Foto: Ursula HoltgreweGeehrt für sein Engagement für Kinder wurde jetzt John McGurk (Mitte). Zu den ersten Gratulanten gehörten Ehefrau Katja und Landrat Thomas Kubendorff. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Für Kinder in Not läuft der Bürener John McGurk seit mehr als 20 Jahren Benefizmarathons im Kilt. Gestern erhielt der gebürtige Schotte, gekleidet mit gedecktem „Prince-Charles-Kilt“, für sein Engagement im Rathaus seiner Heimatgemeinde Lotte das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Familie, Weggefährten, Sponsoren und Partner der vielen Projekte gehörten zur illustren Gästegruppe. Lottes Bürgermeister Rainer Lammers anerkannte, dass das bislang ehrenamtlich von John McGurk Geleistete dem strengen Prüfverfahren für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes mühelos haben standhalten können: „Wir sind sehr stolz auf dich, John!“

Der Steinfurter Landrat Thomas Kubendorff freute sich, die Laudatio auf den „Scottish Warrior“ zu halten, einem schottischen kinderlieben Kämpfer. „Er hat sich außerordentliche Verdienste für in- und ausländische Kinder erworben“, betonte der Landrat und bezeichnete die mittlerweile rund 800000 Spenden-Euro als enorm.

„Es ist nahezu unmöglich, alle Verdienste aufzuzählen. Ich würde Ihnen mit der Marathonrunde einen geistigen Muskelkater bereiten. Daher versuche ich es mit einem Sprint“, hob Kubendorff zu einem kurzweiligen Trainingslauf an. Auslöser für McGurks erste Aktion war vor mehr als zwei Jahrzehnten ein Kindermassensterben im Sudan. „Sein Antrieb war und ist, der Wille Kindern zu helfen“, beschrieb Kubendorff den dreifachen Vater, der im Dreischichtbetrieb als Papiermacher bei Ahlstrom arbeitet.

Freizeit und Urlaub investiert der gegen sich harte Läufer mit dem großen Herz für Kinder in seine Projekte, seit dem Jahr 2008 als Vorsitzender des Vereins „Sportler 4 a childrens world“ mit inzwischen mehr als 200 Mitgliedern. Bislang engagierten sich McGurk und sein Team für UNICEF, World Vision, das Kinder- und Jugendhilfswerk „Arche“ sowie terre des hommes, die auch im aktuellen Läufer-Projekt für brasilianische Straßenkinder involviert sind.

Besondere Verbundenheit des Ordensträgers besteht zur Bersenbrücker Paul-Moor-Schule. „John McGurk war Ideengeber und Initiator des Paul-Moor-Benefizmarathons und hat mehr als 50000 Euro Spenden requiriert - eine stolze Summe. Den Lauf hat er zur Sommerolympiade ausgebaut, bei der 1000 Personen, auch welche mit Behinderungen, teilnehmen. Weiterhin übernahm er die Patenschaft für das Paul-Moor-Wohnheim ,Campus‘, anerkannte Kubendorff.

Begünstigend sei, dass McGurk die Gabe besitze, Außenstehende zu motivieren. Es müsse mehr von solchen Ehrenamtlichen geben, sagte der Laudator - und betone, die Hälfte der Medaille gehöre Ehefrau Katja McGurk und der Familie für deren Unterstützung.

Als John McGurk bei Standing Ovations der Gäste das rote Verdienstkreuz angeheftet war, trat er bewegt ans Rednerpult. „In der Auszeichnung findet ihr alle euch wieder. Das ist ein wichtiger Moment in meinem Leben.“

Eigene traumatischen Erlebnisse in einem Kinderheim seien seit jeher Motivation, Kindern, denen es nicht gut gehe zu helfen, erklärte er und bedachte seine Frau Katja und Kinder mit herzlichem Dank. „Ein Kind ohne Kindheit ist wie ein Leben ohne Farbe. Ich widme das Bundesverdienstkreuz allen Kindern, die Hilfe brauchen. Da sind wir uns in der Familie einig“, betonte der Geehrte. Er versprach, dass er und der Verein weiterhin für Kinder am Rand der Gesellschaft laufend unterwegs bleiben.


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