"Und dann wächst eine neue Sonnenblume." Eltern bauen Hochbeete in der Wersener Kinderland-Kita

Tomaten, Gurken, Sonnenblumen sollen im nächsten Jahr für Luis (von links), Calissa, Lukas, Till und Lisa im Wersener Kinderland-Hochbeet gedeihen. Foto: Ursula HoltgreweTomaten, Gurken, Sonnenblumen sollen im nächsten Jahr für Luis (von links), Calissa, Lukas, Till und Lisa im Wersener Kinderland-Hochbeet gedeihen. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. In Hochbeeten kann der Nachwuchs bald das Gedeihen von Gemüse und Co genau beobachten. Darauf freuen sich die Kleinen in der Wersener Kinderland-Kita schon jetzt. Denn: Eltern bauten Gehäuse für zwei Hochbeete, die im nächsten Jahr bepflanzt werden.

Luis musste sich ganz schön anstrengen, als er mit einer Hand den Tacker auslösen wollte. Er half seinem Papa. Bald bald saß das Vlies rund um den ersten der beiden Kästen fest. Kindheitspädagogin Aileen Arens und Erzieherin Birgit Plümpe stellten sich schon vor, dass ihre Schützlinge junge Pflanzen hegen und pflegen.

„Als wir Apfelmus und Marmelade gekocht haben, wollten die Kinder wissen, wie Obst und Gemüse wachsen“, blickte Birgit Plümpe einige Wochen zurück. Rasch reifte die Idee, Hochbeete im Freigelände auszustellen.  Das Ibbenbürener Baufachzentrum Kamp spendete die Materialien, also machten sich einige Erwachsene bei untergehender Herbstsonne frisch ans Werk.

Wissbegierde der Kinder fördern

„Die Kinder sollen selbst herausfinden, wie Gemüse und Kräuter wachsen“, erklärte Aileen Arens. Das gehöre zur Reggio-Pädagogik, mit der in der Kita gearbeitet werde, einer Erziehungsphilosophie, nach der Kinder durch Wissbegierde und Kreativität die eigene Entwicklung bestimmen.

"Die Beete werden eingegraben. Unten legen wir gegen Mäuse einen Maschendraht aus", beschrieb Birgit Plümpe das weitere Verfahren. "Befüllt wird das Beet schichtweise mit Zweigen und Blättern aus diesem Garten, bevor Erde drauf kommt", ergänzte Aileen Arens.

Lukas, der meinte, Tomaten und Gurken könnten im Beet gut wachsen, wusste, dass die Pflanzen auch Regen zum Gedeihen brauchen. „Und Erde und Sonne. Man kann auch einen Kern in die Erde stecken und es wächst eine neue Sonnenblume“, freute sich Till schon auf erste Experimente im nächsten Jahr. Und weil derzeit vor der Kita Kürbisse mit geschnitzten Fratzen stehen, wünschten sich die Kinder auch solche knall-orangen Früchte. Mal sehen, ob das klappt...


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