Kuchen und Bescherung beim Sommerfest Awo Wersen möchte Begegnung möglich machen

Von Viktoria Savtchouk Torres

Über 50 Jahre gibt es die Awo in Wersen. Jedes Jahr findet ein Sommerfest statt. Foto: Viktoria Savtchouk TorresÜber 50 Jahre gibt es die Awo in Wersen. Jedes Jahr findet ein Sommerfest statt. Foto: Viktoria Savtchouk Torres

Lotte. Die Senioren der Awo Wersen haben auch dieses Jahr ein Sommerfest gefeiert. An die 40 Mitglieder aus Büren, Lotte, Halen, Eversburg und Wersen trafen sich in der Elly-Heuss-Begegnungsstätte, aßen Kuchen und schunkelten zur Livemusik. Eine Tombola und abendliches Grillen standen ebenfalls auf dem Programm.

„Die meisten Mitglieder sind Witwen“, sagte Brigitte Diersmann „da wissen sie, wo sie hingehen können“. Auch wenn das älteste Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Wersen, Martha Til, mit 102 Jahren diesmal nicht dabei sein konnte, freute sich die erste Vorsitzende, beim diesjährigen Awo-Sommerfest 40 Mitglieder in der Elly-Heuss-Begegnungsstätte begrüßen zu können. Gleichzeitig wird aber auch die Herausforderung deutlich, vor der  die Awo in Wersen steht.

Der Verein zählt derzeit 144 Mitglieder, aber es fehle an Nachwuchs, so Diersmann. Daher ist auch das Programm eher auf ein älteres Publikum ausgerichtet. Montags wird "Mensch ärgere dich nicht" gespielt, jeden Dienstag bietet der Verein Stuhlgymnastik an. Die Männer können dienstags Karten spielen. Alle 14 Tage findet mittwochs ein Kaffeenachmittag statt. Am Donnerstag ist Handarbeit eingeplant. „Aber das macht keiner mehr“, sagte Diersmann. „Dafür sind alle schon zu alt. Sie kommen, um sich zu unterhalten.“ Das sei ja auch das eigentliche Ziel des Vereins. 

Und das stand auch beim Sommerfest am vergangenen Sonntag im Mittelpunkt. Aus Spenden und aus der eigenen Kasse hatten die Organisatoren Geschenke besorgt. Hübsch verpackt warteten diese auf die Verlosung. Kein Anwesender sollte leer ausgehen. Im Garten stand der Grill bereit. Organisiert hatten das Fest neben Diersmann und der zweiten Vorsitzenden Ingrid Buscheck sowie der Beisitzerin Ines Leber vier weitere freiwillige Helfer. Sie hatten selbstgemachte Kuchen mitgebracht und die Band „Harmonikas“ aus Seeste eingeladen. Und so trafen sich die Mitglieder aus Büren, Lotte, Halen, Eversburg und Wersen, aßen Kuchen, klönten und schunkelten zur Livemusik. 

Das Sommerfest ist eines der Highlights im Jahresprogramm, um die Geselligkeit zu pflegen. Die Organisation ist zwar zuverlässig, aber leichter wird die Vereinsarbeit über die Jahre nicht. „Wir könnten jüngere Mitglieder gebrauchen“, sagt Buscheck. Doch die, erklärt die zweite Vorsitzende, seien oft berufstätig und somit nicht für alle Aufgaben einsetzbar. So war es auch nicht leicht, den Posten des ersten Vorsitzenden zu besetzen. „Wir sind froh, jemanden gefunden zu haben“, sagt Leber über Diersmann, die seit einem Jahr wieder im Verein ist. Die Beisitzerin sicherte ihr die Unterstützung der ganzen Mannschaft zu: „Wir lassen dich nicht im Regen stehen.“  


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