Ausschuss stimmt für Kooperation Lotte will sich erneut am Projekt „Jugendgerechte Kommune“ beteiligen

"Jugend trifft Politik" - die Dialogveranstaltung in der Gemeinde Lotte im Rahmen des Projekts "jugendgerechte Kommune" hinterließ bei allen Beteiligten einen positiven Eindruck. Im Lotter Ausschuss für Schulen, Sport, Soziales und Kultur stimmten die Mitglieder für eine Verlängerung der Kooperationsvereinbarung mit dem Kreisjugendamt. Foto: Archiv/Erna Berg"Jugend trifft Politik" - die Dialogveranstaltung in der Gemeinde Lotte im Rahmen des Projekts "jugendgerechte Kommune" hinterließ bei allen Beteiligten einen positiven Eindruck. Im Lotter Ausschuss für Schulen, Sport, Soziales und Kultur stimmten die Mitglieder für eine Verlängerung der Kooperationsvereinbarung mit dem Kreisjugendamt. Foto: Archiv/Erna Berg

Lotte. Die politische Teilhabe von Jugendlichen in den Kommunen stärken und die Attraktivität der Heimatgemeinde erhöhen: Das sind einige der Ziele des Projektes „Jugendgerechte Kommune“, an dem sich die Gemeinde Lotte nun zum zweiten Mal beteiligen will. Dafür stimmte jetzt der Ausschuss für Schulen, Sport, Soziales und Kultur (ASSSK) in seiner jüngsten Sitzung.

Die Initiative geht vom Ministerium für Familien, Frauen, Senioren und Jugend aus. 16 Kommunen in ganz Deutschland – darunter erneut der Kreis Steinfurt – sind ausgewählt worden, unter dem Motto „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ Jugendliche an der Entwicklung und Veränderung von Strukturen zu beteiligen. Diese bereits 2017 mit dem Kreisjugendamt geschlossene Kooperationsvereinbarung ist ausgelaufen und soll mit aktuellen Zielen neu aufgelegt werden.

Fünf markante Ziele formuliert

Welche das sein könnten, ist im Dialogforum „Jugend trifft Politik“ zwischen Vertretern der Politik und Verwaltung sowie den Leitern der Jugendzentren und Jugendlichen erarbeitet worden. Aus dem Ideen-Pool sind anschließend die fünf markantesten Ziele ausgewählt worden. Diese reichen von der Einrichtung eines Ansprechpartners in Verwaltung oder Politik für die Anliegen der Jugendlichen, über den regelmäßigen Besuch der Politiker in den Jugendzentren bis hin zur einmal jährlichen Auflage der Veranstaltung „Jugend trifft Politik“. Außerdem auf der Liste: die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Politik und den Träger der Jugendarbeit und der offenen Jugendarbeit. Im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020 ist ein Projekt zur Beteiligung von Jugendlichen an kommunalpolitischen Themen in die Kooperationsvereinbarung eingeflossen.

Politik wünscht sich konkrete Umsetzung

Rein inhaltlich stießen diese Ziele beim Ausschuss auf Zustimmung, offen blieben Fragen rund um Umsetzung und Kommunikation gegenüber denen, um die es im Projekt geht: „Wie werden die Ziele und Durchführung mit den Jugendlichen besprochen?“, wollte SPD-Ratsherr Thomas Giebel wissen. Verwaltungsleiterin Petra Tepe erläuterte, dass hierzu Anfang November ein entsprechendes Treffen mit den Jugendpflegern der Gemeinde stattfinden würde. In eine ähnliche Richtung ging ein Vorschlag von CDU-Ratsherr Werner Schwentker: „Regelmäßige Besuche der Politiker im Jugendzentrum müssten konkreter gefasst werden.“ Beispielsweise könne eine Sitzung des ASSSK durchaus auch mal im Jugendzentrum abgehalten werden.

Die Projektpartner haben nun ein knappes Jahr Zeit die gesteckten Ziele umzusetzen. Die Kooperationsvereinbarung läuft bis zum Ende der Ratsperiode, also der Kommunalwahl im September 2020.


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