Pfarrstelle in Lotte Iven Benck als Nachfolger von Detlef Salomo gewählt

Sie haben an der Pfarrwahl in Lotte mitgewirkt: (von links) Superintendent André Ost und Skriba Ulrike Wortmann-Rotthoff, daneben die Presbyter Uwe Märsch, Margret Roloff, Heinrich Arendröwer, Carola Albrecht und Dominik Hens. Foto: Jannik ZeiserSie haben an der Pfarrwahl in Lotte mitgewirkt: (von links) Superintendent André Ost und Skriba Ulrike Wortmann-Rotthoff, daneben die Presbyter Uwe Märsch, Margret Roloff, Heinrich Arendröwer, Carola Albrecht und Dominik Hens. Foto: Jannik Zeiser
Jannik Zeiser

Lotte. Iven Benck – so könnte bald der neue Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde in Alt-Lotte heißen. In einer geheimen Wahl am Mittwochabend in der Lotter Kirche haben die Presbyter vor der versammelten Gemeinde mehrheitlich für ihn als Detlef Salomos Nachfolger gestimmt.

Vier Stimmen entfielen dabei auf den Pfarrer aus Wesenberg in Mecklenburg, eine auf seine Mitbewerberin Adelheid Zühlsdorf-Maeder aus Westerkappeln. Damit war genau jene Mehrheit erreicht, die für eine Entscheidung notwendig war. Die Bewerber hatten sich in den vergangenen Wochen zunächst in Auswahlgesprächen dem Presbyterium vorgestellt und in Probepredigten dann der Gemeinde. Die Wahl beaufsichtigten am Mittwoch Superintendent André Ost und Ulrike Wortmann-Rotthoff, die als Skriba seine zweite Stellvertreterin ist.

Fünf von sieben Presbytern stimmen ab

Von sieben Mitgliedern des Presbyteriums stimmten nur fünf ab. Pfarrer Salomo hatte sich nicht in die Entscheidung über seine Nachfolge einmischen wollen, und Presbyterin Iris Pfordt hatte sich aufgrund persönlicher Befangenheit herausgehalten: Der Bewerber Iven Benck ist ihr Schwager. „Das hat jedoch keinen Einfluss auf Iven Bencks Bewerbungsfähigkeit“, erklärte Ost. Man habe sich diesbezüglich beim Landeskirchenamt rückversichert, damit alles ordnungsgemäß ablaufe.

Anonymes Schreiben

Die Entscheidung über diese Personalie, so stellte André Ost außerdem klar, liege allein bei den Presbytern. Ihn habe ein anonymes Schreiben erreicht, erzählte er leicht verärgert, in dem heiße es, der Kirchenkreis nehme bewusst Einfluss auf die Neubesetzung. „Was die Wahl angeht, ist die Gemeinde selbstständig“, sagte Ost. Lediglich über die Rahmenbedingungen der Stelle habe der Kirchenkreis zu bestimmen.

Noch nicht in trockenen Tüchern

Nun ist die Neubesetzung noch nicht ganz abgeschlossen. Bis zum 17. Juni können stimmberechtigte Gemeindeglieder einen schriftlich begründeten Einspruch an den Superintendenten richten. Werden keine gewichtigen Einwände laut, wird Iven Benck um eine Bestätigung des Stellenantritts gebeten. Erst wenn er zustimmt, hat Lotte einen neuen Pfarrer.


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