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Feuerwehr informiert Jungen und Mädchen der Awo-Kita Halen über ihre Arbeit und das richtige Verhalten im Ernstfall Bei „U-Booten mit Rissen drin“ muss Wersener Wehr passen

Von Renate Lammers

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Noch etwas schüchtern übt Celina mit Löschzugführer Stephan Läken, wie man einen Notruf richtig absetzt. Foto: Renate LammersNoch etwas schüchtern übt Celina mit Löschzugführer Stephan Läken, wie man einen Notruf richtig absetzt. Foto: Renate Lammers

Lotte. „Im Notfall ruft man die Telefonnummer 112 an“, das wissen jetzt auch die Mädchen und Jungen in der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Halen. Schließlich sind sie „Schlaumäuse“ und kommen im Sommer in die Schule.

Kein Notfall in Halen, aber doch sind die vier Männer der Freiwilligen Feuerwehr aus Wersen mit zwei Löschwagen zum Festplatz am Niederseester Weg ausgerückt. Stephan Läken, Dirk Havermeyer, Janec Hofer und Nils Gebauer hatten „Helga“ und „Eva“ mitgebracht, die von den zwölf Kindergartenkindern schnell erobert wurden. All das technische Zubehör zu erkunden war sehr spannend für die Mädchen und Jungen.

Seit zwei Wochen bereiten sich die Kinder auf den Besuch der Feuerwehr vor, berichtete Heike Meyer. Mit Kollegin Almuth Elter hatte die Erzieherin ihre „Schlaumäuse“ in der Verkehrserziehung mit Polizei und Feuerwehr vertraut gemacht. Mit Feuer sicher experimentieren, aber auch das Erkunden der Notausgänge und Entdecken der Feuerlöscher in der Einrichtung gehörten für die Kinder dazu. „Die Feuerwehr ist nicht nur für das Feuer zuständig“, verriet Stephan Läken. Der Wersener Löschzugführer wollte von den Kleinen wissen, wofür die Wehren noch zuständig seien. „Bei schweren Unfällen helfen und eine Katze aus dem Baum retten“, riefen die Kinder. Bei „U-Booten mit Rissen drin“, mussten die Männer allerdings passen: „Da haben wir Schwierigkeiten, mit unseren Fahrzeugen hinzukommen“, schmunzelte Stephan Läken. Doch wenn die Keller voll Wasser laufen, weil es so tüchtig geregnet hat, dann rückt die Feuerwehr aus, um sie leer zu pumpen. Die Feuerwehrmänner übten mit den Kindern in ihrem Gruppenraum aber auch, einen richtigen Notruf abzusetzen. In den mitgebrachten „Spielekoffern“ war eine kleine Telefonanlage, mit der eine Einsatzzentrale simuliert werden kann. So bekamen die Mädchen und Jungen Fotos von Brandsituationen gezeigt und sollten nun die Feuerwehr alarmieren. Ihren Namen und die Adresse sowie den Grund ihres Anrufes sagten sie gut vorbereitet ins Telefon. Jan Havermeyer, fantasievoller Sprössling von Feuerwehrmann Dirk, holte bei seinen Schilderungen dann ganz weit aus, sodass seine Eltern fast um ihren Hof fürchten mussten. Lächelnd schritten der Papa und Stephan Läken ein, damit es nicht zum Inferno kam und Jans Freunde auch noch einen Notruf üben konnten. Mit lautem Sirenengeheul verabschiedeten sich „Helga“, „Eva“ und die vier Feuerwehrmänner von den Kindergartenkindern.


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