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Anregungen und Kritikpunkte Nicht nur Einvernehmen in der Gemeinde Lotte

Die Sporthalle in Halen. Dass etwas geschehen muss, ist unstrittig. Ob Sanierung oder Abriss und Neubau, womöglich auch an anderer Stelle und als Multifunktionsgebäude (Bürgerhaus), muss noch geklärt werden und soll Teile eines noch zu erstellenden Zukunftskonzeptes sein. Foto: Archiv/Volker PoerschkeDie Sporthalle in Halen. Dass etwas geschehen muss, ist unstrittig. Ob Sanierung oder Abriss und Neubau, womöglich auch an anderer Stelle und als Multifunktionsgebäude (Bürgerhaus), muss noch geklärt werden und soll Teile eines noch zu erstellenden Zukunftskonzeptes sein. Foto: Archiv/Volker Poerschke

Lotte. Zwar wurden die Beschlüsse im Lotter Bau- und Planungsausschuss zumindest im öffentlichen Teil der jüngsten Sitzung einvernehmlich gefasst. Dennoch herrscht nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen zwischen Politik und Verwaltung, wie Anmerkungen zum Sachstandsbericht zu politischen Anträgen und Anregungen und Anfragen deutlich machten.

So monierten CDU-Fraktionschef Werner Schwentker und Thomas Schmitt für die Grünen, dass die Verwaltung zum schon 2016 gestellten CDU-Antrag auf Verbesserung der Beleuchtung und Erschließung der Sporthalle Halen und zum weiteren Nutzungskonzept unter anderem mitteilte, dass sie für das Förderprogramm Leader eine Projektskizze zur Erstellung eines Zukunftskonzeptes "Halen bewegt sich" erarbeitet habe. Themenschwerpunkte seien der Haltepunkt Halen und das Bürgerhaus. Der Entwurf werde zurzeit von der Bezirksregierung Münster geprüft, ob prinzipiell einer Förderung über Leader möglich ist.

"Ich hätte erwartet, dass es erst im Ausschuss  behandelt wird. Die Grobskizze wurde vorher nicht besprochen", monierte Schwentker. Bauamtsleiterin Astrid Hickmann erklärte, dass der Grundgedanke gewesen sei, im Vorfeld erst einmal einen "Fördercheck" zu machen, also die grundsätzliche Förderfähigkeit abzuklären. "Es geht nicht um den Förderantrag, sondern um die Antragsinhalte", sagte dazu Thomas Schmitt und betonte: "Das muss vorher durch den Ausschuss gehen!"

Aus dem Stegreif nicht beantworten konnte die Verwaltung die Frage von Thomas Giebel (SPD) nach dem Stand des Glasfaserausbaus in den Außenbereichen (Anlass: die Kabelverlegungsarbeiten an der L 501 Richtung Gohfeld). Auch die Frage seines Fraktionskollegen Martin Keller nach der Dauer der Bauarbeiten an der Ecke Landwehrstraße/Grenzweg in Büren blieb unbeantwortet.  "Unglücklich" sei  auch die Errichtung der Gasdruckmessstelle auf dem Parkplatz am Wiesenweg durch die Stadtwerke Tecklenburger Land, weil dadurch dringend benötigte Parkplätze für die Siedlung verloren gingen.

Lothar Albers (FDP) wollte wissen, ob  und was endlich mit dem seit Jahren eingerüsteten, aber immer noch leer stehenden Mehrfamilienhaus am Strotheweg geschieht. Auch hier muss die Bauamtsleiterin nach ihrer langen Krankheit zunächst nachfragen: "Wenn das Privatbesitz ist, kann die Kommune da weiter nicht drauf einwirken", gab sie zu bedenken. Nur wenn die Verkehrssicherheit gefährdet sei, könne man einschreiten.

Hingewiesen wurde zudem auf den stark verkrauteten Rad- und Fußweg an der Bergstraße, für den der Kreis zuständig ist, die häufigen Unfallschäden durch die Poller auf dem Berliner Platz und die zugewachsenen Fußwegverbindungen zwischen Niederseester Weg und Bulks Kamp in Halen sowie Schlesischer Straße und Ostlandstraße in Büren.


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