Lotte siegt trotz Unterzahl A-Junioren: Mettingen dreht kurz vor Schluss den Spieß um

Von Rolf Grundke

Eric Schröer, blaues Trikot, musste in der ersten Halbzeit oft eingreifen und einen frühen Rückstand mehrfach verhindern. Riesenbeck ging nach der Pause aber trotzdem zwischenzeitlich in Führung. Rolf GrundkeEric Schröer, blaues Trikot, musste in der ersten Halbzeit oft eingreifen und einen frühen Rückstand mehrfach verhindern. Riesenbeck ging nach der Pause aber trotzdem zwischenzeitlich in Führung. Rolf Grundke

Lotte. In der A Junioren Kreisliga A jagt ein Topspiel das nächste, am Sonntag hieß die Paarung Teuto Riesenbeck gegen Eintracht Mettingen. Wie schon in der Woche zuvor gegen Laggenbeck behielt die Eintracht auch gegen Riesenbeck die Oberhand. Die Sportfreunde Lotte machten sich das Leben in Saerbeck selber schwer.

Westfalia Westerkappeln kann im Moment froh sein, das die Konkurrenz im Abstiegskamp auch nicht punktet. In den letzten drei Spielen sollte aber der ein oder andere Zähler noch auf der Habenseite verbucht werden, sonst wird es knapp am Ende. 

Teuto Riesenbeck - Eintracht Mettingen 2:3 (1:1)

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Im zweiten Topspiel hintereinander musste Mettingen sich im Spiel gegen Riesenbeck wieder einer Mannschaft mit Titelambitionen stellen und gewann erst am Ende durch zwei Tore von Doppeltorschütze Mirko Baune und Henning Langelage. In der ersten Halbzeit hatte Mettingen genauso wie gegen Laggenbeck letzte Woche ungewohnte Probleme und kam nur sehr schleppend in das Spiel. Zwar ging Mettingen in der 12. Minute durch Baune früh in Führung, aber Riesenbeck wurde immer stärker, glich nur vier Minuten später aus und legte nach der Halbzeit in Minute 56 durch dessen Goalgetter Malte Kämmer zur Führung nach. Durch den knappen Sieg belegt Mettingen weiterhin Platz zwei vor Laggenbeck und Riesenbeck, Lotte bleibt Tabellenführer

Falke Saerbeck - SF Lotte 0:2 (0:1)

Vom Papier her eigentlich eine klare Angelegenheit, aber die Sportfreunde handelten sich in den ersten 23 Minuten gleich zwei rote Karten ein und mussten die restlichen 70 Minuten in Unterzahl weiterspielen. Torhüter Joshuar Dinda und Offensivkraft Riar Uljaj sahen den dunkelfarbigen Karton. Das Lotte aber auch mit neun Feldspielern zwei Tore macht (Dinda sah Rot wegen Meckerns, saß zu der Zeit aber auf der Bank), zeigt die große Qualität in dem Kader. Uljaj bekam die rote Karte nachdem er gefoult wurde. Nach dem Foul ging er den Schiedsrichter an, so wertete der Unparteiische das auf jeden Fall. Nach Aussage des Lotter Trainer wollte der sich beim Referee nur abstützen, da er keine Luft mehr bekam und Panik hatte; dies bestätigte auch der Trainer der Saerbecker.

Durch zwei Tore von Mouhamed Toure und Mika Becker (Foulelfmeter), die von Justin Still und Lucas Hottenträger vorbereitet wurden, gewann Lotte das Spiel in Unterzahl.

Preußen Lengerich – Westfalia Westerkappeln 4:0 (1:0)

Die erste Halbzeit gehörte eindeutig der Westfalia, hier müssen sie eigentlich schon zwei bis drei Tore machen, trauerte Trainer Timo Munsberg den glasklaren Chancen seiner Schützlinge nach. Aber die Latte und der gute Preußen-Keeper verhinderten den Rückstand der Gäste. „Und wenn du die Dinger nicht machst, fängst du dir irgendwann selber einen und das auch noch wegen eines vermeidbaren Fehlers“, ärgerte sich Munsberg über das völlig unnötige 1:0 der Gastgeber, mit dem Pausenpfiff. Auch die anderen Treffer fielen nicht, weil sie schön herausgespielt wurden, sondern nur nach Einladung der Gäste. „Es reicht im Moment einfach nicht, wir müssen jetzt sehen, dass wir in den letzten drei Spielen noch irgendwo unsere Punkte holen und unseren Vorsprung vor den Abstiegsrängen halten“, flehte Munsberg schon fast gen Himmel.


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