Viele Ausfälle und kein Knipser Blick auf das Heimspiel der Sportfreunde Lotte

Bis hierhin war die Welt noch in Ordnung: Die Szene führte zum ersten Oberhausener Tor. Foto: MrugallaBis hierhin war die Welt noch in Ordnung: Die Szene führte zum ersten Oberhausener Tor. Foto: Mrugalla

Lotte. Statt eines weiteren Schrittes nach vorne, sind die Sportfreunde Lotte wieder einen zurückgegangen. Das 0:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen war schon in die Kategorie „Überflüssig“ einzuordnen. Für SFL-Fan Tom Tenk war das dennoch kein Grund, enttäuscht zu sein.

Herr Tenk, wie haben Sie das Spiel gesehen? 

In der ersten Halbzeit hatte Lotte in meinen Augen sehr gut gespielt. Das Passspiel hat mir dabei besonders gut gefallen. Nach dem Wechsel sind wir leider schwach angefangen und nach den Gegentoren ist die Mannschaft etwas eingebrochen. Spielerisch war es aber über weite Strecken in Ordnung, auch wenn viele Kopfbälle gegen die großen Oberhausener Spieler verloren gegangen sind.

Warum wurde das Spiel verloren?

Das Manko ist das bekannte. Es fehlt vorne ein Goalgetter. Dieser Knipser, der vorne die Dinger rein macht. Vielleicht brauchen beispielsweise Kevin Freiberger und Jules Reimerink auch mal diesen einen Treffer, der eine befreiende Wirkung haben kann. Auf der anderen Seite haben wir aufgrund der vielen Ausfälle eine junge, sehr junge Mannschaft auf dem Platz. Das darf man nicht vergessen.

Die Mannschaft ist sehr jung zusammengestellt. Ist das vielleicht ein Problem?

Nein, das Klima ist völlig intakt. Die Mannschaft steht geschlossen hinter dem Trainer und er wiederum weiß, was er an der Mannschaft hat. Für den Zusammenhalt stehen jedenfalls alle ein und ich meine, das sieht man auch auf dem Platz. Ich wünsche mir jetzt einfach mal zwei oder drei Siege in Folge. Das hätten sich alle hier mal verdient.

Bei den Zuschauern scheint die Mannschaft auf jeden Fall Kredit zu haben.

Die Zuschauer sind sehr geduldig. Sie geben ihrer Mannschaft jedes Mal die Chance, sich zu beweisen. Daher wird auch kaum gepfiffen. Stattdessen gibt es aufmunternden Applaus. Auch wenn nicht alles so läuft, wie erhofft. Leider haben wir durch die Niederlage diesen einstelligen Tabellenplatz nicht mehr inne. Den könnten wir für die Psyche mit Sicherheit gut gebrauchen.

Tom Tenk bleibt auch trotz Niederlage positiv. Foto: Carsten Richter

Seit wann pilgern Sie denn schon zu den Spielen der Sportfreunde? 

Ich bin hier quasi wie die Jungfrau zum Kind dazu gekommen. Vor vier Jahren fing es mit dem Aufstiegsspiel gegen Waldhof Mannheim an. Man nennt mich hier auch „Edelfan“, weil ich einen besonders guten Draht zu vielen Spielern und zum Trainer habe. Ich bringe mich auch gerne im Verein ehrenamtlich ein und helfe, wo ich nur kann.

Vor den Heimspielen kann man Sie immer auf der Videowand sehen. Erzählen Sie mal.

Genau, ich durfte seinerzeit die Vereinshymne mit einsingen, als diese erschien. Das Video wird ja nun immer vor dem Anpfiff gezeigt und jeder kann und soll mitsingen. Diese Videoproduktion war damals eine Spontanaktion, bei der ich gerne mitgemacht habe.

Was stehen künftig für Projekte bei Ihnen an?

Es erwartet mich ein ganz großes, denn ab Oktober werde ich in der Tennishalle neben dem Stadion die Gäste mit leckerem Essen und kühlen Getränken versorgen. Es wird eine abwechslungsreiche Speisekarte geben und dazu ist dann jeder herzlich willkommen.


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