Beitrag zum Klimaschutz Lotter Ratsmitglieder begutachten Elektro-Fuhrpark der Gemeinde

Lotter Kommunalpolitiker besichtigen die ersten vier Elektro-Fahrzeuge des gemeindeeigenen Fuhrparks. Foto: Angelika HitzkeLotter Kommunalpolitiker besichtigen die ersten vier Elektro-Fahrzeuge des gemeindeeigenen Fuhrparks. Foto: Angelika Hitzke

Lotte. Im Vorfeld der letzten Sitzung sowohl des Betriebs- und Beteiligungsausschusses, als auch des Rates vor der Sommerpause hatten die Kommunalpolitiker Gelegenheit, sich die bisher angeschafften Elektrofahrzeuge des gemeindeeigenen Fuhrparks anzuschauen.

Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay erläuterte, dass bis zum kommenden Jahr sieben kommunale Fahrzeuge mit Akkuunterstützung unterwegs sein werden. Erwartet wird eine jährliche CO2-Ersparnis von rund 12,76 Tonnen.

Auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus konnten die Ratsvertreter neben dem "großen" Dienstwagen des Bürgermeisters, der wegen der größeren Reichweite allerdings ein Hybrid-Fahrzeug (Kia Niro Plug-In Hybrid) ist, den nur mit Akku betriebenen VW e-up und die beiden Elektro-Fahrzeuger des Servicebetriebs begutachten. 

Der schwarze Elektro-VW als kleiner Dienstwagen für kurze Strecken in Lotte fährt fast lautlos und kann sogar beim Fahren Energie produzieren. „Der Up arbeitet mit Rekuperation. Beim Bremsen und wenn er rollt, wird Energie in den Akku eingespeist“,  hatte Nikolay bereits Anfang des Jahres erklärt.

Die beiden Nissan e-NV 200 Evalia des Servicebetriebs sind weiß wie der Hybrid-Dienstwagen des Bürgermeisters. Die Nutzfahrzeuge für den Transport von Personen und leichterem Material sind beinahe energieautark, weil sie mit Hilfe des Stromspeichers  größtenteils  mit selbst produziertem Strom fahren.

Für diese vier Fahrzeuge erhielt die Gemeinde Lotte eine Bundesförderung von 50 Prozent des Anschaffungspreises, gefördert im Rahmen der „nationalen Klimaschutzinitiative“ durch das Bundesumweltministerium. 

Für die Fahrzeuge Nummer fünf und sechs hat Nikolay 80 Prozent Zuschuss aus einem zweiten Fördertopf mit der Bezeichnung „KommunalerKlimaschutz.NRW“ beantragt und inzwischen auch bewilligt bekommen. Auch sie sind für den Servicebetrieb vorgesehen. Ein siebtes Elektro-Auto soll für den Abwasserbetrieb angeschafft werden. Hierfür hat Lottes Klimaschutzmanager Mittel aus dem Landesprogramm „progres.nrw - Emissionsarme Mobilität“ beantragt, was einen Zuschuss von 40 Prozent bedeuten würde.

Da die Elektromotoren so leise sind, dass Fußgänger und Radfahrer sie nicht herannahen hören, muss in neue E-Fahrzeuge seit dem 1. Juli ein akustisches Warngeräusch eingebaut werden. "Ich hätte gern das Porschegeräusch", flachste SPD-Vize-Fraktionschef Hermann Brandebusemeyer beim Probesitzen im kleinen Dienstwagen.


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